Heilige der Trümmer

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Gerald Samper hat genug vom Schreiben erstklassiger Biographien über drittklassige Sportler. Nachdem auch noch sein Haus in der Toskana zerstört ist, wendet er sich einer ihm angemesseneren Kunstform zu: einer Oper über Lady Di. Ein neuer Hamilton-Paterson, wie seine Fans ihn lieben: sarkastisch, witzig und originell.

Der Erfolg seiner neuesten kulinarischen Invention ist fraglich: Nach dem Genuss einer Feldmaus-Vorspeise verstirbt ein britischer Adliger bei einem Dinner im Freundeskreis. Grund genug für Gerald Samper, von Beruf Ghostwriter, sich beleidigt in die Toskana zurückzuziehen. Wo einst sein Haus stand, das einem Erdrutsch zum Opfer fiel. Dort widmet er sich nicht nur dem Libretto einer Oper, sondern ebenso hingebungsvoll der Vermarktung eines aufblühenden Lady-Diana-Kultes. Auch im dritten Teil der Samper-Reihe gelingt Hamilton-Paterson eine rabenschwarze Komödie über launische Künstler, moderne Heilige und fragwürdiges Essen. Und nichts für schwache Nerven.

Leseprobe
So betrüblich es ist, mit ansehen zu müssen, wie das eigene Haus im Morgengrauen buchstäblich über die Kante geht, kann ich doch nicht leugnen, dass in der dabei aufstiebenden Wolke schwarzer Gedanken auch ein Fünkchen Euphorie glimmt wie nach dem Tod eines Elternteils oder einer besseren Hälfte. Das ist zum Teil die verständliche Erleichterung dar über, dass man sich zu dem Zeitpunkt nicht im Haus aufgehalten hat. Aber es gibt noch einen anderen Teil. Könnte man gar von einer perversen Befriedigung sprechen? Wie sehr jedoch kann es einen normalen Menschen befriedigen, sein innig geliebtes Heim, das er sich mit einem solchen Aufwand an gutem Geschmack und genialem Erfindungsgeist geschaffen hat (von Zeit, Geld und Arbeit gar nicht zu reden), binnen weniger Sekunden in Schutt und Asche versinken zu sehen? Zweifellos gar nicht, zumal wenn sich der normale Mensch in der Opferrolle des gebrochenen Hausbesitzers wiederfindet, der nicht einmal die Türklinke zurückbehält. Kleider, Bücher, Akten, Briefe, CDs, ein furzender Teddy namens Pupsbär, ein Leben - seinen Händen entrissen und als wertloser Plunder in den Abgrund geschleudert, um dort von Wildschweinen und Bussarden kritisch gesichtet zu werden, selbstredend auch von italienischen Jägern.
Nun ja. Die seismischen Risiken eines Lebens in der Toskana. Hohläugig, unausgeschlafen und unrasiert bot ich alles andere als den üblichen adretten und gepflegten Anblick, als Virgilio, mein Freund bei den Carabinieri, am folgenden Tag einen Hubschrauber kommen ließ, der mit mir über den Schauplatz des Geschehens flog. Der Eindruck war derselbe wie im Fernsehen, wenn sie Nachrichtenbilder von Millionärsvillen in kalifornischen Canyons nach einem Erdrutsch zeigen. Eine lange bleiche Narbe an einem steilen bewaldeten Hang; ein abgekippter Teil des Daches, der etwas von einem schlampig aufgestellten Zelt aus Ziegeln hatte; allerlei unidentifizierbarer Bruch über die Felsen verteilt. (Ha! Selbst Millionäre sind nicht gegen Katastrophen gefeit, die Schweine!) Wir gingen noch tiefer und flogen eine weitere gemächliche Runde, und ich erspähte das gestauchte graue Hinterteil meines Toyota Avensis - oder Via Ness (der Weg zum Loch), wenn Sie meine Schwäche für Anagramme teilen -, das aus der aufgewühlten Erde ragte wie eine breitgeschlagene Felsnase.
»Madonna cara!«, sagte der Pilot über den Bordfunk. »Wie haben Sie es geschafft, alle noch rechtzeitig rauszukommen? Ein Wunder, dass niemand ums Leben gekommen ist.«
Ich musste ihm zustimmen: Bei Tageslicht von oben besehen war es ziemlich unwahrscheinlich, dass wir alle unverletzt davongekommen waren. Ein riesiges Stück Berg war weggebrochen. Das Wiesen- und Waldstück, das einen cordon sanitaire zwischen meinem Haus und Martas gebildet hatte, endete jetzt an der Abbruchkante einer schroffen Steilwand. Weil Winter war und nur die Krüppeleichen noch ein paar welke braune Blätter hatten, konnte ich zwischen den Bäumen den soliden Zaun erkennen, den ich einst zur Abgrenzung meines Grundstücks aufgestellt hatte. Höchstens zwanzig Meter trennten ihn noch von der Kante.
»Über Sie hat die heilige Madonna gewacht«, sagte der Kopilot in sein Mikrophon. »Sehen Sie? Sie beschützt sogar Ausländer.«
»Es sieht so aus.« Selbst in meinen eigenen Kopfhörern klang meine skeptische Stimme körperlos. »Wir in England haben dafür allerdings la Diana. Sie wissen schon - die Fürstin von Wales. Sie ist unsere Madonna. Wahrscheinlich war sie es, die uns gerettet hat.«
»Sie hatte phänomenale Beine«, sagte der Pilot bedauernd. »Eine Tragödie.«
Ich wollte gerade meine nur so dahingesagte ironische Bemerkung weiter ausspinnen, als unser Pilot ein rasches Ausweichmanöver machen musste, um nicht mit einem zweiten Helikopter zusammenzustoßen, dessen Insassen, wohl von einem lokalen Nachrichtensender, eigens gekommen waren, um sich mit langen Objektiven an den Trümmern zu weiden. Die Polizisten in meinem Hubschrauber zogen es in Betracht, einen Posten aufzustellen, der Plünderer abschrecken sollte. Es schien mich gar nicht zu betreffen. Die weltliche Habe irgendeines Unglücksraben, aber nicht mehr meine.
Denn mit einem Mal war mir das alles egal geworden. Als wir schließlich landeten, hatte ich zu meiner Überraschung entdeckt, dass ich kein Inter esse mehr dar an hatte, die Einzelteile dieses Lebens mühsam wieder zusammenzusetzen. Mir lag überhaupt nichts dar an, mit Baggern danach zu wühlen, nicht einmal nach dem wohl ramponierten, aber widerstandsfähigen Aktenschrank, der zweifellos immer noch meine sämtlichen Versicherungsunterlagen, meinen Pass, meinen Permesso di soggiorno und ein Fläschchen Poppers der Marke Kix enthielt, das Adrian mir mitgebracht und das ich vergessen hatte, in die Gefriertruhe zu tun. Plötzlich war ich staatenlos, ausweislos, hatte nichts mehr zu versichern, da mir von meiner früheren Existenz nichts von Wert geblieben war. Es war mir egal, ob Fledderer die Platin-CD von Alien Pie fanden, die der kahlköpfige Boyband-Leader Nanty Riah mir wenige Stunden vor dem Untergang des Hauses Samper als Gegengabe für den Namen seiner Band geschenkt hatte. Und wer danach buddeln mochte, durfte meinethalben auch gern meine lieblos gemachte, aber signierte Picasso-Lithographie und meinen handgeschriebenen Brief von Oscar Wilde mitnehmen (drei ungehaltene Zeilen wegen eines Zigarettenetuis an Messrs. Thornhill, Walter & Co., 144 New Bond Street). Ich wollte das alles nicht mehr. Es ging mir beim Aussteigen sogar durch den Kopf, mir die Kleider vom Leib zu reißen und splitternackt in die Welt hin auszuspazieren, ein fünfzig Jahre und einen Tag alter wiedergeborener Atheist. Was mich abhielt, war mein natürliches Schamgefühl und die Furcht, meine Unterhose könnte Spuren des Traumas der Vornacht aufweisen. Außerdem war es unwahrscheinlich, dass sich den noch auf dem Hubschrauberlandeplatz in Pisa her umstehenden Carabinieri der metaphorische Hintersinn der Geste erschloss. Blind und taub für die Poesie des Abschieds, wie sie waren, hätten sie sich eher veranlasst gesehen, mich zur Beobachtung in eine geschlossene Anstalt einzuweisen. (Der arme Maestro! Ist ja verständlich: der furchtbare Schock und lo stress.)
Ich frage mich inzwischen, ob ich meine einstige Wirkungsstätte je wieder aufsuchen werde - sagen wir, in einem Jahr -, wie Thomas Hardy es in einem ähnlichen Fall in seinem Gedicht »Where the Picnic Was« beschreibt. Ich darf sagen, dass mein fünfzigster Geburtstag, ehe geophysikalische Umstände für einen schroffen Abbruch sorgten, erheblich besser war als jedes Picknick. Hardy erwähnt nicht, was sich seine kleine Schar über ihrem Holzfeuer aufkochte: womöglich eine kümmerliche Restepfanne oder bloß einen Kessel Wasser für den grausigen britischen Aufguss von getrockneten Blättern. Doch was es auch gewesen sein mag, es konnte sich bestimmt nicht mit dem superben Dachsfilet Wellington farciert mit Jagdhundpastete und ein paar psychotropen Pilzen vergleichen, das ich meinen Freunden servierte und das uns alle in solch einen denkwürdigen Zustand entspannter Kameraderie versetzte. Aber werde ich in einem Jahr noch die genaue Stelle wiedererkennen können, wie Hardy die seine an den verkohlten Stockresten erkannte? Oder wird der undurchdringliche toskanische cespuglio aus Ginster, Wacholder und Brombeeren längst den zerfurchten Hang überwachsen haben? Und werde ich wie der Dichter trübsinnig dem anschließenden Auseinanderlaufen der Freundesschar nachsinnieren, die sich an jenem Schicksalsabend um mein Feuer versammelt hatte?
Bis jetzt hat es kein großes Auseinanderlaufen gegeben und hat auch keiner von uns »die Augen für immer geschlossen«. Wenige Tage dar auf ging es mir wie einem afrikanischen Findelkind, das von einem Hollywoodsternchen zum Fototermin hochgerissen und abgeknuddelt wird, denn ich wurde von dem weltberühmten Dirigenten Max Christ und dem Meeresforscher Adrian Jestico, seinem Schwager und meinem Lebensgefährten, gewaltsam nach Suffolk entführt. In Christs frisch renoviertem Haus Crendlesham Hall wurde ich in einer ansprechend möblierten Dachgeschosswohnung mit einem squashplatzgroßen Himmelbett einquartiert und geheißen, wieder zu mir zu finden. Damit bin ich so gut wie fertig. In der Zwischenzeit hat Adrian sein ruhmreiches Wirken am Britischen Ozeanographischen Institut in Southampton ( BOIS ) fortgesetzt und ist dieser Tage ein häufiger Besucher der Hall, wo er seiner Schwester Jennifer Gesellschaft leistet, wenn Max auf Tournee ist, und Onkeldienste für Josh versieht, ihren sechsjährigen Sohn. Er kommt auch meinetwegen, und nicht nur als guter Freund. In manchen Nächten lässt Adrian mich auf dem daunengedeckten Squashplatz mit seiner überlegenen Kondition und seinem druckvollen Spiel richtig alt aussehen. Kurz und gut, die Situation ist unsäglich familiär, und ich muss hier weg. Gerald Samper ist nicht dafür geschaffen, sich wie eine Odaliske auf fremden Betten zu rekeln.
Von den anderen Gästen bei der besagten unterbrochenen Geburtstagsfeier ist es meine Nachbarin Marta, die mich am meisten beschäftigt, und wie üblich, indem sie mich ärgert. Seit ihrer überraschenden Rückkehr aus Amerika am Abend dieses denkwürdigen Festessens hat die woinowische Schrulle wieder tapfer die Stellung in ihrer tristen Bruchbude am Rand der Kastanienwälder in Le Roccie bezogen. Ich sage tapfer, weil ihr Haus nunmehr das einsame Überbleibsel unserer apen ninischen Felsenburg über Viareggio ist. Leider ist Martas Butze - alle Freunde ausgleichender Gerechtigkeit werden es bedauern - immer noch gute hundert Meter von der Abbruchkante entfernt, wo das Essen stattfand, und damit sie in ihren wohlverdienten Untergang stürzt, müsste sich die höhere Gewalt ziemlich ins Zeug legen. Glauben Sie ja nicht, ich würde die Ironie nicht bemerken: Die nervtötende Nachbarin, die immer meine Einsamkeit störte (aber deren Haus ich in ihrer Abwesenheit hingebungsvoll hütete), ist jetzt im triumphalen Alleinbesitz des ganzen Flecks, während mein ungleich würdigeres Heim tief unten im Wald verstreut liegt wie ein Haufen ausgekippter Legobausteine. Das ist eine kosmische Ungerechtigkeit, gegen die etwas unternommen werden muss. Allein bei dem Gedanken, dass diese müffelnde Kreatur am Ende dort oben das Szepter schwingt und auf diesem Warschauer-Pakt-Klavier ihre Filmmelodien herunterhämmert, kommt mir die Galle hoch. Womit hätte Marta es je verdient, verschont zu werden? Fast ein ganzes Jahr lang hat sie ihr Haus einfach im Stich gelassen, und ich habe mich seiner nur deswegen erbarmt, weil ich dachte, seine bejammerns werte Besitzerin wäre zu outgesourcten Verhören nach Polen oder Syrien oder weiß Gott wohin verschleppt worden wie so viele andere Opfer des gängigen Folterexports. Ich mochte mir nicht vorstellen, wie Marta an ihren ungewaschenen Daumen von der Decke hing, von elektrischen Viehknüppeln traktiert. Dabei war sie bloß die ganze Zeit irgendwo in Amerika mit ihrer Musik zugange, ohne einen Gedanken dar an, sich bei ihrem treuen Nachbarn zu melden, und sei es nur mit einer kurzen SMS , um ein Lebenszeichen zu geben und anzufragen, ob ich wohl so gut wäre, ein Auge auf Haus und Grund zu haben; als wohlerzogener Mensch hatte ich das ohnehin. Irgendwann kam sie dann angetingelt, und siehe da, Stunden später war sie die alleinige Bewohnerin von Le Roccie. Meine frömmlerische Stiefmutter Laura hat häufig maulend zu wissen begehrt, warum der Herr es zulässt, dass die Frevler vom Glück begünstigt werden. Wie ich höre, hat sie damit den Psal misten plagiiert, aber dieses eine Mal kann ich ihr nicht widersprechen.
Unterdessen hat die Heilwirkung von Grappa laudanum und bitteren Gedanken meinen normalen Gemütszustand nahezu wiederhergestellt. Wenn ich jetzt durch die warmen Wohngefilde von Crendlesham Hall streife, während alle andern ausgeflogen sind, verspüre ich mitunter unverkennbar das erste leise Zucken der Langeweile. Die leere Wochentagsschale eines normalerweise quirligen Familienhauses hat etwas, das - wenn ein Strahl der trüben Februarsonne auf den noch hängenden Gammel des Weihnachtsschmucks fällt - eine melancholische Miesepetrigkeit erzeugt. In der Küche ächzt der Wasserkessel auf dem Aga-Herd, die Katze Luna lümmelt in dem einzigen bequemen Sessel, den sie sich mit mehreren von Joshs Gummidinos und einer Transformer-Figur teilt. Ich stehe am Fenster und beobachte das ziellose Flattern winterlicher Kiebitze am grauen Himmel von Suffolk. An der Wand hängt eine von diesen weißen Bürotafeln, deren Filzerkrakel und kleine Merkzettel an Kühlschrankma gneten vom Leben anderer Leute künden: »Josh Zahnarzt Di 11: 30«, »Elektriker Freitag«, »Max Berlin 5.-8.«, »Sarahs Geb. 15.«. Eine bekannte Wehmut kommt auf, die zwischen Neid und Abscheu schwankt.
Zudem kann ich nach zwei Monaten England nicht darüber hinwegsehen, wie sehr ich mit meiner heimischen Kultur über Kreuz liege. Einzig dank meines natürlichen guten Benehmens vermag ich an mich zu halten, wenn ich genau die Greuel, die mich vor so vielen Jahren aus meinem Geburtsland vertrieben haben, wieder aus nächster Nähe erlebe. Jennifer hat mir oft zugeredet, sie tagsüber auf ihren Kurzausflügen in die Welt zu begleiten, zweifellos in der Absicht, mich »auf andere Gedanken zu bringen«. Diese Einladungen sind gut gemeint; doch es liegt in der Natur von Bestrebungen, Leute aufzuheitern, dass sie bloß allseits Muffund schlechte Laune verbreiten. Joshs Kindergärtnerin, die wahrscheinlich strafrechtlich verfolgt gehört, hat ihm offensichtlich per Gehirnwäsche eingeimpft, dass jeder Haushalt ein Vogelhäuschen haben sollte. Also begaben wir uns eines Morgens zum Kauf eines Vogelhäuschens in ein Gartencenter im wenige Meilen entfernten Peasewold St. Phocas. Eine rustikale Tafel am Eingang klärte uns dar über auf, dass St. Phokas der Schutzheilige der Gärtner ist, wir wandelten also im Prinzip auf heiligem Grund. Das hätten wir allerdings auch so gewusst, denn Gartencenter sind die neuen Kathedralen des säkularen Zeitalters, verbinden sie doch den religiösen Ritus des Shoppens aufs schönste mit ökologischer Korrektheit. Das Großartige an Le Roccie (und wie die Tränen mir in die Augen schießen, wenn ich an mein verlorenes Paradies denke!) war, dass es dort keinen Garten gab. Es war ein Adlerhorst an einem Berg. Wer braucht einen Garten? Blöde bourgeoise Spielereien. Postindustrielle Versuche, sich in eine abgelebte Version englischer Schäferidyllen einzukaufen.
Gemeinsam entschieden sich Jennifer und Josh für ein Ding an einer Stange, das eher ein Vogelmotel als ein Vogelhäuschen war. Es hatte Wände und ein Satteldach und war von oben bis unten mit Sperrholzkonturen von Rotkehlchen und Drosseln beklebt, für den Fall, dass diese bloß ideogrammatisch gebildeten Vögel zu doof waren, um das ihnen zugedachte Futter zu erkennen. Josh bemerkte, wenn es ein richtiges Haus wäre, müsste innen ein Vogelbad mit einer Vogelwanne und auch einem Vogelklo sein, wo die Vögel Aa machen konnten. Er und ich blieben etwas zurück und führten ein kurzes spekulatives Gespräch dar über, ob Vögel vor einem Bad ihr Federkleid ausziehen sollten, doch die laute anatomische Detailerörterung, in die er sich begab, zog die nur ihm willkommene Aufmerksamkeit anderer Kunden auf sich, und ich beeilte mich, seine Mutter einzuholen, die ihren Einkaufswagen gerade in die riesige Halle mit Ökokinkerlitzchen schob, mit denen das Gartencenter seinen wirklichen Reibach zu machen schien. Sie war rappelvoll von Produkten, die sich nur durch einen gigantischen Phantasiesprung entfernt mit Gärten in Verbindung bringen ließen. Wie in einer italienischen Kathedrale konnte man Kerzen kaufen, doch die Kerzen von Peasewold St. Phocas hatten Düfte und Namen, beide dar auf berechnet, bei einem sensiblen Menschen den größtmöglichen Ekel zu erregen: »Aromatherapy«, »Harmony«, »Seascape«, »Warm Embrace« und - die Magensäfte schossen bis zum Zäpchen empor - »Beingness«. Es gab auch Räucherstäbchen mit ähnlichen Namen, aber noch übleren Gerüchen sowie bimmelbammelnde, tingeltangelnde Windklangspiele, die einem ab und zu in die Haare gerieten.
An diesem Tag stieg der Fluss der Samperschen Misanthropie derart an, dass er über die Ufer trat. Wie abscheulich, einer Mehrheit anzugehören! Das Ideal, dem ich nacheifere, ist eine Haltung leidenschaftlicher Distanz. Leidenschaftlich war mir gewiss zumute, und um auch noch Distanz zu bekommen, ging ich unwirsch hin aus und setzte mich in Jennifers Wagen, statt sie und Josh in die Teestube des Gartencenters zu begleiten, wo Josh die versprochene Belohnung für sein Bravsein erhalten sollte. Das wird eine tolle Belohnung werden, dachte ich mir. Man konnte sich nur zu gut die fünfzig Sorten Kräutertee vorstellen, die alle nach überbrühten Stengeln und Früchten schmeckten, aber so ziemlich das Einzige auf der Karte waren, das weder Haferflocken noch Me lasse enthielt. Ich sah schon das abartige Backwaren s or timent vor mir: Brötchen, die Hafer und Lupinensamen enthielten, minderwertige Weizensorten, die biblisch und daher erbaulich klangen - Dinkel, Emmer, Einkorn, Kamut -, oder Pfannkuchen mit Galläpfeln und Melasse (»Traditionelle Liebes gaben im vorchristlichen Lesbos!«). Das Ganze ein wahrer Ausbund von Mittelschichtmäßigkeit, von selbstverliebtem Gieren nach leiblicher Gesundheit und seelischer Harmonie.
Ich gebe zu, ich kann nicht recht erklären, war um der schlichte Besuch eines Gartencenters so eine Schockwirkung hatte. Der Laden schien einfach Unmengen dankbarer Hassobjekte zu versammeln, von denen ich gar nicht gewusst hatte, dass ich sie hasste, bis ich sie alle vor mir sah, jedes einzelne ein Teil meiner früheren Identität als Brite, ehe ich vor Jahren den wunderbar erleichternden Schritt tat, ein kulturflüchtiger Ausländer zu werden. Auf eine geheimnisvolle Art kommt mir Jennifers Merktafel in der Küche von Crendlesham Hall wie ein Palimpsest vor, unter dem vielleicht, wenn ich die Schmierschichten ihrer halb ausgewischten Notizen ganz wegriebe, die gleichen krakeligen Gedächtnisstützen meiner Mutter zum Vorschein kommen würden, die auch schon meine Kindheit prägten. »Bohnerwachs.« »Tee.« »Wäschezeichen bei Cash's bestellen.« »Freitag Sanders bezahlen.« Und während ich so allein in dieser Küche stehe, aus dem Fenster starre und mich gegen den Zug zurück in die Vergangenheit stemme, überkommt mich plötzlich die düstere Ahnung, dass es mit Samper aus und vorbei ist, dass das Leben mir aus den Händen geglitten ist und jetzt in denen von Adrians Verwandten liegt.
Da erinnert mich eines Morgens ein Anruf von meinem Agenten Frankie dar an, dass ich dort draußen in irgendwelchen kiebitzlosen Fernen eigentlich ein recht passables eigenes Leben führen könnte. In solchen regenerativen Einkehrzeiten vergessen wir Künstler leicht, wie dringend wir diese Stimmen von jenseits des Gesichtskreises brauchen.
Frankie will mir eine freudige Mitteilung machen: Ich mag um ein Haus ärmer sein, aber mein jüngstes Buch Millie! verkauft sich phantastisch, und das weltweit. Dass es in Großbritannien im Weihnachtsgeschäft gut gehen würde, war abzusehen, da die Titelfigur, die kotzbrockige einarmige Weltumseglerin Millie Cleat, eine Heldin war, die sich »in die Herzen der Nation« gesegelt hatte (Sun, Mirror, Daily Express, Daily Mail usw.). Unter normalen Umständen wären die Verkäufe in der flauen Zeit nach Neujahr deutlich zurückgegangen. Doch ihr live übertragener spektakulärer Tod in Sydney am Weihnachtstag half sowohl meiner Stimmung als auch meinem Buch mächtig auf die Sprünge. Ich werde dar an, versichert mir Frankie, richtig gut verdienen, vor allem wenn der momentan in Hollywood verhandelte Filmdeal über die Bühne geht.
So kommt es, dass ich eines Morgens erwache und weiß, dass Samper wieder der Alte ist. Ich schlage die Augen auf, und eine innere Beschwingtheit neutralisiert mühelos das von draußen einsickernde graue Licht Suffolks. Beim Rasieren fällt mir eines meiner liebsten Zitate aller Zeiten ein: »Die schönsten Freuden sind doch die Annalen.« Es war ein Historiker, den ich vor vielen Jahren dieses freimütige Bekenntnis ablegen hörte, und zwar in einer Sendung des BBC World Service namens Words of Wisdom (ausgestrahlt am 31. 8. 95, falls Sie nachprüfen möchten), und es ist mir unvergesslich geblieben. Ich hatte gar nicht gedacht, dass auch Historiker solchen heimlichen Lüsten frönen. Das macht sie nachgerade zu Menschen wie du und ich. Wie dem auch sei, während ich mich mit Aftershave einreibe (ein Wort, das auf einmal eine ganz neue Bedeutung annimmt), stelle ich fest, dass auch in mir heute ein Fünkchen Freude glimmt und ich voller Energie und Tatendrang bin. Ich fühle mich wieder wie in meinen Zwanzigern: Nichts ist unmöglich, nichts und niemand kann mich davon abhalten zu tun, was ich will. Und plötzlich - jawohl! - bin ich froh, kein Hausbesitzer zu sein, der sein Leben mit Kühlschrankma gneten organisiert. Ein Glück auch, dass ich mich nicht mehr um ein Stück Land tausend Meilen entfernt sorgen muss. Die Last der angehäuften Besitztümer eines ganzen Lebens ist mir von den Schultern genommen. Kurzum, ein neuer, entschlackter Samper tritt an. Vor allem ein Samper, der wild entschlossen ist, nie wieder ein Buch für einen Spitzensportler zu schreiben. Aber wohin gehen? Was tun?
Da kommt, klingeling, wie gerufen der nächste Anruf von Frankie. Er raucht drei Päckchen am Tag und klingt entsprechend verteert, und heute Morgen gibt er seine dramatischen Neuigkeiten so krächzend und superlakonisch von sich, dass ich ihn bitten muss, das noch einmal zu sagen.
»Ich habe gesagt, ›anderthalb Millionen‹, Gerry. Die Filmrechte für Millie! Ordentliche Pfund, heißt das, keine mickrigen Dollar.«
»Meine Güte.« Ich sinke nach hinten gegen den Aga-Herd, der eine anheimelnde Wärme an die Kontaktzonen überträgt. Dann, das Wichtigste: »Was ist mein Anteil?«
»Vielleicht erinnerst du dich, dass wir beim Buchabschluss mit Millies Agent die Prozente vereinbart haben. Alles ganz regulär. Wir kriegen zwanzig Prozent vom Verkauf der Film-, Fernseh- und verwandten Nutzungsrechte an der Cleat-Lebensgeschichte in deiner Schreibe. Dein Schnitt ist demnach, ähm, dreihunderttausend abzüglich der fünfzehn Prozent für diese Agentur hier plus Mehrwertsteuer, uääärch uääärch« (ein schrecklicher Hustenanfall peitscht seine verschleimten Alveolen, und ich halte abergläubisch den Hörer ein Stück von mir weg, als könnte mein Ohr eine Ladung Lungenfitzel abbekommen) » öööörch, sagen wir, knapp unter einer Viertelmillion.«
»Für mich allein? Wahnsinn. Und haargenau an dem Tag, an dem ich mich so verantwortungslos fühle wie noch nie.«
»Oh, hier im Büro waren wir uns alle einig, dass es niemand Verantwortungsloseren hätte treffen können, Gerry. Herzlichen Glückwunsch. Aber bevor du losziehst und etwas tust, das dich hinter Gitter bringt, wirst du, fürchte ich, ein paar Entscheidungen treffen müssen.«
»Triffdu sie für mich, Frankie. Du bist mein Agent«, sage ich abgelenkt, denn es riecht plötzlich stark angebrannt. Ich muss entdecken, dass mein todschickes Jackett mit dem hinteren Saum auf der einzigen Herdplatte gelegen hat, die nicht abgestellt war. Verdammt. Ich gieße Wasser aus dem Kessel dar über. Macht nichts, ist bloß Armani. Küchencouture.
»Kann ich nicht«, sagt Frankie indessen und hustet abermals, als wollte er seinen Bronchialbaum entwurzeln. »Das kannst nur du, Gerry. Du musst entscheiden, ob du auch das Drehbuch schreiben willst.«
»Machst du Witze? Natürlich nicht. Nie im Leben.« »Vergiss nicht, mehr Knete.« Frankie tut es leid um jeden Penny, der seinen gelbkuppigen Fingern entgeht. »Ich brauche nicht noch mehr Knete. Falls du dich erinnern magst, Frankie, ich habe geschworen, mich nie wieder mit die
ser aufgeblasenen alten Fregatte abzugeben, und dabei bleibe ich. Ich denke, wir sollten das Rechtegeld nehmen und Fersengeld geben.«
»Schön. Wenn du das so willst.« Dennoch klingt er bedauernd. »Meine Antennen sagen mir allerdings, dass mit Millie Cleat noch mehr Geld zu machen ist. Gegen Ende des Wettbietens um die Filmrechte ging ein ziemliches Hauen und Stechen los, weißt du. Alle großen Studios haben sich dar um gerissen. Eine internationale Sportlerpersönlichkeit, deren dramatisches Leben in einer weltweiten Live-Übertragung ein superdramatisches Ende fand! Und natürlich die Meldung, dass sie zu Neujahr geadelt werden sollte, aber in letzter Sekunde von der Liste gestrichen werden musste, weil zivile Auszeichnungen nicht posthum vergeben werden. Bei so einer Story kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen. Aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Öchä. Öchä. Uärchäärch. Jetzt zum zweiten Punkt. Laut Vertrag bist du Champions noch ein weiteres Buch schuldig.«
»Ach, schreib den Vertrag von drei auf zwei Bücher um oder was weiß ich. Oder lös ihn ab, mir egal. Denn heute ist der Tag, an dem ich die Verbindung zur Welt des Sports ein für alle Mal kappe. Das war's, Frankie. Samper hat gesprochen. Ich bin fertig mit der Ghostwriterei. Ich habe zum allerletzten Mal versucht, aus Kreaturen, die sich mit Nike-Haken schmücken, einen halbwegs verständlichen Gedanken her auszuholen. Ich kann die Herrlichkeit dieses Entschlusses noch nicht ganz ermessen, aber wenn es so weit ist, werde ich ein Fest von epischen Ausmaßen feiern.«
Dieser erste Tag meines neuen Lebens (wie wir wiedergeborenen Atheisten sagen) hat so strahlend begonnen, dass ich unbedingt jemandem davon erzählen muss. Leider ist Max heute in London im Aufnahmestudio, und Jennifer und Josh machen in Colchester irgendwelche Mutter-Kind-Sachen. Der Mensch, merke ich, dem ich meinen unverhofften Viertelmillionengewinn wirklich gern unter die Nase reiben würde, ist aus irgendeinem Grund Marta, und ich mache tatsächlich Anstalten, ihre Nummer nachzuschlagen, bevor mir der Gedanke kommt, sie könnte das als angeberisch empfinden oder völlig zu Recht vulgäre Häme dar in erkennen. Auf jeden Fall wird eine, deren krimineller Vater tonnenweise Geld für sie auf Nummernkonten in aller Herren Ländern deponiert hat, von einer Viertelmillion Pfund nicht übermäßig beeindruckt sein. Ein Blick genügt und man begreift, dass Geld ihr nichts bedeutet. Sie hat zwar Zaster wie Heu, aber wenn man eine woinowische Komponistin über vierzig ist, läuft man offenbar wie eine Pennerin her um und wohnt in einer Schimmelbrutanstalt.
Nicht zum ersten Mal muss ich dar über nachdenken, was für ein eigentümlicher Mensch sie doch ist, und dabei auch wieder über ihr Geschlechtsleben spekulieren. Ich erging mich einmal in Phantasien von einem einfachen, aber kernigen Waldbauernbub, der hin und wieder im Schutze der Dunkelheit aus dem Forst geschlichen kam wie ein befleckter Faun, seine Axt an ihrer Hintertür abstellte und auf ihrem Bett allerlei Zweige, Blätter und Samen hinterließ, ohne auch nur daran zu denken, sich die Stiefel auszuziehen. Dann aber ließ sie sich öfter mit dem Sohn eines vielbewunderten italienischen Filmregisseurs sehen, der zugegebenermaßen mehr als einen zweiten Blick wert war, und ich hielt es nach einer Weile für denkbar, dass sie letztlich gar nicht so sehr auf Hauruckverkehr stand. Filippo jedoch nahm mich irgendwann auf eine Spritztour im Pacinischen Privathelikopter mit, und ich bemerkte, dass er meine vorzüglich geschnittene Homo-Erectus-Jeans mit einem kurzen Kennerblick bedachte, was sie durchaus verdient hatte. Von da an war es ausgeschlossen, dass er einer nicht mehr ganz taufrischen Dame mit dem Kleidergeschmack eines Elchs den Hof machte. Gar nicht zu reden von der Figur. So sind und bleiben mir Martas erotische Neigungen ein Buch mit sieben Siegeln. Vermutlich müssen wir davon ausgehen, dass sie sich prophylaktisch gelegentlich einen
Liebhaber zuführt, so wie manche Leute sich Stecker in ihre Ohrläppchen tun, damit die Löcher nicht zuwachsen. Statt Marta rufe ich also den guten Adrian in seinem Labor am BOIS an. Seine Sprachlosigkeit ist zufriedenstellend.
»Ist ja phantastisch«, sagt er, als er sich von dem Schock erholt hat. »Ich latsche mal eben rüber zum Direktor und reiche meine Kündigung ein. Der Ozean wird in Zukunft wohl ohne mich auskommen müssen. Ich wollte schon immer gern ausgehalten werden.«
»Ich denke gar nicht dar an, dich auszuhalten, du mieser Stricher«, weise ich ihn zurecht. »Allein der Gedanke! Nein, das Geld brauche ich selbst. Ich habe große Dinge vor. Aber ich wäre bereit, mich spendabel zu zeigen und dich in neues Ölzeug einzukleiden.«
»Ha, dann erwarte ich aber Maßkonfektion, jawohl. Keinen Plunder von der Stange. Savile-Row-Ölzeug, wenn ich bitten darf ... Menschenskind, Gerry, was für ein Haufen Geld! Ich will nicht sagen: ›Einen Besseren hätte es gar nicht treffen können‹, denn es hätte ja sein können, dass es mich trifft.«
»Hätte es nicht. Wer wollte schon anderthalb Millionen für die Filmrechte an deinem Buch bezahlen? Das sag mir mal.« Es stimmt, Adrian hat tatsächlich ein Buch veröffentlicht: eine erweiterte Version seiner Doktorarbeit mit dem Titel Trophische Interaktionen unter postvernalen ästuarinen Gemeinschaften von Copepoden der Art Pseudodiaptomus hessei. Das ist nicht gerade das, was die Buchbranche einen verkaufsfördernden Titel nennt, deshalb müssen Sie sich nicht wundern, wenn Sie bei Waterstone's auf Ihre Frage danach einen schelmischen Blick ernten und ohne Konsultation des Computers die Auskunft bekommen: »Oh, ich glaube, wir haben gerade das letzte Exemplar verkauft. Wir müssten es für Sie nachbestellen.«
»Du hast gar keinen Begriffdavon, wie hochdramatisch und niederträchtig es im Leben der Copepoden zugeht, Gerry. Wie brutal und ekelerregend. Wenn es in Groß im Kino liefe, würden die Leute zum Ausgang flüchten.«
»Ja, um an der Kasse ihr Geld zurückzuverlangen. Und jetzt, glaube ich, sind gerade dein Neffe und deine Schwester heimgekehrt. Möchtest du vielleicht mit Jen reden?« Während sie Schal und Handschuhe ablegt, reiche ich ihn an sie mit der Bemerkung weiter: »Dein Bruder.«
Die nächsten paar Tage gehe ich eingehüllt in das warme Gefühl umher, dass ein Riesenpro blem in meinem Leben gelöst ist. Daheim in Italien wäre ich zweifelsohne in Gesang ausgebrochen und hätte ein ausdrucksstarkes Gericht erfunden, das in die, ähem, Annalen der Festtagsküche eingegangen wäre. Aber in diesem hohen Hause mit so liebenswürdigen Menschen zusammen zu sein, macht mich ungewohnt gehemmt. Wenn man mit einem der größten Dirigenten der Welt unter einem Dach wohnt, bricht man nicht spontan in Gesang aus. Dieser Mann duzt sich mit den zwei Tenören! Und man beschlagnahmt auch nicht nolens volens den Aga-Herd seiner Gastgeberin für kulinarische Experimente, sofern sie einen nicht eigens dazu auffordert, zumal wenn für das nächste Wochenende ein großes Festessen mit hochrangigen Gästen auf dem Programm steht. Ich habe die ganzen letzten neun Wochen meine besten Manieren an den Tag gelegt, und der Druck bringt mich um, aber ein Weilchen werde ich wohl noch durchhalten müssen. [...]
Klett-Cotta Roman
1. Aufl. 2009, 284 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-93702-2
autor_portrait

James Hamilton-Paterson

James Hamilton-Paterson, 1941 in London geboren, Oxfordabsolvent und Mitglied der Royal Geographical Society, renommierter Journalist, Sachbuchautor,...

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