Die Straße gleitet fort und fort

Die Karte von Tolkiens Mittelerde
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Der wichtigste Reisebegleiter für Tolkien-Fans - Erweiterte Neuausgabe

Die Faltkarte in diesem Buch führt Sie mitten hinein ins Herz von J. R. R. Tolkiens sagenhafter Welt Mittelerde. Der Künstler John Howe hat sie nach den ursprünglichen Entwürfen von Christopher Tolkien völlig neu gestaltet und mit wunderbaren Illustrationen aus »Der Herr der Ringe« geschmückt.

In Tolkiens Werk spielen neben den Hobbits, Elben und Orks die Landschaften eine Hauptrolle: Berge, Sümpfe, verwunschene Wälder und abgrundtiefe Schluchten ...

In diesem neu gestalteten Band sind eine umfangreiche Karte und ein einführender Text zur Erläuterung der Topographie nebst Illustrationen zusammengefasst.

Der Leser kann mit dem Glossar aller Namen aus der Feder des angesehenen Tolkien-Kenners Brian Sibley Mittelerde auf einzigartige Weise entdecken und erforschen: von Frodo und Sams Abenteuern im verwunschenen Lorien, dem Entwald, bis hin zu den Labyrinthen von Moria, wo Gandalf mit dem Balrog kämpfte.

Leseprobe
Einleitung - ZUR KARTOGRAPHIE VON MITTELERDE
Bilbo Beutlin liebte Landkarten; in seinem Flur in Beutelsend, erfahren wir, hing eine große Karte der Umgebung, auf der seine Lieblingswanderwege mit roter Tinte eingezeichnet waren. Auch J. R. R. Tolkien liebte Landkarten, und sie sollten eine bedeutende Rolle bei der Niederschrift der Geschichte von Mittelerde spielen.
Eine Karte ist die Aufzeichnung eines ganz bestimmten Augenblicks in der Zeit: das Endprodukt von Jahrhunderten Geschichte, Geographie und Sprache, und jede Karte spiegelt den begrenzten Wissensstand des Kartographen wider. Aus diesem Grund ließ man bei frühen Karten noch unentdeckte Gegenden leer oder versah sie mit Legenden wie »Hier lauern Drachen«. Natürlich gibt es manche Karten, bei denen solche Informationen sogar zutreffend sein können: Als Bilbo die Karte von Thrór betrachtete, sah er den Drachen Smaug unverkennbar in roter Tinte gezeichnet über dem Einsamen Berg fliegen!
Seit Menschen Karten ihrer Umwelt anfertigen, haben sie auch die Welten der Phantasie kartographiert; vom Garten Eden bis zur Hölle; von Utopia bis Nimmerland; von den Inseln, die Gulliver auf seinen Reisen entdeckte, bis zu Jim Hawkins' Schatzinsel; von Oz und Narnia bis zu Erdsee und der Scheibenwelt. Wenn man es recht bedenkt, ist kein Ort zu phantastisch für einen phantasievollen Kartographen.
Als frühes Beispiel, wie sehr Kartographie die Phantasie von J. R. R. Tolkien beflügelte, können wir eine reale Karte betrachten, keine fiktive, sondern eine, die im Ersten Weltkrieg in Frankreich entstand. Tolkien, der Sprachwissenschaftler aus Oxford, demonstrierte seine Fertigkeiten im Kartographieren, als er während der Schlacht an der Somme akkurat feindliche Schützengräben skizzierte - mit fein säuberlich gezeichneten Straßen, Feldwegen, Aushebungen und Reihen von kleinen roten Kreuzen, die Stacheldraht darstellen sollten.
Da Tolkien wegen einem Fieber nicht weiter am Krieg teilnehmen konnte (in dem zwei seiner engsten Freunde und so viele seiner Generation getötet wurden), begann er mit der Arbeit an einem ehrgeizigen literarischen Projekt - nämlich der Schöpfung einer ganzen Mythologie, die er bescheiden nur einem widmen wollte: England. Mit einem blauen Stift schrieb Tolkien auf den Einband eines ganz gewöhnlichen Notizbuches: Das Buch der verschollenen Geschichten; auf seine Seiten schrieb er die erste der Legenden, aus denen am Ende Das Silmarillion hervorgehen sollte.
Als er sich daran erinnerte, wie die Geschichten über das so genannte »Mittelerde« entstanden waren, sagte Tolkien: »Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass ich etwas aufzeichne, das schon irgendwie ›da‹ war; nicht, dass ich etwas ›erfunden‹ hätte.« Diese Vorgehensweise - in der wenigen Freizeit, die ihm sein ausgefülltes akademisches Leben ließ - veranlasste Tolkien, dass er eine seiner ersten fiktiven Karten »zeichnete«.
Sie wurde auf das Blatt einer Prüfungsarbeit der Universität von Leeds gezeichnet (wo Tolkien zwischen 1920 und 1925 Englisch lehrte), und in der linken oberen Ecke der Karte sieht man die gedruckten Worte: »Nicht auf diesen Rand schreiben.« Nicht, dass Kartograph Tolkien dem auch nur die geringste Beachtung geschenkt hätte! Als er 1937 den Hobbit veröffentlichte, hatten beide Landkarten in dem Buch links einen Rand, der selbstverständlich beschrieben war - entweder in Englisch oder in Runen!
Der Hobbit lieferte den entscheidenden Hinweis für die vollständige »Entdeckung« von Mittelerde, aber erst als Tolkien seinen Kindern die Geschichte von Bilbo Beutlin vorlas, wurde ihm klar, dass die Welt, in der Herr Beutlin herumspazierte, genau dieselbe Welt des Silmarillion war, nur in einem sehr viel späteren Zeitalter.
Tolkien schuf eigene Illustrationen für den Hobbit und zeichnete darüber hinaus zwei Karten. Eine war die Reproduktion von Thrórs Karte des Einsamen Berges; die andere Karte zeigte »Wilderland«, das Land jenseits des Randes der Wildnis: das Nebelgebirge, den Großen Strom, die Alte Waldstraße, Düsterwald, die Dürre Heide und dahinter (nur durch einen Pfeil angedeutet) die Eisenberge.
Die Eisenberge sah man später auch auf anderen Karten, die Tolkien zeichnete, als er mit den Plänen für einen »neuen Hobbit « begann. Auch das Meer von Rhûn, in das der Reißende Fluss oder Fluss Eilend mündet, kam später dazu; genau wie das Auenland, wo Bilbo und sein adoptierter Vetter Frodo ihre Heimstatt in Hobbingen hatten; und alle Länder südlich von Wilderland. Es dauerte zwölf Jahre, bis aus der Fortsetzung von Der Hobbit schließlich Der Herr der Ringe wurde; für Tolkien war es eine Reise, in deren Verlauf er ständig neue Entdeckungen machte.
Wie sich herausstellte, war Bilbos Zauberring ein bedeutenderer Gegenstand, als man anfänglich hatte vermuten können, darüber hinaus drängten auch immer mehr Figuren in die Erzählung und forderten ihr Recht. Als Frodo in Bree eintraf und Streicher begegnete, war sich anfangs nicht einmal Tolkien sicher, woher er eigentlich kam; und als sehr viel später Faramir Frodos Weg kreuzte, entdeckte Tolkien nicht nur eine völlig neue Figur für seine Geschichte, sondern durch diese Figur auch einen großen Teil der Geschichte des Volkes von Gondor.
Was Karten anbelangt, so kam ihnen eine entscheidende Bedeutung zu. »Es gibt viele Karten in Elronds Haus«, sagt Gandalf zu Pippin; und es gab auch viele Karten in Tolkiens Haus, die er wäh rend der Niederschrift von Der Herr der Ringe ständig zu Rate zog. »Wenn man eine komplizierte Geschichte schreibt«, erklärte er später einmal, »muss man mit einer Karte arbeiten; denn hinterher zeichnet man diese Karte dann doch nicht mehr.«
Die erste detaillierte Karte von Mittelerde wurde kontinuierlich überarbeitet, während Tolkien die Geschichte und Kultur der Drei Zeitalter seit der Erschaffung der Welt ans Licht brachte und aufschrieb. Als Folge davon wurden Orte verschoben oder umbenannt, Straßen verlegt und Flüsse umgeleitet. [...]
»(...) mit dieser kleinen Kostbarkeit wird das Werk Tolkiens noch einmal auf wunderbare Weise gewürdigt.«
Anke Brandt, www.geisterspiegel.de, 09/2009
Hobbitpresse Mit Illustrationen von John Howe
1. Aufl. 2009, 63 Seiten, Leinen mit Prägung und eingeklebtem Titelschild, vierfarbige Karte (60 x 60 cm) in Stecktasche auf Umschlaginnenseite
ISBN: 978-3-608-93761-9

Brian Sibley

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