Werke

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Die Jean Améry-Werkausgabe zum günstigen Komplettpreis (statt 316,- EUR bei Bezug einzelner Bände)

Die neue große Ausgabe der Werke Jean Amérys bringt nun zum ersten Mal in geschlossener Form alle wichtigen Werke und Schriften, darunter auch das bisher unpublizierte, frühe Romanfragment »Die Schiffbrüchigen«. Hinzu kommen eigene Bände mit Briefwechseln und Rezeptionszeugnissen.

Jean Améry zählt zu den bedeutendsten europäischen Intellektuellen der sechziger und siebziger Jahre. Seine bahnbrechenden Essays sind in ihrer Bedeutung vielleicht nur mit den Schriften Hannah Arendts und Theodor W. Adornos zu vergleichen. Als Reflexion über die Existenz im Vernichtungslager stehen sie vermutlich Primo Levis Büchern am nächsten. Zugleich jedoch hat Améry wie kaum ein anderer Intellektueller die deutsche Öffentlichkeit mit französischen Denkern und Schriftstellern bekanntgemacht und konfrontiert.

Die neue große Ausgabe der Werke Jean Amérys bringt nun zum ersten Mal in geschlossener Form alle wichtigen Werke und Schriften, darunter auch das bisher unpublizierte, frühe Romanfragment »Die Schiffbrüchigen«. Hinzu kommen eigene Bände mit Briefwechsel und Rezeptionszeugnissen.

Die Ausgabe macht es nun möglich, die vielfältigen, bisher fast immer nur getrennt wahrgenommenen Arbeiten im Zusammenhang zu sehen und sie somit auf neue Weise zu verstehen. Durch Abdruck bisher unveröffentlichter oder in Vergessenheit geratener früher Texte kann die Entwicklung von Amérys Denken und Schreiben nachvollzogen werden.

Ein Nachwort erläutert jeden einzelnen Text und kommentiert die Entstehung und Rezeption. Die Herausgeberinnen und Herausgeber, die mit vielfältigen Arbeiten über Jean Améry bereits hervorgetreten sind, wollen dabei nicht nur den neuesten Forschungsstand vermitteln, sondern seine Werke über eine bloß akademische Auseinandersetzung hinaus vergegenwärtigen und im Zusammenhang heutiger Debatten reflektieren.
Die Ausgabe wird unterstützt von der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur.

Die Gesamtherausgeberin der Ausgabe
Irene Heidelberger-Leonard 1944 geboren in der Emigration der Eltern in Frankreich. Professorin an der Université Libre de Bruxelles. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Jean Améry und zur zeitgenössischen Literatur, u. a. zu Günter Grass, Alfred Andersch, Jurek Becker, W. G. Sebald.
2004 erschien ihre Jean Améry-Biographie: Jean Améry: Revolte in der Resignation. Biographie.

Die Bände sind auch einzeln erhältlich (siehe unten).

»Die Zukunft wird Jean Améry zu den Gründungsvätern der Bundesrepublik zählen.«
Michael Rutschky, Frankfurter Rundschau, 28./29.Juni 2006

»Es ist die Art des Denkens, die diesen Autor so überaus lesenswert macht. ... "Er fehlt uns, er ist da". Ja das kann man sagen, er ist da - nun auch in Gestalt einer Werkausgabe, die einen europäischen Intellektuellen, einen modernen Klassiker zur Geltung bringt.«
Horst Meier, Frankfurter Rundschau, 4. April 2006

»Seit seinem Selbstmord vor einem Vierteljahrhundert ist es still geworden um Jean Améry. Dabei zählt der 1912 Geborene zu den radikalsten, zu den originellsten Schriftstellern der österreichischen, nein, der europäischen Literatur. ...
Die große zehnbändige Werkausgabe ... bietet eine wunderbare Möglichkeit, sich mit Jean Améry von Neuem auseinanderzusetzen.«
3sat, Kulturzeit, 14. September 2004

»Die Aktualität dieses radikalen Warn-Œvres in Zeiten des vielgesichtigen, mörderisch expandierenden Terrorismus ist offenkundig.«
Wolfgang Hädecke, Sächsische Zeitung, 4. Juni 2004

»Améry wiederlesend, ist man überwältigt von seinem Urvertrauen in die Sprache, von seiner hoch instrumentierten Rhetorik, von seinem graziösen Stil und vermutet, gerade die Differenziertheit und Verästelung seines Denkens, das Aufspüren immer neuer Paradoxien, die suchende Unrast nach Details und Nebenwegen, die immer auch das Systematische durchkreuzen, machten seine wirkliche Authentizität aus.«
Wilfried F. Schoeller, Die Zeit, 15. Januar 2004

»Es ist höchste Zeit, Améry gleichermaßen als Schriftsteller, als scharfsinnigem Zeitgenossen und kritischem Beobachter gesellschaftlicher Entwicklungen neue Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. ... Er verlor dabei die konkrete deutsche Geschichte nicht aus dem Blick. Améry präsentierte der philosophischen Hybris die nüchterne Rechnung der Aufklärung. Genau deshalb muss man ihn heute lesen.«
Jan Süselbeck, Die Tageszeitung, 2. Juni 2004

Pressestimmen zu Band 1

» Mit vielen Belegen und brillanten Überlegungen schließt die Herausgeberin den Kreis zwischen dem Erstling und dem Altersroman sichtbar.
Jürgen Altwegg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. November 2007

»Eine ebenso aufregende wie lohnende Lektüre ...«
Hans-Peter Kunisch, Literaturen, 06/2007

»Amérys lebenslanges Ressentiment, das sich in seiner Unversöhnlichkeit gegenüber Deutschland äußerte, bekommt durch die Lektüre dieses ganz erstaunlichen Erstlings einen noch viel bittereren Beigeschmack. Seine literarischen Versprechungen liegen auf der Hand und konnten nicht eingelöst werden. Tatsächlich, man müsste diesen Roman auch lesen, wenn er nicht von Jean Améry geschrieben worden wäre.«
Jürgen Altwegg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. März 2007

»"Die Schiffbrüchigen" sind mehr als nur ein (auto-)biographisches Mosaikstück und mehr als ein Zeitdokument. Der Roman zielt auf eine philosophisch verdichtete Gesamtschau intellektueller Lagen, die auch heute ihre Gültigkeit nicht verloren hat.«
Ulrike Baureithel, Der Tagesspiegel, 11. März 2007

»Alles hätte anders kommen können. Diese tragische Ahnung vermittelt die Lektüre dieses ergreifenden Romans.«
Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 24. Februar 2007

»Wer mit Jean Amérys bisherigem Werk nicht vertraut war und "Die Schiffbrüchigen" vielleicht eher ratlos zur Seite legt, wird dennoch nicht umhin können, die unerhörte Kraftanstrengung zu bewundern, mit der hier Beobachtungen artikuliert und Sätze gemeißelt werden.
Marko Martin, Kommune, 06/2007

»Vor 70 Jahren geschrieben, nun endlich zu lesen: Jean Amérys faszinierender, beklemmender Erstling: "Die Schiffbrüchigen". Der Roman, mit dem der als Essayist berühmt Gewordene literarisch begonnen hatte und von dem er niemals loskam, erscheint endlich als Buch. ... ein erstaunlicher, ein passagenweise mitreißender Roman, verblüffend schon dadurch, dass in ihm der ganze Améry enthalten ist; dass sich in ihm sogar jene Themen, die er später aus der Erfahrung von Haft und Folter fasste, auf geradezu rätselhafte Weise bereits im Voraus gestaltet finden; dass er den Grundkonflikten, die Améry 30 Jahre später essayistisch durchdringen wird, schon mit analytischer Schärfe wie gestalterischem Geschick auf den Grund geht.«
Karl-Markus Gauss, Die Presse, 17. März 2007

Pressestimmen zu Band 2

»... die drei grundlegenden autobiografischen Schriften ...«
Karl-Markus Gauss, Neue Zürcher Zeitung, 10. Juli 2004

»Dieser von Gerhard Scheit herausgegebene Band enthält auch eine Menge unbekannter Vorläufertexte, deren erste Notizen wohl noch im Lager entstanden sind. Übersichtlich wird die Arbeit an frühen Fassungen, der Prozess der Überarbeitung von 20 Jahren, der dem deutschen Essayisten Jean Améry vorausging.«
Wilfried F. Schoeller, Die Zeit, 15. Januar 2004

»Der Verlag Klett-Cotta würdigt Améry mit einer von Irene Hedelberger-Leonhard überaus gewissenhaft betreuten neunbändigen Gesamtausgabe, die sein Schaffen als Kulturkritiker und Romancier gleichrangig nebeneinander stellt. ... Alle drei Texte (von Band 2) machen deutlich, daß Amérys wegweisende Untersuchungen zur NS-Diktatur vom Gewicht der Arbeiten Hannah Arendts, Peter Weiss´oder Theodor W. Adornos sind. Anders als diese sperren sie sich jedoch gegen jeden Versuch einer Rationalisierung durch eine vorgegebene Theorie oder wissenschaftliche Methode, sei es Marxismus oder Totalitarismustheorie, Psychologie oder Geschichtswissenschaften.«
Jonathan Scheiner. Jüdische Allgemeine, 21. November 2002

»... deshalb sei hier lediglich festgehalten, dass diese verdienstvolle Edition, die bis 2006 abgeschlossen sein soll, für wesentliche Kapitel der neueren politischen Geschichte, der Literaturgeschichte und Rezeptionsästhetik und sozusagen der intellektuellen Mentalitätsgeschichte des 20. Jahrhunderts sich als ungewöhnliche Fundgrube erweist.«
Heinz Robert Schlette, Die Furche, Wien, 10. April 2003

Pressestimmen zu Band 3

»Améry verlangt viel von den Lesern, wenn sie ihm auf die existenzphänomenologischen Pfade der Folter, der Erniedrigung, des Suizids folgen sollen. Vielleicht haben ihm viele die Gefolgschaft gekündigt, weil sie fälschlicherweise denken, er schreibe nur über seine privaten Nöte. Dabei geht er radikal von sich aus, um den Menschen am Rande des Abgrunds zu begreifen.«
Oliver Müller, Berliner Zeitung, 18. Juli 2005

»Man muß dieses ernste Buch aber zweimal lesen, und dann zeigt sich, daß es auf viele seiner komplizierten Fragen verblüffend einfache Antworten gibt. Wer nicht altern will, soll jung sterben, heißt eine, und die andere heißt: Er soll jung bleiben.«
Claudius Seidl, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Juni 2005

Pressestimmen zu Band 4

»Das schmale Werk enthält einen der furiosesten Windmühlenkämpfe der jüngeren Literaturgeschichte: Améry rannte darin - als Erzähler - gegen den Roman "Madame Bovary" an, und er forderte zugleich - als Kritiker und Essayist - den großen Gustave Flaubert in die Schranken eines Pozesses. Améry war in diesem Prozess Ankläger, Revisionsanwalt und Kronzeuge in Personalunion. ... Kesting hat nicht nur ein Umfangreiches, informatives Nachwort verfasst, er hat zugleich die Entstehungsgeschicht des Buches umfassend dokumentiert.«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 23. November 2006

Pressestimmen zu Band 5

»In den bisher erschienen Bänden der Werkausgabe ... ist fünfundzwanzig Jahre nach seinem Tod ein Autor zu entdecken, der sich in jedem seiner Texte als genau jener Schriftsteller erweist, der er zu sein beanspruchte: als ein Schriftsteller, der den literarischen Grossrichtern seiner Zeit insofern voraus war, als er souverän die Grenzen der Gattungen überschreitet, vom luziden Argumentieren zum dichterischen Evozieren wechselt, von der beissenden Satire zur einfühlenden Deutung ... «
Karl-Markus Gauss, Neue Zürcher Zeitung, 10. Juli 2004

»Die literarturanalytischen Texte ergeben ein Porträt des Lesers, der sich mit Witz und Leidenschaft, nicht ohne linke Romantik, seine Texte erwirbt, der nicht in der hochfahrenden Geste des Bildungsbürgers darüber verfügt. Er schneidet sich die Bücher für seine Existenz zurecht, vor allem Marcel Proust, Heinrich und Thomas Mann, erwirbt sich einen persönlichen Kanon ...«
Wilfried F. Schoeller, Die Zeit, 15. Januar 2004

»Dieses Grauen: dass das Alte noch da ist und nicht loslässt und dass es dennoch niemals einen gesicherten Besitz begründet - und dann die Erlösung, diesen Sachverhalt gültig gestaltet zu finden: es ist das zentrale literarische Erlebnis des Jean Améry.«
Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung, 20. Dezember 2003

Pressestimmen zu Band 6

»Bis zuletzt erinnerte er beharrlich an die Möglichkeit unüberwindlichen subjektiven Leids, während das postmoderne Denken zusehends davon zu abstrahieren begann. Er verlor dabei die konkrete deutsche Geschichte nicht aus dem Blick. Améry präsentierte der philosophischen Hybris die nüchterne Rechnung der Aufklärung. Genau deshalb muss man ihn heute wieder lesen.«
Jan Süselbeck, literaturkritik.de, Juni 2004

»Dem streitbaren Humanisten Jean Améry wird 25 Jahre nach seinem Tod endlich eine Werkausgabe zuteil. Seine wieder aufgelegten Texte lesen sich so frisch, als seien sie für unsere heutigen Debatten geschrieben. ... Die auf neun Bände geplante Werkausgabe ist nicht hoch und laut genug zu preisen. ... Hier sind sie nun. Und "Mein Gott, ist das gut", möchte man immer wieder ausrufen.«
Fritz J. Raddatz, Die Welt, 24. April 2004
Klett-Cotta 9 Bände, verschweißt
6219 Seiten, alle Bände gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen
ISBN: 978-3-608-93945-3

Jean Améry

Jean Améry, im Oktober 1912 als Hans Mayer in Wien geboren, zählt zu den bedeutendsten europäischen Intellektuellen der sechziger und siebziger Jahre....

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Jenseits von Schuld und Sühne

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