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Völlig neuer Zugang zum Thema RAF und Ulrike Meinhof: Eine Biographie voller Gegensätze - eine Mischung aus dokumentarischem Roman und fiktionalem Psychogramm

Ulrike Meinhof ist »Theres«: eine heilige Mörderin, eine mystische Terroristin? Steve Sem-Sandberg begibt sich in seinem Roman auf die Suche nach der Geschichte einer Frau, die ganz Deutschland in Atem gehalten hat. Er entdeckt dabei einen vielschichtigen Menschen, der zwischen Mut, Hass und Verzweiflung schwebt.

In Anlehnung an die heilige Teresa von Ávila soll RAF-Terroristin
Gudrun Ensslin ihre Mittäterin Ulrike Meinhof auf den Namen
»Theres« getauft haben. Steve Sem-Sandberg greift dies auf, um dem
Menschen Ulrike Meinhof näherzukommen. Er stellt die Frau in den
Mittelpunkt: die Flüchtlingstochter, die früh ihre Eltern verloren
hat, die Mutter zweier Kinder, die engagierte Journalistin, die auf der
Suche nach politischer Wahrheit und im Drang, etwas zu verändern,
immer tiefer hineingerät in einen Strudel aus Terror und sinnloser
Gewalt. In einer Mischung aus dokumentarischem Roman und fiktionalem
Psychogramm spürt Sem-Sandberg diese andere Ulrike Meinhof,
die sich hinter Pamphleten und Flugblättern verbirgt, auf und
erzählt eine Biographie voller Gegensätze. Seine eindringliche Sprache
lässt den Leser in den Kopf einer getriebenen Frau und ins Innerste
eines gezeichneten Landes blicken.

»So skizziert [Sem-Sandberg] ein Bild der erfolgreichen kritischen Journalistin, die ein Unbehagen an ihrer bürgerlichen Existenz verspürt, mit einem Mann, der sie betrügt, und einer Lebensweise, bei der die Freude am Luxus im Widerspruch zum sozialen Engagement in ihrer Arbeit steht. Diese Ambivalenz ihrer eigenen Haltung, der distanzierte Blick auch auf ihre zukünftigen RAF-Verbündeten, ist eine der Konstanten im Bild Meinhofs, das sich in "Theres" allmählich aus Splittern zusammenzusetzen beginnt.«
Tim Caspar Boehme, Die Tageszeitung, 10.10.2012

»Eine kleine deutsche Nachkriegsgeschichte, in der einige wenige via Mord und Verbrechen Rebellion und Sabotage in die gesellschaftliche Arena tragen wollten. Der Autor registriert als kritischer Chronist die nüchterne Präzision und seelenlose Mechanik der Terrorgruppe ebenso wie den antiquiert wirkenden Rhetorik-Bombast der Gruppe.«
Wolfgang Paterno, Profil, Oktober 2012

»Das Panorama einer ganzen Gesellschaft in Panik, die Innenansicht einer sich zerfleischenden, über Leichen gehenden "Kampfgemeinschaft", die von jedem Mitglied Kad(av)ergehorsam einforderte... Sem-Sandbergs kluges Buch ist alles andere als das, was mancher Film aus der Geschichte der RAF machte - "eine Seifenoper mit Krimikomponente".«
Knut Cordsen, Deutschlandradio Kultur, 24.09.2012

»Steve Sem-Sandberg orchestriert einen eindrucksvollen Chor von Stimmen in seinem Roman ... [Er] kommt der Mitbegründerin der "Rote-Armee-Fraktion" so nahe, wie man ihr mit recherchierender Empathie nur nahekommen kann ... Mit "Theres" ist dem schwedischen Autor ein verstörend-schmerzhaftes Buch gelungen: das Porträt einer Gesinnungsethikerin, die über ihrer moralischen Empörung über reales Unrecht - zur Terroristin wird.«
Günter Kaindlstorfer, ORF/SWR2, 19.9.2012
Klett-Cotta Roman, aus dem Schwedischen von Gisela Kosubek (Orig.: Theres)
1. Aufl. 2012, 391 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-93959-0
autor_portrait
Marijan Murat

Steve Sem-Sandberg

Steve Sem-Sandberg, geboren 1958, ist einer der renommiertesten schwedischen Autoren. Für den Roman »Die Elenden von Lódz« hat er den schwedischen ...

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