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Du liebst mich, du liebst mich nicht

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Komisch und teilnahmsvoll beschreibt Jonathan Lethem in dieser romantischen Farce die Paradoxien der Liebe, die sich zwischen den Mitgliedern einer aufstrebenden Rockband in Los Angeles abspielen. Der Roman handelt von geistigem Eigentum und seelischer Abhängigkeit, mit einem leisen Anklang an den Sommernachtstraum, der die Bandbreite Jonathan Lethems eindrucksvoll vor Augen führt.

Lucinda verbringt täglich acht Stunden damit, bei einer Nörgel-Hotline anonymen Anrufern zuzuhören. Ein Dauerkunde, der nur mit ihr sprechen will, zieht sie mit seinen Grübeleien und Selbstreflexionen in den Bann. Lucinda und der Nörgler arrangieren ein Treffen und verlieben sich heftig. Nebenbei spielt sie Bass in einer Band, deren Leadsänger Matthew, ein verwirrter junger Mann, vor kurzem ein depressives Känguru gekidnappt hat, um es von seinem Ennui zu befreien. Bedwin, der geniale Texter der Band, leidet dagegen unter einer Schreibblockade, weshalb ihn Lucinda mit einigen der philosophischen Überlegungen des Nörglers »versorgt«. Als Bedwin diese in brillante Songs umsetzt, steht die Band kurz vor dem Durchbruch. Das einzige Problem ist der Nörgler. Er besteht darauf in die Band aufgenommen zu werden - mit verheerenden Konsequenzen für alle.
Ein subversiver Roman über Oberflächlichkeit und Tiefe in der Liebe.

Pressestimmen

»Man staune: Lethem hat eine leichte, witzige, romantische Farce verfasst - ein Buch wie von Nick Hornby.« Focus
 
»'Du liebst mich, du liebst mich nicht' ist ein Roman über die Verkettung des Begehrens und die Vervielfältigung der Urheberschaft. Über Tauschprinzip und Lustvertrieb. Ein denkbar angenehmer Zeitvertreib.« Die Zeit

»Schnell und virtuos wird das erzählt, wechselnd zwischen Cabriofahrten in der Sonne und übelsten emotionalen Abstürzen, mit leichter Hand werden echte Gefühle gegen die Scheinhaftigkeit ihrer Inszenierungen ausgespielt - und obwohl Lethem kein Hehl aus dem Scheitern aller Ambitionen macht, ist für alle Beteiligten, einschliesslich des Lesers, das zeitweilig gesteigerte Lebensgefühl die unausweichliche Enttäuschung wert. Denn eine große Erwartung ist bekanntlich meist erregegender als ihre Erfüllung .« Neue Zürcher Zeitung

»Man staune: Lethem hat eine leichte, witzige, romantische Farce verfasst - ein Buch wie von Nick Hornby.« Focus
 
»'Du liebst mich, du liebst mich nicht' ist ein Roman über die Verkettung des Begehrens und die Vervielfältigung der Urheberschaft. Über Tauschprinzip und Lustvertrieb. Ein denkbar angenehmer Zeitvertreib.« Die Zeit
 
»Man lacht, leidet und lernt, dass die Liebe vieles verträgt, nur kein ständiges Hinterfragtwerden.« Glamour
 
»Jonathan Lethem lässt eine Gesellschaft auftreten, die durch fortwährende Gefühlswirren kräftig durcheinander gerät. Sein Buch ist ein zeitgenössischer Sommernachtstraum zwischen Partnertausch und unbedingter Liebe.« 3Sat Kulturzeit
 
»Ein fröhliches, ein durchgeknalltes Sommerbuch - und wem es zu leichtes Gepäck ist, dem seien die Worte des Nörglers empfohlen: Es gibt keine Tiefe ohne Oberfläche.« Neon
 
»Schnell und virtuos wird das erzählt, wechselnd zwischen Cabriofahrten in der Sonne und übelsten emotionalen Abstürzen, mit leichter Hand werden echte Gefühle gegen die Scheinhaftigkeit ihrer Inszenierungen ausgespielt - und obwohl Lethem kein Hehl aus dem Scheitern aller Ambitionen macht, ist für alle Beteiligten, einschliesslich des Lesers, das zeitweilig gesteigerte Lebensgefühl die unausweichliche Enttäuschung wert. Denn eine große Erwartung ist bekanntlich meist erregegender als ihre Erfüllung .« Neue Zürcher Zeitung
 
»Ein Meister der Mischung von Stilen und Genres ist der Schriftsteller Jonathan Lethem.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
 
»Im Fake sucht Lethem letztlich doch nach dem Wahren; im Pop nach der Transzendenz. Im folgenlosen Akt der Gründung einer mittelmäßigen Rock-band dechiffriert er die Zeichen der Ewigkeit, die in allem menschlichen Kunstwollen sind. In einer Nanosekunde entfesselt er alle Selbstwidersprüche des künstlerischen Prozessess, die - wenn man sie nur lange genug unkontrolliert dahintreiben lässt - unweigerlich zur Selbstzerstörung führen.« Berliner Zeitung
 
»Es gibt keine Tiefe ohne Oberfläche, lautet einer von Carls Sprüchen - und dieser Slogan ist das geheime Leitmotiv für die Fassaden-Ästhetik des kleinen Romans, der sich im Glanz seiner Oberflächen spiegelt und hinter brillant wortkargen Dialogen die heimliche Misere halb-begabter Künstler versteckt, die es nicht geschafft haben und ihre Jugend schwinden fühlen.« Literaturen
»Lethem schafft es, sogar Absonderlichkeiten durch unauffälige Übergänge zwischen normal und verrückt nicht etwa lächerlich wirken zu lassen, sondern als Grenzerfahrungen menschlichen Handelns darzustellen.« Süddeutsche Zeitung
 
»'Du liebst mich, du liebst mich nicht' charakterisiert treffend das Leben in der Warteschleife - mit allen Tücken und Chancen - und ist zudem ein Statement für die absolute Freiheit der Kunst.« Hamburger Morgenpost
 
»Tatsächlich ist das Buch vor allem eine leichtgägnige, verspielte Komödie, es geht um die zwischenmenschlichen Wirren in einer Indie-Rockband aus Los Angeles. Doch so unterhaltsam, bisweilen, bisweilen albern und leicht konsumierbar die aus Perspektive der Bassistin Lucinda erzählte Geschichte einer anfangs noch namenlosen Band daherkommt - beschäftigt man sich etwas ausführlicher mit Lethems jüngsten Projekten, scheint ein zentrales Motiv dem Autor sehr am Herzen zu liegen.« zitty
 
»All das schreibt Lethem in einer berührenden Sprache auf: Es sind nicht nur einfach schon klingende Sätze, es ist moderne Prosa reinsten Wassers, an der sich Sprach- und Metapher-Fans ergötzen können.« Galore
 
»Du liebst mich, du liebst mich nicht ist auf den ersten Blick ein kleines, unkompliziertes, dahingetupftes Ding von einem Buch, so entzückend und leicht zu haben wie seine Hauptfigur, eine junge Frau namens Lucinda.« Frankfurter Rundschau
 
»Jonathan Lethem ist eine One-Man-Band, deren Groove sich keiner entziehen kann.« Schweizer Illustrierte
 
»'Du liebst mich, du liebst mich nicht' ist ein rundum unterhaltsamer Roman über große Träume, die scheitern, ohne dass am Ende die Welt untergeht.« HR 1
 
»Lethems Figuren driften durch ihr Leben in Los Angeles - ohne konkretes Ziel, zwischen Melancholie und Euphorie. Und als Leser driftet man sehr, sehr gerne mit.« Kölner Express
 
»Jonathan Lethem beweist diesmal sein komödiantisches Talent: Rasant, frivol und höchst komisch schreibt er vom Leben in Los Angeles.« Prinz
 
»Sommerhit der Saison.« MDR Jump

»Kultstory vom Kultautor!« young
 
»'Du liebst mich, du liebst mich nicht' ist ein Buch, das goldene Fäden um einen kurzen, magischen Moment spinnt, wie ihn jeder einmal erlebt hat oder zu erleben hofft .« Der Tagesspiegel
 
»Jonathan Lethem erweist sich wieder einmal als großartiger Puppenspieler: er erfindet Figuren - markant, unterhaltsam und unverkennbar - die man allesamt gerne kennenlernen würde oder eben: keinesfalls kennenlernen möchte .« ORF FM4
Leseprobe
Der Nörgler leerte genüsslich sein Bier und stellte die Flasche beiseite.
»Einen Moment«, sagte er und zog eine Streichholzschachtel aus der Brusttasche. Er schob sie auf, holte einen eng gerollten Joint hervor und zündete ihn an.
»Es ist folgendermaßen«, fuhr er fort, während er seinen ersten walfischartigen Zug machte und den Rauch wieder ausstieß. »Ich habe in den letzten Tage viel darüber nachgedacht. Es hat mich ganz schön durcheinandergebracht. Dass ihr meine Songs singt, meine ich .«
»Deine Songs ?« , fragte Denise erstaunt. Lucinda war wie vor den Kopf gestoßen, konnte nichts sagen.
»Meine kleinen Kritzeleien, meine ersten Entwürfe.« Er reichte Lucinda den Joint. »Meine Nörgeleien, wie auch immer ihr sie nennen wollt. Du hast sie bei unseren Telefonaten mitgeschrieben, nicht wahr ?«
Lucinda nickte hypnotisiert. Carl erhob Anspruch auf die Band. Sie konnte ihm schlecht widersprechen. Überall wo sie festen Boden wähnte, war Land unter, das Wasser stand ihr schon bis zu den Knien oder höher. Doch in Wahrheit konnte er von ihr haben, was er wollte. Das lag in der Natur ihrer Entdeckung, ihrer merkwürdigen neuen Liebe. Mehr noch, das Ausmaß ihrer Unterwürfigkeit schloss auch Denise ein. Sie war bloß neugierig, was der Nörgler mit Denise anstellen würde.
Tropen Roman Deutsch von Michael Zöllner
256 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50098-1
autor_portrait

Jonathan Lethem

Jonathan Lethem, geboren 1964 in New York, hat bisher sieben Romane veröffentlicht, darunter die New-York-Romane »Motherless Brooklyn« und »Die...

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