Erste Hilfe für Frischverliebte

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Wer ruft wen zuerst an? Seriöse Tipps für »Jedermann« und »Jede Frau«

Der potenzielle Traumpartner: Prinz Charming oder Dirty Harry?
Wann und wo arrangiere ich das erste Date - und wie überlebe ich es?
Wie schafft man es, trotz rosaroter Brille nicht gegen die Wand zu laufen?
Reichen Luft und Liebe wirklich zum Leben?
Was sind die No-Goes der Romantik?
Wie überzeuge ich ihre/seine Eltern?
Tücken und Entzücken beim Online-Dating

Der Geisteszustand Frischverliebter ähnelt hormonbedingt dem Wahnsinn! Doch jetzt naht die Rettung: Mit »Erste Hilfe für Frischverliebte« verhindert Michael Eichhammer, dass es bei Ihnen zur amourösen Raserei kommt, und bietet stattdessen handfeste Tipps für eine erfolgreiche (Selbst-)Behandlung.

Liebe ist ein herrliches Gefühl! Pech nur,wenn Amors Pfeile mitunter wichtige Hirnbereiche lahmlegen und rationales Handeln unmöglich machen. Seien Sie vorbereitet und legen Sie sich mit Erste Hilfe für Frischverliebte das ultimative Notfallset für den schönsten Fall der Fälle zu ...

Dieses Buch ist allen gewidmet, die Schmetterlinge im Bauch erleben und vor allem überleben wollen und noch immer eine Antwort auf die alles entscheidende Frage suchen: Wer ruft wen zuerst an?

Inhaltsverzeichnis

Einleitung 13
I. Allem Anfang wohnt ein (fauler) Zauber inne
Die Sehnsucht nach der großen Liebe 19
Krankheitsbild in bunten Farben 22
An diesen Symptomen erkennen Sie, dass Sie an Liebe leiden 22
Die Arten der Liebe 28
Was ist Liebe überhaupt? 28
Jetzt ist es amtlich: Liebe macht doof! 31
Überraschende wissenschaftliche Erkenntnisse 31
Gegensätze ziehen sich aus 37
II. Erst die Arbeit, dann das zweifelhafte Vergnügen
Du gefällst mir unausgesprochen gut! - Was wir ohne Worte sagen 51
Signalstörung 52
Die wichtigste Liebeserklärung: Ich liebe mich! 54
Digital ist besser? 56
Tücken und Entzücken beim Onlinedating 56
Interview mit dem Onlinedating-Experten Eric Hegmann 62
III. Altlasten und Neuverschuldungen
Schöner Schein: Die Rolle des Aussehens 69
Gespenster der Vergangenheit 75
Warum wir die Falschen anziehen, bevor wir die Richtigen werden 75 So werden Sie der/die Richtige! 80
Von falschen Erwartungen 83
Die größten Irrtümer über die Liebe - Und warum es heilsam ist, sie zu erkennen 83
Ex und Hopp: Der Schlussstrich vor dem Neuanfang 87
IV. Sonderfälle, Unfälle und andere Fallbeispiele
Liebe auf den ersten Blick 97
Verliebt, verlobt, verheiratet - verarscht? 101
Liebe im Zeitraffer - Blitzhochzeit 101
Der Reiz des Verbotenen 104 Vergebene Liebesmüh für Vergebene? 109
Vom Sinn und Unsinn einer Affäre mit Gebundenen 109
Erste Hilfe für einseitig Verliebte 114
Besser Spät(zünder) als nie 117
Tausendmal berührt:Verliebt in den besten Kumpel 119
Niemals den Füller in die Firmentinte tunken? - Liebe am Arbeitsplatz 126
V. Grau ist alle Theorie - rosarot die Praxis
Große Liebe oder Sparflamme? 137
Reality Check 140
Erste Hilfe für Angsthasen 141
VI. Aller Anfang ist schwer: Dating für Dummies
Eiertanz-Kurs: Das erste Date
149 Körpersprache für Anfänger 169
Flirten will gelernt sein - das erste Date 176
Interview mit der Diplom-Psychologin Lisa Fischbach 176
Die Telefonfrage 181 Timing ist alles 185
Mit der Tür ins Haus fallen oder durch die
Hintertür schleichen? 185 Premiere für die drei magischen Worte 189
VII. So werden Sie beziehungsweise
Rollenspiele 195
Passen Frauen und Männer einfach nicht zusammen? 195
Umweltschutz 201
Wie Sie ihrem Umfeld nicht den letzten Nerv rauben 201
Nicht mit meiner Tochter! 205
Das Aufeinandertreffen mit den Eltern der/des Angebeteten 205
VIII. Überlebenstipps für das junge Glück: Kugelsichere Westen gegen Beziehungskiller
Eifersucht 219
Klammeräffchen 221
Schöner streiten: So geht's richtig zur Sache! 222
Die Rückkehr des Alltags 226

Leseprobe

Einleitung
Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt, behauptet ein Sprichwort. Nichts könnte weiter entfernt von der Wahrheit sein. Vor allem, wenn es sich bei den Kriegsparteien um Frischverliebte handelt. Dann kann jedes Date zum Eiertanz auf einem Minenfeld werden und jeder falsche Satz zum Rohrkrepierer. Dass Liebe bekanntlich blind macht, kommt erschwerend hinzu, denn: Wer blind vertraut, läuft Gefahr, ins offene Messer zu laufen. Beziehungsweise in Amors Pfeile. Die stehen zwar in punkto Durchschlagskraft modernem Kriegswerkzeug in nichts nach, es mangelt ihnen allerdings an Präzision. So erklärt sich auch, warum der Pfeil des Liebesgottes bisweilen bei der denkbar schlechtesten Paarung mitten ins Herz trifft.
Doch genug der martialischen Metaphorik. Dass Liebe gefährlich ist und wehtun kann, wird ohnehin niemand bezweifeln. Zumindest nicht bei klarem Verstand. Und genau da liegt das Problem: Frischverliebte sind nicht bei klarem Verstand. Liebe macht nämlich nicht nur blind, sondern auch doof. Das ist keine üble Nachrede verbitterter Langzeit-Singles. Sondern wissenschaftlich erwiesen. Wer sich »irre glücklich« fühlt, ist meist tatsächlich ein wenig irre. Die magischen Worte, die sich Frischverliebte im emotionalen Delirium zuraunen, sollten eigentlich auch nicht »Ich liebe dich« lauten, sondern »Du machst mich wahnsinnig«. Denn genau das richten die chemischen Substanzen an, deren Freisetzung das Objekt der Begierde bei uns auslöst. Ein chemischer Cocktail, dessen Ingredienzien für mehr Chaos sorgen können als Nitro und Glycerin, lässt den IQ von Frischverliebten auf das Niveau von Telefonquizfragen im Fernsehen sinken (Was schenkt man einer Frau beim Date: Ist es Antwort A) eine Rose, B) eine Hose, C) eine Dose oder D) Was ist eine Frau?). Thematisch fixiert wie Zwangsneurotiker denken Verliebte nur an das eine: das Objekt ihrer Begierde.
Für die Beurteilungskraft von Menschen im akuten amourösen Gefühlsrausch ist das Bild von der rosaroten Brille noch geschmeichelt: Frischverliebte tragen eher einen rosaroten Sack über dem Kopf, der sie selig grinsend gegen jede Wand - und im schlimmsten Fall sogar in Richtung Abgrund - laufen lässt. Frischverliebte sind Zeitreisende - ihr Hormonhaushalt katapultiert sie zurück in die Pubertät. Plötzlich ist nichts mehr sicher, nicht mal das über Jahre mühsam aufgebaute Selbstbild. Geschweige denn die Frage, wer wen zuerst anruft.
Aber damit wir uns nicht falsch verstehen: Dieses Buch will keineswegs in den Chor der Unkenrufer gegen das private Glück einstimmen. Enttäuschte Liebesdeserteure sind nicht die Zielgruppe von Erste Hilfe für Frischverliebte . Im Gegenteil sollen alle angesprochen werden, die das Wagnis eingehen, ihr Herz so weit zu öffnen, dass es zur Eintrittspforte für das Schönste wird, was das Leben zu bieten hat, sich damit gleichzeitig aber auch verwundbar machen. Dieses Buch will dabei helfen, das Verletzungsrisiko zu reduzieren und soll als Erste-Hilfe-Kasten für akute Fälle dienen. Zum Beispiel als Brillenputztuch, wenn die rosarote Brille beschlägt. Oder als Krisenmanagement bei vergeblicher Liebesmüh und anderen Worst-Case-Szenarios.
Neben unmittelbar Betroffenen profitieren auch Bekannte, Freunde und Familienmitglieder von diesem Kompendium über das Anfangsstadium von Liebe, leiden sie doch oft mindestens genauso sehr an den Irrungen und Wirrungen der Verliebten wie diese selbst. Sei es, weil sie als ungewollte Zeugen von den zuckersüßen Liebesschwüren der Liebenden Sodbrennen bekommen. Sei es, weil sie bei Liebeskummer als Therapeutenersatz herhalten und aus Solidarität schlaflose Nächte verbringen müssen. Oder weil sie sich stundenlang das nur in den Augen der Verliebten spannende Date in chronologischer Reihenfolge anhören müssen - einschließlich des mündlich überlieferten Protokolls jedes an jenem Abend gesprochenen Wortes.
Dieses Buch ist allen gewidmet, die nicht aufhören, auf ihr ganz privates Happy End zu warten. Auf ein hollywoodreifes Glück, das auch nach dem Abspann noch anhält. Möge dieses Buch Ihnen dabei helfen!

Von falschen Erwartungen
Die größten Irrtümer über die Liebe - Und warum es heilsam ist, sie zu erkennen
Wir sind einer Dauerberieselung mit Liebesklischees ausgesetzt, mit deren Penetranz selbst die Werbebranche nicht mithalten kann. Schaltet man das Radio ein oder den Fernseher, geht ins Kino, liest einen Roman - überall erreicht einen die gleiche Botschaft: Glücklich ist nur, wer die Liebe seines Lebens gefunden hat. Deshalb ist es gut, wenn man den einen, einzigen in Frage kommenden Menschen möglichst bald findet, damit der Rest des Lebens endlich beginnen kann. Und dieser Rest des Lebens ist randvoll mit süßer Sehnsucht, immerwährender Harmonie, leidenschaftlichem Sex, unsterblichem Verlangen und unstillbarer Neugier auf den Partner.
Soweit das Klischee. Hohe Ansprüche zu haben ist an und für sich natürlich nichts Schlechtes, nur sind unsere Ideale von romantischer Liebe in vielen Aspekten so weit von der Realität entfernt, dass Konflikte, Enttäuschungen und die Gefahr einer Trennung vorprogrammiert sind. Wie steht es diesbezüglich um Ihre Beziehung? Ist sie mit falschen Vorstellungen überfrachtet? Dann denken Sie an einen Satz des Architekten Thomas Andrews: »Dieses Schiff wird untergehen. Das ist eine mathematische Gewissheit.«
Er sprach diese Worte an Bord der von ihm entworfenen Titanic ...
Die gängigsten Liebesirrtümer
Ist Ihr Traumschiff wasserfest? Vergewissern Sie sich anhand dieser Liste:
1. Liebe ist es nur, wenn es auf den ersten Blick gefunkt hat.
Lesen Sie gerne Groschenromane? Gehen Sie gern in romantische Liebeskomödien?
Ja? Das erklärt ja einiges! Nichts für ungut, aber auf den ersten Blick sieht man immer nur die Oberfläche. Viele, die wir auf Anhieb anziehend finden, halten keinem kritischen zweiten Blick stand. Für eine wilde Affäre oder eine Schwärmerei mag der erste Eindruck eine zentrale Rolle spielen, doch für eine langfristige Beziehung zählt anderes. Charakter, persönliche Einstellungen und Wertefragen entscheiden darüber, ob eine Beziehung zukunftsfähig ist.
2. Ein liebender Partner versteht mich ohne Worte und kann mir jeden Wunsch von den Lippen ablesen.
Dann viel Spaß in der Partnerschaft mit einem Hellseher! Bei allen Anderen wird es leider nötig sein, das, was Sie denken, bisweilen auch auszusprechen. Mit mangelndem Interesse des Anderen an Ihrem Leben hat das nichts zu tun.
3. Ich suche meinen Seelenverwandten.
Wo Sie gerade dabei sind, sich unter Schmerzen von Klischees zu trennen: Werfen Sie auch gleich den Begriff »Seelenverwandter« mit über Bord! Gesetzt den Fall, es gäbe so etwas wirklich: Was soll denn spannend sein an einer Beziehung mit einem Seelenverwandten? Das klingt ähnlich aufregend wie Selbstgespräche. Sie profitieren mehr von einer Partnerschaft, in der beide sich ergänzen und im gegenseitigen Austausch zu neuen Gedanken und Ideen inspirieren.
4. In einer guten Beziehung gibt es keinen Streit.
Ein streitbarer Standpunkt! Oft ist nämlich das Gegenteil der Fall. Wer still duldet oder nichts auszusetzen hat, dem ist vielleicht einfach vieles gleichgültig. Dass uns unser Partner schneller als Andere auf die Palme bringt, liegt schließlich auch daran, dass uns seine Meinung und sein Verhalten viel bedeuten. Diskussionen über entgegengesetzte Ansichten zeigen auch, dass wir die des Partners ernst und wichtig nehmen.
Temperament und Leidenschaft zeigen sich eher in hitzigen Diskussionen als in gleichgültiger Duldung. Wichtig dabei ist jedoch eine vernünftige Streitkultur. Hasserfüllte Beschimpfungen sind selbstverständlich kein Zeichen von Liebe. Sachliche, respektvolle Auseinandersetzungen jedoch, die zu Kompromissen und Lösungen führen, können durchaus dazu beitragen, eine Beziehung frisch und lebendig zu halten.
5. Wenn man sich wirklich liebt, hat man auch nach Jahren so viel und leidenschaftlichen Sex wie in der Kennenlernphase.
Liebe und Leidenschaft bedingen sich nicht notwendigerweise gegenseitig. Das beweisen nicht nur One-Night-Stands, sondern auch die Erfahrungen vieler Paare. Zu Beginn sind Lust und Liebe so eng umschlungen wie das frische Paar. Für Leidenschaft sorgt der Reiz des Neuen und der Rausch der Hormone. Wenn sich aus der Verliebtheit jedoch Liebe entwickelt, wird die Neugier auf den Anderen durch etwas ersetzt, was auch viel Gutes hat: Vertrautheit und Geborgenheit. Dumm nur, dass die Lust darauf keine Lust hat. Die fordert: Unvorhersehbarkeit, neue Impulse, Action und Aufregung. Dieses Dilemma aufzulösen gelingt nie von selbst, sondern nur durch kreative Beziehungsarbeit.
6. Wenn das Kribbeln im Bauch und das Schweben auf Wolke Sieben nachlassen, liegt etwas im Argen.
Das gilt höchstens, wenn es Ihnen bereits nach zwei Tagen so geht. Tritt dieses Phänomen jedoch erst nach einigen Monaten auf, ist dies der natürliche Lauf der Dinge. Nicht traurig sein: Dieses Ende ist gleichzeitig ein Anfang. Die Chance nämlich, dass nach der Ära der Verklärung eine echte, auf Tatsachen beruhende Liebesbeziehung entsteht. Glücklich machen nämlich nicht nur Hormone, sondern auch das Wissen, was man am Anderen hat.
7. Wenn man den richtigen Partner gefunden hat, ist man für immer glücklich.
Wenn Sie das glauben, verwechseln Sie etwas! Ein Partner ist nicht dafür da, für Sie die Rolle des Glücks- oder Heilsbringers zu spielen, ebenso wenig den Samariter, Psychiater, Späterzieher oder Entertainer. Wahres Glück kommt von innen und wird geboren aus einer Zufriedenheit mit sich selbst und den eigenen Lebensumständen. Eine gelungene Partnerschaft kann einen Teil zu dieser Zufriedenheit beitragen, doch wäre es für jede Beziehung eine zu große Bürde, das eigene Glück komplett von der Partnerschaft abhängig zu machen.
Klett-Cotta
1. Aufl. 2010, 233 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-94563-8
autor_portrait

Michael Eichhammer

Michael Eichhammer ist Jahrgang 1972. Der in München geborene Autor und Journalist studierte Germanistik, Sozialpsychologie und ...



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