Syrien verstehen

Geschichte, Gesellschaft und Religion
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»Wer Schweizer gelesen hat, sieht Syrien anders –
wirklicher: ein Land, das wenig mit den abendländischen Klischees zu tun hat.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Wer Syrien verstehen will, muss jenes Syrien kennen lernen, als es noch nicht zerstört war: Seine Geschichte, seine Politik, seine Religion. Dann wird deutlich, wie sehr der gesamte Nahe Osten von der Lage in Syrien abhängt. Die syrische Katastrophe droht zum Unheil für den nervösesten Unruheherd unserer Welt zu werden.

Syrien – seit drei Jahrtausenden Schmelztiegel östlicher und westlicher Kulturen, einst Hochburg des Christentums, dann ein Kernland des Islam, Schauplatz der Kreuzzüge, deren verhängnisvolle Nachwirkungen bis heute zu spüren sind, Brennpunkt der Religionsspaltung in Sunniten und Schiiten, unseliger Hort der Muslimbrüder, Kampfgebiet der Rebellen, des Islamischen Staates. Syrien wurde im 20. Jahrhundert zu einer Keimzelle des arabischen Nationalismus wie des islamischen Fundamentalismus. Die westliche Berichterstattung reduzierte den Nahostkonflikt lange Zeit auf die Krisenherde Israel und Palästina. Syrien ist unter der Diktatur der Assads zur Geisel der Gewalt geworden, geht in einem Bürgerkrieg unter – und die Welt schaut zu. Das Syrien der Assads versuchte sich schon lang, den Libanon als »Provinz« einzuverleiben. Auf jeden Fall will auch Baschar al-Assad als entscheidender politischer »player« wahr- und ernstgenommen. Dass der großsyrische Nationalismus zu lange unterschätzt wurde, führte zu der jetzigen Katastrophe, die den Nahen Osten, Europa und die Welt noch lange Zeit in Atem halten wird.

»Die von Schweizer gegebenen Informationen verdichten sich zu einem umfassenden Bild des Staates, der damals wie heute eine Schlüsselrolle im vorderen Orient spielt.«
Verena Daiber, Buch-Journal

»Wer Schweizer gelesen hat, sieht Syrien anders –
wirklicher: ein Land, das wenig mit den abendländischen Klischees zu tun hat.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ein umfassendes historisches und politisches, aber auch theologisches Panorama, welches zum Verständnis aktueller Entwicklungen notwendig ist, zeichnet dieses Buch.«
Die Furche, 31.3.2016

»Die von Schweizer gegebenen Informationen verdichten sich zu einem umfassenden Bild des Staates, der damals wie heute eine Schlüsselrolle im vorderen Orient spielt.«
Verena Daiber, Buch-Journal

Klett-Cotta
8. Druckaufl. 2016, 520 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-94908-7
autor_portrait

Gerhard Schweizer

Gerhard Schweizer, 1940 in Stuttgart geboren, promovierte an der Universität Tübingen in Empirischer Kulturwissenschaft.Heute lebt er als freier...

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