Unternehmen Babylon

Wie die Globalisierung die Seele gefährdet
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Die erste psychologische Betrachtung der Globalisierung und ihrer Wirkung auf den Einzelnen

Wie verändert sich die Psyche der Menschen in Anbetracht einer sich rasant wandelnden Gesellschaft? Als Folge der ökonomischen Globalisierung beobachten wir zunehmende Bindungslosigkeit des Einzelnen, gepaart mit stärker werdender Verunsicherung. Menschen reagieren darauf mit Angst. Doch die ist ein gefährlicher Ratgeber, sie lähmt und macht anfällig für Verführung und Ideologie.

Buch des Monats Oktober 2008 bei publik-forum

Das Buch »...verdeutlicht auf überschaubare Weise, populärwissenschaftlich doch nicht oberflächlich, was ist und was nötig ist ...«
Carsten Hueck (Deutschlandradio Kultur, 30.09.2008, www.dradio.de)

»... einer der wichtigsten Titel in diesem Bücherherbst ...«
(BR 2 Diwan, Büchersendung, 13.09.2008)

»Mein Urteil: Unbedingt lesenswert!«
Reinhard Hübsch (SWR 2 Impulse, 16.09.2008)

Die Globalisierung ändert unser Zusammenleben in einem rasanten Tempo. Arbeitsplätze sind nicht mehr sicher, gesellschaftliche Strukturen lösen sich auf, Angst vor sozialem Absturz lähmt viele Menschen. Die Folgen für den Einzelnen: Jeder ist sich zunehmend selbst der Nächste, muss sich um alles selbst kümmern und kann vom Staat keinen Schutz mehr erwarten. In derartigen gesellschaftlichen Umbruchsituationen reagieren Menschen mit Angst und Rückzug ins Private.

Der Autor zeigt anhand von Peter Breughels berühmtem Gemälde »Der Turm von Babylon« anschaulich, wie Menschen psychisch auf soziale Veränderungen reagieren. Damals führte ein ungesteuerter Wandlungsprozess in das Elend sozialer Unruhen und eines langjährigen Krieges.

Der Autor warnt vor einer ähnlichen ökonomischen und mentalen Gemengelage und fordert uns zu gesellschaftlichem Engagement auf.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
1. Bruegels Bild - Antwerpen im Jahr 1563
2. Der unauffällige Priester - Die theoretischen Grundlagen der Globalisierung
3. Das Fenster mit den Hemden - Wie sich Arbeitnehmer verhalten
4. Der dicke Bauverwalter - Wie Manager agieren
5. Pieter der Ältere - Wirtschaft in den Medien
6. Risse im Fundament - Soziale Folgen der Globalisierung
7. Der Steinmetz mit der roten Kappe - Psychische Reaktionen auf gesellschaftliche Veränderungen
8. Der kackende Arbeiter - Ein neuer Sozialcharakter entsteht
9. Nimrod - Die Verehrung der politischen Eliten
10. Der niederländische Envarer - Eigenschaften erfolgreicher Unternehmen
11. Die schlafenden Männer - Vom Lob der Faulheit
12. Dunkle Wolken - Bruegels zweiter Turm Literatur
Verzeichnis der Internetquellen

Leseprobe

Vorwort
»Der zivilisatorische Fortschritt gleicht einem hohen weißen Turm, auf dem die menschlichen Errungenschaften gepriesen werden, aber über seiner Spitze hängt drohend eine große dunkle Wolke.«
Galbraith, 2004, S. 110 f.
Manchmal habe ich den Eindruck, als würde sich gegenwärtig nicht nur das physikalische, sondern auch das soziale Klima schleichend verändern.
Es sind zunächst scheinbar ja nur Kleinigkeiten: Der Ehemann einer Bekannten verliert seinen Job. Ein anderer kommt nicht mehr zum Stammtisch, weil er irgendwohin versetzt wurde und nun eine Wochenendbeziehung führt. Ein Dritter ist wegen Depressionen in Behandlung, weil er den Anforderungen seiner Arbeit nicht mehr gewachsen ist. Oder die Beziehungen: Die meisten Freunde leben in der zweiten, manche in der dritten Ehe. Viele heiraten gar nicht. Fast alle haben Therapie-Erfahrungen , ob allein oder als Paar. Oder auch dies: Irgendwie hat man den Eindruck, als würden mehr Bettler in den Einkaufsstraßen sitzen als früher. Einer Bekannten wurde das Auto aufgebrochen, ein gar nicht mal teures Autoradio herausgeholt. Politische Themen mag man bei Essenseinladungen schon gar nicht mehr berühren, so viel Verdrossenheit kommt da zum Ausdruck.
Und dann liest man wissenschaftliche Untersuchungen wie die, dass Eheschließungen seltener und später erfolgen, Elternschaft sich zunehmend in die Lebensmitte verlagert. Oder Umfragen, nach denen nur noch 13 % aller Arbeitnehmer eine hohe emotionale Bindung an ihre Firma haben. Oder Veröffentlichungen von Krankenkassen, denen zufolge psychische Erkrankungen an der Spitze der Statistiken zu Berufserkrankungen und Frühverrentungen stehen. Und schließlich Forschungsergebnisse, die zeigen, dass rund ein Viertel aller Bundes bürger rechtspopulistische Meinungen vertreten.
Ja, es knistert im sozialen Fundament unserer Gesellschaft. Aber was genau geschieht da eigentlich und welche Auswirkungen hat das alles auf das Seelen leben und das Verhalten der Menschen? Der Grundgedanke dieses Buches: Es ist die Globalisierung, vor allem die Globalisierung ökonomischer Prozesse als Realisierung neoliberaler Wirtschaftstheorie und einer im Wesentlichen auf die Maximierung des »shareholder value « gerichteten Unternehmenspolitik. Sie ver ändert unsere soziale Welt und zeigt sich im Leben nahezu jedes Einzelnen.
Keine Frage, gesellschaftlicher und ökonomischer Wandel sind so alt wie die Gesellschaft selbst. Und schon immer haben sich die Menschen darum bemüht, ihnen künstlerischen oder literarischen Ausdruck zu geben. Für unseren Kulturkreis ist die Geschichte vom Turm zu Babel dafür so etwas wie der Prototyp, drückt sie doch die Befürchtung aus: Wenn der Mensch zu hoch hinaus will, zerfällt die Gemeinschaft.
Bis heute ist dieses Bild in unseren Köpfen, wohl auch deswegen, weil ein Maler es so besonders eindringlich dargestellt hat: Der Flame Pieter Bruegel . Sein Bild, 1563 entstanden, hat eine wahre Flut von Babelturm-Bildern ausgelöst, rund 200 sollen es sein. Die Zeiten waren danach. Dieses Bild wollte ich von Anfang an auf dem Umschlag dieses Buches haben. Nur deswegen habe ich mich zunächst mit ihm und seinem Maler beschäftigt. Dabei ist etwas Wunderbares passiert: Es hat mich in seinen Bann gezogen. Zuerst ist mir deutlich geworden, dass Bruegel es in Zeiten gemalt hat, die den unseren ähnlich sind. Auch er erlebte gewaltige soziale und ökonomische Umbrüche, mit allen gravierenden Folgen für das Zusammenleben. Dann habe ich gemerkt: Die Diagnose, die damit verbundenen Ängste, aber auch die Appelle an die Mächtigen - alles das steckt in diesem einzigartigen Bild. So lässt sich die Interpretation des Bruegel-Turms auch als Rahmen für ein Buch über die psychischen und sozialen Auswirkungen der ökonomischen Globalisierung unserer Tage verwenden. Aber es ist auch eine Warnung: Auch zu Bruegels Zeiten fing die ökonomische Modernisierung schleichend an. Eine neue Oberschicht entwickelte sich, aber auch neue Armut. Der Calvinismus entwickelte sich als theologische Rechtfertigung des Reichtums, andererseits forderten die Wiedertäufer eine andere Verteilung von Besitz und Einkommen. Dass die Mächtigen auf diese Veränderungen mit einer blutigen Militärdiktatur reagiert haben, führte schließlich zum 80-jährigen Freiheitskampf der Niederlande. Auch der biblische Mythos geht nicht gut aus: »Also zer streute sie der Herr von dort über die ganze Erde, und sie liessen ab, ihre Stadt zu bauen« (1. Mose 11, Vers 8). Hier wie da ist die Botschaft: Sozioökonomischer Wandel kann auch schief gehen, wenn er nicht richtig gestaltet wird. Heute kommt hinzu: Die Gestaltung des Wandels ist eine Aufgabe aller Bürger, das kann und darf nicht den politischen und ökonomischen Eliten allein überlassen werden. [...] 2. Der unauffällige Priester - Die theoretischen Grundlagen der Globalisierung
»In einer Marktwirtschaft, die die Rechte des Privateigentums hochhält, besteht die einzige Verantwortung des Wirtschaftens darin, Shareholder Value zu schaffen.«
Rappaport, 1999, S. 6
Ein genauerer Blick auf das Bild von Pieter Bruegel : Im Vordergrund links tritt ein Herrscher mit Gefolge unter eine Gruppe von Steinmetzen. Wir vermuten: Es soll der sagenhafte Erbauer des Turms, König Nimrod, sein. Um ihn herum drei auffällige Charaktere: Links von ihm und auf ihn einsprechend ein dicker Mann mit einem blauen Mantel - vermutlich der Bauverwalter. Vom Betrachter aus links, aber rechts hinter dem König ein bewaffneter junger Mann in einem gelben Gewand mit roten Stulpenstiefeln. Wir werden beiden noch begegnen. Und schließlich die Figur, um die es hier gehen soll: der unauffällige Mann hinter Nimrod. Ein langes, graues, schlichtes Gewand hat er an, einen schwarzen Gürtel trägt er und den Kopf schützt eine Haube. Sein Gesichtsausdruck? Nachdenklich und besorgt schaut er ins Weite. Keine Waffe, ein schlichtes Gewand - ein Priester muss es sein. Was will Bruegel mit dieser Figur sagen? Warum malt er sie hinter den König?
Zur Erinnerung: Die Stadt, die Technologie, die Bauern, die Handwerker - alles zeigt, dass dieses Bild als eine aktuelle gesellschaftspolitische Aussage Bruegels gemeint ist. Allerdings waren solche Aussagen über den seinerzeit über die Niederlande herrschenden König Philipp II. für den Maler ebenso wie für den Käufer des Bildes nicht ganz ungefährlich. Also versetzt der Maler das Geschehen in die biblischen Zeiten des Turmbaus. Wenn dem so ist, dann stellt aber auch die graue Figur hinter dem König aller Wahrscheinlichkeit nach nicht nur irgendeinen babylonischen Priester dar, vielmehr wird es wohl einen Bezug zur Situation der Kirche im Entstehungsjahr des Bildes geben. Gekleidet ist der Priester in ein bescheidenes graues Gewand - könnten damit die »grauen Mönche«, die Zisterzienser, gemeint sein?
Dieser Orden wurde 1098 in Frankreich gegründet, als Gründerväter werden Robert von Molesmes , Alberich von Cîteaux und Stephan Harding angesehen ( Eberl , 2002). Der bekannteste Vertreter des Ordens ist wohl Bernhard von Clairvaux , der 1113 in den Orden eintrat. Streng nach den Regeln des Heiligen Benedikts wollten sie leben: brüderlich, fleißig und einfach. Letzteres sah man an ihrer Kleidung, sie bestand aus grauer, ungefärbter und kratzender Wolle und einem schwarzen Gürtel - dem Zingulum . Ihre Klöster bauten sie vorzugsweise am Wasser, entfalteten eine rege Kolonisationstätigkeit. So gründeten sie land wirtschaftliche Musterbetriebe, bauten Obst und Wein an, züchteten Fische, Bienen und Pferde, betrieben Bergbau und Wollhandel, stellten Baumaterialien und Glas her und boten bankähnliche Einlagengeschäfte an. Wo sie hinkamen, erblühte das Wirtschaftsleben. »Die Gründe des wirtschaftlichen Erfolgs der Mönche«, schreibt Eberl (2002, S. 255), »lagen im Ideal der Arbeit, ihrer asketischen Lebensweise, ihrer Organisationsfähigkeit und dem planmäßigen Aufbau des gesamten Wirtschaftsbereichs«. Ist das die Botschaft Bruegels für den König?
So interessant diese Interpretation sein mag, was hat sie mit der Globalisierung heute zu tun? Das Verbindende ist: Welterklärung. Zu Bruegels Zeiten hatte die Religion die Aufgabe, eine für alle Mitglieder der Gesellschaft verbindliche Erklärung der Welt und, daraus abgeleitet, der Prinzipien ethischen und ökonomischen Handelns zu liefern. Nicht zuletzt darum tobte der Kampf in den Spanischen Niederlanden. Dogmatischer und undogmatischer Katholizismus, die Varianten des Protestantismus, die Wiedertäufer, sie allesamt waren ja konkurrierende Welterklärungen mit deutlich unterschiedlichen Folgen für das alltägliche Miteinander. Damit zurück zu jenem Priester. Er steht für eine Berufsgruppe, die damals Beschreibungen und Erklärungen der Welt lieferte. Fragen wir also jetzt seine modernen Nachkommen, die Wissenschaftler: Was ist das eigentlich, Globalisierung?
Und schon geht es los mit den Problemen: Wer sind denn die zuständigen Nach kommen jenes Zisterziensers auf dem Bruegelschen Bild? Psychologen doch wohl eher nicht. Macht sich dieser »Orden« anheischig, das Problem erklären zu wollen, gerät er schnell in den Verdacht, als nicht sachkundig zu gelten oder - schlimmer noch - es wirklich nicht zu sein. Wir sind für andere Dinge zuständig, menschliches Seelenleben, und begnügen uns oft genug mit dieser mikro analytischen Perspektive. Der Mensch der Psychologie nimmt wahr, denkt, fühlt und agiert, aber dies tut er meistens allein, allenfalls noch in Gruppen und nur höchst selten in historischen, kulturellen, soziologischen oder ökonomischen Zusammenhängen. Ist ja auch schwierig, gleichwohl grundverkehrt: Denn nahezu alles menschliche Verhalten findet in den genannten Kontexten statt, hat sich in ihnen, onto- und phylogenetisch gesehen, entwickelt. Also muss eigentlich auch der Psychologe verstehen, was Globalisierung bedeutet. Wie soll er sonst deren Auswirkungen auf menschliches Verhalten und Erleben beurteilen, ja, gegebenenfalls auch warnen und raten können? Schließlich geht es um die Gestaltung unserer wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Zukunft. Riskieren wir es also und versuchen wir eine Antwort auf die Frage: Was ist Globalisierung ?
Zunächst ein anschauliches Bild: Globalisierung ist die »... Vereinigung der Pfützen, Teiche, Seen und Meere von dörflichen, provinziellen, regionalen und nationalen Wirtschaften zu einem einzigen globalen Wirtschaftsozean ...« ( Luttwak , zit. nach Martin & Schumann, 1997, S. 37). Wer würde da nicht an idyllische Kreuzfahrten im Sonnenschein denken, aber das Zitat geht so weiter: »... der die kleinen Bereiche riesigen Wogen wirtschaftlichen Wettbewerbs statt wie früher nur kleinen Wellen und ruhigen Gezeiten aussetzt«. Natürlich ist das nur eine Metapher, man könnte auch andere wählen. Globalisierung ist wie ein Garten im Frühling: Erst blühen nur wenige, frühe Blumen, sehnsüchtig erwartet von den Bienen, dann kommen immer mehr, bis schließlich eine ganze Wiese blüht und die Bienen fleißig hinundherfliegen , damit wir alle im Sommer wieder frischen Honig haben. Oder so: Globalisierung ist wie ein Lavastrom. Einzelne Abflüsse finden zusammen, bilden größere Ströme, bevor sie - alles vernichtend, was ihnen in den Weg kommt - ins Meer fließen. Mal idyllisch, mal bedrohlich - das Bild bestimmt, was man über den Prozess denkt.
Die französische Zeitschrift Le Monde diplomatique sieht das nüchterner. In einem von ihr herausgegebenen Atlas der Globalisierung (2005) listet sie auf, was Globalisierung konkret bedeutet: Vernetzung der Welt durch Datenauto bahnen, weltweites Wachstum des Güter- und Personenverkehrs, Weltmarkt der Medien, dramatische Zunahme des Massentourismus, gewalti ges Ansteigen der weltumspannenden Handelsströme, rasches Wachstum multinationaler Unter nehmen, rasantes Anwachsen der internationalen Finanzmärkte, Bedeutungszuwachs für internationale Organisationen, Anwachsen der Migrationsbewegungen , Konzentration der Weltbevölkerung in metropolitanen Großregionen, weltumspannende Umweltveränderungen und -katastrophen, weltweiter Terro rismus , Bildungswachstum, weltweite Demokratisierungsbewegungen.
Was heißt das konkreter? Dazu zehn Beispiele:
n So sollen im Jahr 2005 weltweit eine Milliarde Menschen das Internet genutzt haben 1 (zu allen Anmerkungen siehe das Verzeichnis der Internetquellen am Schluss des Buches).
- Der Luft- und der Seeverkehr haben sich seit 1975 nahezu verdoppelt. 2
- Die Zahl der Auslandsreisen hat sich von 1950 (= 25 Millionen) bis 2004 mehr als verdreißigfacht (= 763 Millionen). 3
- Der Weltexport hat sich zwischen 1994 und 2004 mehr als verdoppelt. 4
- Die Zahl der Menschen, die nicht mehr im Land ihrer Geburt leben, hat sich weltweit zwischen 1965 und 2000 von 75 Millionen auf 150 Millionen ver doppelt ( Le Monde diplomatique , 2005, S. 54). Im Jahr 2006 gibt es vermutlich rund 40 Millionen Flüchtlinge. 5
- Die Hälfte aller Menschen lebt inzwischen in Städten, allein die Stadt Tokio erzielt die Wirtschaftsleistung von ganz Frank reich ( Le Monde diplomatique , 2005, S. 59).
- Das Klimasystem der Erde steht auf der Kippe, weltweit schmelzen die Gletscher, die Polarregionen verlieren ihre Eiskappe, schwere Stürme verwüsten ganze Landstriche. 6
- Von 1945 bis 1997 gab es 201 Kriege, im Jahr 2004 waren es weltweit 42. Über 90 % davon fanden in der sog. Zweiten und Dritten Welt statt. 7
- Die Alphabetisierungsrate stieg im Jahr 2002 weltweit auf 80 %, gleichwohl sind noch immer 862 Millionen Menschen Analphabeten. 8
- Die Zahl der parlamentarischen Demokratien hat sich weltweit seit 1971 auf nunmehr 119 verdreifacht.
Es wird einem ein wenig schwindelig, aber mindestens das wird deutlich: Nahezu alle Bereiche des menschlichen Zusammenlebens verändern sich, es gibt positive wie negative Facetten und die ökonomischen Veränderungen erscheinen ziemlich dominant. Mit diesen Präzisierungen lässt sich nun eine erste Festlegung treffen: Allgemein verstehen wir unter Globalisierung also den historischen Prozess, in dem vor allem ökonomische, aber auch soziale, kulturelle, technische und öko logische Strukturen und Prozesse weltweit durch den Abbau von Grenzen aller Art verändert werden.
Die Ökonomie also hauptsächlich. Was hat sich in den letzten Jahren hier eigentlich verändert? [...]
Anmerkungen
1 http://www.etforecasts.com (letzter Zugriff 26. 10. 2007)
2 http://www.airlines.org (letzter Zugriff 26. 10. 2007)
3 http://www.world-tourism.org/facts/menu.html (letzter Zugriff 26.10.2007)
4 http://www.wto.org/english/res_e/statis_e/its2005_e/its05_bysubject_e.htm (letzter Zugriff 26. 10. 2007)
5 http://www.unhcr.de (letzter Zugriff 26. 10. 2007)
6 http://www.greenpeace.de (letzter Zugriff 26. 10. 2007)
7 http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/Ipw/Akuf/kriege_archiv.htm (letzter Zugriff 26. 10. 2007)
8 http://unesdoc.unesco.org/images/0013/001318/131817eo.pdf (letzter Zugriff 26. 10. 2007)
Das Buch »...verdeutlicht auf überschaubare Weise, populärwissenschaftlich doch nicht oberflächlich, was ist und was nötig ist ...«
Carsten Hueck (Deutschlandradio Kultur, 30.09.2008, anhören unter dradio.de)

»... einer der wichtigsten Titel in diesem Bücherherbst ...«
(BR 2 Diwan, Büchersendung, 13.09.2008)

»Mein Urteil: Unbedingt lesenswert!«
Reinhard Hübsch (SWR 2 Impulse, 16.09.2008)

»Der an der Saarbrückener Universität lehrende Psychologe Peter Winterhoff Spurk hat sein Buch "Unternehmen Babylon" zu den generellen Wirkungen geschrieben, die der weltweite Wirtschaftsprozess auf alle ausübt, die an ihm beteiligt sind.«
(Süddeutsche Zeitung, 14.10.2008)

»Beschrieben wird, wie ein "neuer Sozialcharakter entsteht". Damit sind Gefühle, Denk- und Verhaltensweisen gemeint. Für unsere Zeit bedeutet das: Nach der Phase des Narzissmus, die in der New York Economy zum Ausdruck kam, ist dem Autor zufolge jetzt die der Simulation angebrochen.«
(Frankfurter Rundschau, 10.10.2008)

»Dieses Buch empfehle ich allen, die bereit sind, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen. Das Buch hat mich erschüttert, Ansichten verändert und korrigiert. Winterhoff-Spurk mutet seinen Leser viel zu, aber er lässt sie nicht mut- oder hoffnungslos im Lesesessel zurück. «
Christian Döring (www.sound7.de, 13.02.2009)

»Der Autor beschreibt in weiteren Kapiteln das Verhalten der Arbeitnehmer, das von Gier und Habgier zerfressene Verhalten der Manager, unterzieht die Rolle der Medien in diesem Prozess einer scharfen Analyse und beschäftigt sich dann mit den immensen sozialen Folgen.
Ein neuer sozialer Charakter sei entstanden, den er als Psychologe genau beschreibt und sich vor allem für die seelischen Folgen interessiert. Die Ergebnisse sind alarmierend, und der Autor ist auch nicht gerade optimistisch.«
Winfried Stanzick (www.sandammeer.at, 10/2008)

Die Zeitschrift »publik-forum« hat »Unternehmen Babylon« zum »Buch des Monats Oktober 2008« gekürt.
»Faszinierend vermag Winterhoff-Spurk seine unterschiedlichen Wissenschaftsgebiete - Psychologie, Medienforschung, Sozialwissenschaft und Kunstgeschichte - mit einem erheblichen Anteil an theologischen Reflexionen gut lesbar einzubringen ...«
(publik-forum.de, 1.10.2008, Heft 19/2008)

»In seinem "Unternehmen Babylon: Wie die Globalisierung die Seele gefährdet" legt der Medien- und Organisationspsychologe Peter Winterhoff-Spurk jetzt eine Analyse des radikalisierten Kapitalismus vor und bekräftigt mit den Mitteln seines Faches, der Psychologie, wie real diese Sorgen und Ängste sind.«
Renzo Spielmann (Die Tagespost, 15.11.2008)
Klett-Cotta
1. Aufl. 2008, 280 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 12 sw-Abbildungen, farbig bedruckte Vorsätze
ISBN: 978-3-608-94436-5
autor_portrait

Peter Winterhoff-Spurk

Peter Winterhoff-Spurk ist Professor für Psychologie und Leiter der Arbeitseinheit für Medien- und Organisationspsychologie an der Universität des...

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