Verlustangst und wie wir sie überwinden

Dieses Buch erwerben
18,95 EUR
broschiert
versandkostenfrei nach D, CH, A; in D, A inkl. Mwst., in CH evtl. zzgl. in CH anfallender Mwst. - Akzeptierte Zahlungsmittel

Verlust- und Trennungsängste überschatten das Leben vieler Betroffener und ihrer engsten Familienangehörigen. Das Selbsthilfebuch klärt über Ursachen auf, gibt praktische Impulse für die Überwindung der Störung und unterstützt Angehörige mit Informationen und Verhaltenstipps.

Mütter versinken in Depressionen, wenn ihre erwachsenen Kinder das Elternhaus verlassen. Männer überwachen ihre Frauen per Handy auf Schritt und Tritt. Trennungen hinterlassen Wunden, die nicht mehr zu heilen scheinen. Es ist die Verlustangst, die solch anklammernde Verhaltensweisen hervorbringt - zum Leidwesen der Betroffenen und ihrer engsten Umgebung. Was hinter übermäßiger Trennungsangst steckt und wie man ihr zu Leibe rücken kann, entfaltet die Autorin, eine erfahrene Psychotherapeutin, in diesem Buch.

- Es zeigt, wie stark Verlustängste in der Kindheit verwurzelt sind.
- Es beschreibt, wie »alte Narben« bei neuen Beziehungsproblemen aufreißen können.
- Es gibt konkrete Unterstützung hinsichtlich einer Verhaltensveränderung.
- Es informiert, wann Psychotherapie notwendig wird.

Aufklärung und praktische Unterstützung erfahren nicht nur Menschen mit Verlustangst, sondern ebenso ihre Partner, Kinder, Freunde, die eine derartige Störung einschränkt und oftmals ratlos macht. Gedankenimpulse, Übungen und Tipps aus Therapeutenhand helfen bei den ersten Schritten in ein autarkes Leben. 

Inhaltsverzeichnis
Zur Einleitung: Es gibt unglaubliche Geschichten
I. Das Phänomen Verlustangst
1. Keiner ist gerne allein
2. Wir sind alle vernetzt
3. Die Sache mit der Nabelschnur
II. Die Ursachen
1. Über die ungünstigen Voraussetzungen
2. Alte Beziehungsrisse
3. Neue Wunden
III. Die Folgen
1. Wenn alte Narben aufbrechen
2. Die »bösen« Tricks der Menschen mit Verlustangst in ihren Beziehungen
Die Frauentricks
Die Männertricks
Die Lieblingstricks beider Geschlechter
IV. Heil werden und Halt finden
Wahrnehmen und neue Ziele umsetzen
1. Wie die Heilung einsetzen kann
2. Wie man der Verlustangst selbst zu Leibe rücken kann
3. Überlebenstraining für Angehörige
4. Hilfe von außen
5. Wenn Psychotherapie notwendig ist
6. Dem Leben eine neue Richtung geben
Literatur

Leseprobe
Zur Einleitung: Es gibt unglaubliche Geschichten

Mütter versinken in nicht enden wollender Verzweifl ung, wenn ihr fast erwachsenes Kind auszieht;
Trennungen zwischen Partnern hinterlassen Wunden, die nie mehr zu heilen scheinen;
Ausgewachsene Männer werden sofort krank, wenn sich ihre Partnerin entfernt;
Frauen überwachen ihre Männer per Handy auf Schritt und Tritt;
Väter sind auf alles und jeden eifersüchtig;
Frauen betteln darum, nicht verlassen zu werden, und drohen mit Selbstmord
und, und, und ...
Was haben diese unglaublich anmutenden Geschichten gemeinsam?
Es handelt sich um Menschen, die sich zwar im Beruf intelligent und entscheidungsfähig erleben, aber wenn es um Beziehungen geht, werden sie plötzlich hilfl os wie kleine Kinder. Sie fragen sich selbst, was mit ihnen los ist, denn das Leid, das in ihnen immer wieder aufbricht, ist ihnen unerklärlich.
Der Schlüssel zu der Misere heißt Verlustangst. Ihre Ur - sachen und Auswirkungen sind vielen Betroffenen nicht so klar. Wir werden uns also der Verlustangst an die Fersen heften. Wir wollen begreifen, was Menschen so an den Rand ihrer Möglichkeiten bringt. Es wird uns dabei interessieren, wo die Wurzeln des Leides zu suchen sind, welche frühen Verletzungen und ungünstigen Voraussetzungen die Entstehung einer Verlustangst begünstigen. Betroffene stehen manchmal fassungslos vor ihren eigenen Gefühlen, denn sie übersehen, wie ein aktueller Schmerz die Verlustwunden, die in der Kindheit erlitten wurden, wieder dramatisch aufl eben lässt. Diese oft vergessenen seelischen Verletzungen haben viele Auswirkungen. Sie gehen tiefer, als die Be troffenen ahnen.
Speziell Mütter, in ihrer besonderen Ausrüstung als Pfl egerinnen des Beziehungsnetzes, leiden vermehrt unter quälenden Verlustängsten. Daher soll ihnen hier auch ein beson deres Verständnis zukommen. Aber nicht nur die Mütter sollen rehabilitiert werden. Auch Frauen, die keine Kinder geboren haben, und viele Männer tragen oft schwer an ihren alten Verlusttraumen. Sie sind Opfer ihrer Vergangenheit und werden gleichzeitig zu Tätern an ihrer Umgebung. Oft merken sie gar nicht, wie sehr sie die Menschen um sich herum terrorisieren, und fühlen sich als ewig ungerecht Behandelte. Vielleicht lassen ihnen die folgenden Texte manche Zusammenhänge klar werden.
Zuerst werden wir uns mit der Angst an sich beschäftigen und uns den, zum Teil genetisch bedingten, Beziehungen zwischen den Generationen zuwenden. Dann sehen wir, dass diese Bindungen durch alte Defekte und Defi zite gestört sein können: durch die Auswirkungen einer alten Verletzung, der »Wunde des Verlustes«. Nach diesen frühen Trennungen, die schmerzende Stellen in den Seelen der Betroffenen hinterlassen haben, wenden wir uns den aktuellen Beziehungsrissen zu und sehen, wie sie den alten Schmerz wieder aufl eben lassen. Auch die unlauteren Mittel und Tricks, zu denen sowohl Männer als auch Frauen greifen, wenn sie Menschen an sich binden wollen, um ihrer Verlustangst nicht ausgesetzt zu sein, werden uns interessieren. Schließlich wird der Versuch skizziert, über Trauerarbeit, Wandlungsrituale, Psychotherapie und mithilfe von Partnern und Umwelt einen neuen Anfang zu fi nden. Mit dem positiven Verarbeiten einer Trennung wird gleichzeitig die alte Wunde geheilt und die »unsichtbare Nabelschnur« zwischen den Generationen saniert. Das bedeutet, dass der frühere Schmerz nicht mehr in die nächste Generation als fatales Erbe weitergetragen werden muss.
»Die Autorin behandelt in ihrem Buch auf empathische Weise und leicht bekömmliche Art und Weise das Thema der Verlustangst, ihre Genese und den Konstruktiven Umgang damit. (...) Der kleine Ratgeber wendet sich nicht nur an Menschen, die selbst von Verlustängsten geplagt werden, sondern ist ebenso für Leser geeignet, die entweder privat oder auch beruflich mit Verlustängsten zu tun haben. Ulrike Sammer hat einen Ratgeber angefertigt, der munter aus Theorie und Praxis berichtet, Identifikationsmöglichkeiten bietet, dabie theoretisches Rüstzeug liefert und für den praktischen Umgang mit Verlustängsten und Verlustängstigen schult. Dabei berücksichtigt sie sowohl verhaltenstherapeutische als auch tiefenpsychologische Ansätze.«
Dr. med. et Dr. disc. pol. Andreas G. Franke, www.socialnet.de, 2. Juli 2008
Fachratgeber Klett-Cotta Fachratgeber Klett-Cotta
6. Aufl. 2014, 192 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-86034-4
autor_portrait

Ulrike Sammer

Ulrike Sammer, Dr. phil., geboren 1944, war als Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin und Supervisorin in freier Praxis in...

Weitere Bücher von Ulrike Sammer

Entspannung erfolgreich vermitteln

Progressive Muskelentspannung und andere Verfahren

Verlust, Trauer und neue Freude

Wie Abschiednehmen gelingt


Unser Service für Sie

Zahlungsmethoden
PayPal (nicht Abos),
Kreditkarte,
Rechnung
 
weitere Infos

PayPal

Versandkostenfreie Lieferung
nach D, CH, A

in D und A inkl. MwSt.,
evtl. zzgl. in CH anfallende MwSt.
 
weitere Infos

Social Media
Besuchen Sie uns bei


www.klett-cotta.de/im-netz
Facebook Twitter YouTube
Newsletter-Abo

Klett-Cotta-Verlag

J. G. Cotta’sche Buchhandlung
Nachfolger GmbH
Rotebühlstrasse 77
70178 Stuttgart
info@klett-cotta.de