Geschichtliche Grundbegriffe. Band 1 - 8/2

Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland
Buchdeckel „978-3-608-91500-6
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Das achtbändige Lexikon »Geschichtliche Grundbegriffe« (Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland. Hrsg. von Otto Brunner, Werner Conze und Reinhart Koselleck, 1972 - 1997) gilt als eines der international bedeutendsten interdisziplinären Standardwerke zur Geschichte historischer Begriffe.

Führende Wissenschaftler vieler Fakultäten (u. a. Ernst-Wolfgang Böckenförde, Hans Ulrich Gumbrecht, Reinhart Koselleck, Christian Meier) untersuchen die zentralen Leitbegriffe der politisch-sozialen Welt: die tradierten vorrevolutionären Termini wie »Gesellschaft« und »Staat« oder die Neologismen wie »Kommunismus«, »Faschismus«oder »Antisemitismus« und schließlich die erst in und durch die Moderne zu Begriffen aufrückenden Vokabeln wie »Klasse«, »Bedürfnis«, »Fortschritt«und »Geschichte«.
Dabei werden die weit über 100 ausgewählten Termini darauf befragt, wie sie sich im Laufe der Französischen und der Industriellen Revolution zu politisch-sozialen Leitbegriffen auskristallisieren und unser heutiges historisches Bewußtsein durchdringen konnten. Ja, man könnte so weit gehen, ohne diese Schlüsselbegriffe der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Organisation gebe es kein Geschichtsverständnis im modernen Sinn. Denn die leitende Prämisse der »Geschichtlichen Grundbegriffe« lautet: Geschichte schlägt sich in bestimmten Begriffen nieder und wird in ihnen überhaupt erst zur Geschichte.

Das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung zusammengestellt in 8 Bänden.
Das Lexikon »Geschichtliche Grundbegriffe« untersucht historisch-kritisch in 20- bis 60-seitigen Artikeln Leitbegriffe der politischen und sozialen Welt und fragt nach der Entstehung ihres neuzeitlichen Sinngehalts.

Die behandelten Begriffe
• Zentrale Begriffe aus Geschichte, Philosophie, Jurisprudenz und Ökonomie
• Zentrale Verfassungsbegriffe Leitbegriffe und Schlagworte politischer Bewegungen
• Schlüsselworte aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
• Kernbegriffe aus der Arbeitswelt

Ein einzigartiges Standardwerk
Das Gesamtwerk behandelt vorwiegend den Zeitraum von etwa 1700 bis an die Schwelle unserer Gegenwart. Dabei gehen die Autoren bis in die Antike, ins Mittelalter, in die Renaissance, Reformation und den Humanismus zurück. Das Lexikon berücksichtigt die soziale Reichweite des Sprachgebrauchs, seine schichtenspezifische Verwendung, die sozial bindende und prägende Kraft der Begriffe, ihre politische und polemische Verwendung und schließlich die Absicht der Sprachsteuerung und deren Erfolge.

Von der Begriffs- zur Sozialgeschichte
Bei der Analyse solcher Phänomene wird die Begriffsgeschichte zur Sozialgeschichte. Dadurch unterscheidet sich dieses Lexikon sowohl von philosophischen als auch von rein philologischen Unternehmen ähnlicher Art.

Die Registerbände enthalten einen siebensprachigen Index, in dem nicht nur die Stichworte der Artikel, sondern auch die Ausdrücke verzeichnet sind, die im Lexikon behandelt werden, außerdem ein Namensregister, ein Autorenregister, ein Verzeichnis der Rechtstexte sowie einen Bibelstellennachweis.

Ein einzigartiges Nachschlagewerk in einer einmaligen Sonderausgabe.

Leseprobe
Aus der Einleitung zum Begriff »Ideologie«

»Der Ideologiebegriff gehört nicht zu jenen Begriffen, deren Ursprung und erste Entwicklungsphase bereits vor der Neugestaltung des alteuropäischen politisch-sozialen Begriffs- und Kategoriesystems liegt. Charakteristisch für ihn ist vielmehr, daß er in der Zeit dieses Umbruchs und ihrer tiefgreifendsten historischen Umwälzung, der Französischen Revolution, geprägt wurde. Dabei hatten seine Schöpfer, die sog. französischen Ideologen, nur den Namen für eine neue, von ihnen entworfene Wissenschaft bilden wollen. Daß der Ideologiebegriff dann seinen philosophisch- unpolitischen Sinn verlor und zu einem polemisch verwendeten Schlagwort wurde, verdankt er Napoleon und der politischen Publizistik, vor allem der ersten Hälfte des 19. Jh. Dort wird er zu einem Kampfbegriff in verbalpolitischen Auseinandersetzungen, als der er mindestens zum Teil bis heute bekannt ist. Von dort übernehmen ihn auch Marx und Engels und geben ihm eine spezifische Bedeutung ...«
»Jetzt bringt der Verlag dankenswerterweise eine broschierte
Ausgabe heraus, die den Krimi der "Geschichtlichen Grundbegriffe" zu
jedermanns Hausschatz macht.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.12.2004
Klett-Cotta 2004, 9 Bände, broschiert im Schmuckschuber
9108 Seiten,
ISBN: 978-3-608-91500-6

Otto Brunner

Werner Conze

Reinhart Koselleck

Weitere Bücher von Otto Brunner(als Herausgeber)

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Bürgerschaft

Rezeption und Innovation der Begrifflichkeit vom Hohen Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert


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