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Der Name des Windes

Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag

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»Für mich ist "Der Name des Windes" die überzeugendste Fantasy seit Tolkiens "Der Herr der Ringe" ...« Denis Scheck (ARD, druckfrisch, 5.10.08)

Deutscher Phantastik Preis 2009

In »Der Name des Windes« erzählt Patrick Rothfuss die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Zauberer seiner Zeit. Damit ist ihm ein Roman von so viel Einfallsreichtum und solch sprachlicher Kraft und Authentizität gelungen, dass er die gesamte Fantasyszene aufhorchen lässt.

»Vielleicht habt ihr von mir gehört« ... von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot - »sie haben einfach die falschen Lieder gesungen«. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.

Im Mittelpunkt dieses Leseabenteuers steht ein großer Magier und leidenschaftlicher Wissenschaftler, ein Musiker, dessen Lieder die Sänger zum Weinen bringen ... und ein schüchterner Liebhaber.

Mit Der Name des Windes legt Patrick Rothfuss den ersten Teil der Königsmörder-Chronik-Trilogie vor, der in den USA bei Kritikern und Fantasylesern begeistert aufgenommen wurde und schon bald einen der vorderen Plätze in der New York Times Bestsellerliste belegte. Der Bestseller-Autor Terry Brooks schreibt: »Der Name des Windes stellt das Debüt eines Autors dar, den wir lieber im Auge behalten sollten.« Das Magazin »The Onion« gibt den Lesern folgenden Rat: »Stellen Sie Der Name des Windes neben "Der Herr der Ringe" ins Regal und erwarten Sie den Tag, an dem beide in einem Atemzug genannt werden, vielleicht als Erste unter Gleichen.«

Wie es weitergeht?
Der folgende Band ist in zwei Teilen erschienen:
>>> Die Furcht des Weisen 1 - >>> Die Furcht des Weisen 2

2007 wurde Patrick Rothfuss für seinen Roman »Der Name des Windes« mit dem Quill Award sowie dem Pulishers Weekly Award für das beste Fantasy-Buch des Jahres ausgezeichnet.

Die günstige broschierte Ausgabe von »Der Name des Windes« ist leider vergriffen. 

Leseprobe
Prolog. Eine dreistimmige Stille

Es war wieder Abend geworden. Das Wirtshaus zum Wegstein lag still da, und es war eine dreistimmige Stille.
Die vernehmlichste der dreifachen Stille war dumpf und lastend und verdankte sich dem, was fehlte. Hätte ein Wind geweht, so hätte er in den Bäumen geseufzt, hätte das Wirtshausschild quietschend zum Schaukeln gebracht und die Stille wie trudelndes Herbstlaub die Straße hinabgeweht. Wäre das Wirtshaus gut besucht gewesen, hätten sich dort auch nur eine Handvoll Männer aufgehalten, so hätten sie die Stille mit Geplauder und Gelächter erfüllt, mit dem Radau und Bohei, den man in dunklen Abendstunden in einer Schenke erwartet. Wäre Musik erklungen ... aber nein, natürlich erklang keine Musik. All das fehlte, und so blieb es still.
Im Schankraum saßen zwei Männer an einem Tresenende beieinander. Sie tranken mit stiller Entschlossenheit und mieden ernsthafte Gespräche über beunruhigende Neuigkeiten. Und indem sie das taten, fügten sie der großen, dumpfen Stille eine kleine, mürrische hinzu. Daraus entstand eine Art Legierung, ein Kontrapunkt.
Die dritte Stille war weit weniger vernehmlich. Hätte man eine Stunde lang gelauscht, so hätte man vielleicht begonnen, sie im Dielenboden des Raumes oder in den Holzfässern hinterm Tresen zu erahnen. Sie lag in der steinernen Masse des schwarzen Kamins, der noch die Wärme eines erloschenen Feuers barg. Sie lag im langsamen Hin und Her eines weißen Leinentuchs, das die Maserung des Tresens entlangfuhr. Und sie lag in den Händen des Mannes, der dort stand und eine Mahagonifläche polierte, die bereits im Lampenschein glänzte.
Der Mann hatte leuchtend-, ja flammenrotes Haar. Seine Augen blickten dunkel und abwesend, und er bewegte sich mit einer Sicherheit, die sich aus vielfältigem Wissen speiste.
Das Wirtshaus gehörte ihm, wie ihm auch die dritte Stille gehörte. Und das war nur recht und billig so, denn sie war die größte der dreifachen Stille und schloss die anderen ein. Sie war so tief und so weit wie der Spätherbst. Sie wog so schwer wie ein großer, vom Fluss glatt geschliffener Stein. Es war der geduldige, schnittblumenhafte Laut eines Mannes, der darauf wartet zu sterben.

Minus drei Talente
(Kvothe der Magier erzählt von seiner Aufnahmeprüfung auf die arkanische Universität)
Die Universität lag im Zentrum einer kleinen Stadt. Diese Stadt war jedoch ganz anders als Tarbean mit seinen gewundenen Gassen und dem ewigen Abfallgestank. Es war eher ein schmuckes Städtchen, die Straßen waren breit und die Luft rein. Zwischen den kleinen Häusern erstreckten sich Rasenflächen und Gärten.
Doch da diese Stadt ganz den Bedürfnissen der Universität diente, stachen einige Besonderheiten ins Auge. So gab es hier beispielsweise zwei Glasbläsereien, drei bestens bestückte Apotheken, zwei Buchbindereien, vier Buchhandlungen, zwei Bordelle und eine wirklich unverhältnismäßig große Zahl von Schenken. Eine hatte am Eingang ein großes Holzschild mit der Aufschrift »KEINE SYMPATHIE!« Ich fragte mich, was nicht-arkane Gäste wohl von dieser Mahnung halten mochten.

Als ich auf die Bibliothek zuschritt, erinnerte mich das Haus mit seiner grauen, fensterlosen Fassade an einen riesigen Graustein. Nach all den Jahren des Wartens konnte ich es kaum glauben, dass ich dort war. Ich ging um das Gebäude herum, bis ich den Eingang fand, ein massives Steintor, das weit offen stand. Darüber, tief in den Stein gemeißelt, standen die Worte Vorfelan Rhinata Morie . Die Sprache war mir unbekannt. Es war kein Siaru ... vielleicht Yllisch oder Temisch. Noch eine weitere Frage, die es zu beantworten galt.
Hinter dem Steintor gelangte man in einen Vorraum mit einer Holztür. Ich zog sie auf, und ein kühler, trockener Lufthauch streifte mich. Die Wände waren aus nacktem, grauem Stein, und ein gleichmäßiges, rötliches Licht von Sympathie-Lampen breitete sich im Raum aus. Auf einem großen, hölzernen Schreibtisch lagen etliche große Registrierbücher, die aufgeschlagen waren.
Hinter dem Schreibtisch saß ein junger Mann, der nach einem waschechten Kealden aussah. Er hatte die charakteristische rötliche Gesichtsfarbe, dunkles Haar und dunkle Augen.
»Kann ich dir helfen?«, fragte er mit schnarrendem Siaru-Akzent.
»Ich möchte in die Bibliothek«, sagte ich. Ich hatte ein Hochgefühl im Bauch, und meine Handflächen waren feucht.
Er musterte mich, versuchte offenbar mein Alter einzuschätzen. »Bist du Student?«
»Angehender«, sagte ich. »Ich muss nur noch die Zulassungsprüfung absolvieren.«
»Das musst du zuerst erledigen«, erwiderte er streng. »Ich kann hier niemanden hereinlassen, der nicht eingeschrieben ist.« Er wies auf die Registrierbücher.
Das Hochgefühl fiel in sich zusammen. Ich machte mir nicht die Mühe, meine Enttäuschung zu verhehlen. »Darf ich mich nicht wenigstens ein paar Minuten umsehen? Ich komme von sehr weit her ...« Ich sah zu den beiden Flügeltüren hinüber, die aus dem Raum hinausführten. Die eine war mit PRÄSENZ beschriftet, die andere mit MAGAZIN. Hinter dem Pult gab es noch eine kleinere Tür mit der Aufschrift NUR FÜR PERSONAL.
Sein Miene milderte sich ein wenig. »Nein, das geht nicht. Das würde Ärger geben.« Er musterte mich erneut. »Willst du wirklich die Zulassungsprüfung absolvieren?«
Ich nickte. »Ich wollte bloß vorher noch hierher kommen«, sagte ich und sah mich in dem ansonsten leeren Raum um; ich betrachtete die geschlossenen Türen und überlegte, wie ich ihn dazu bringen konnte, mir Zutritt zu gewähren.
Bevor mir etwas einfiel, ergriff er wieder das Wort. »Wenn du das wirklich willst, solltest du dich sputen. Heute ist der letzte Tag. Und manchmal machen sie schon mittags Schluss.«
Mein Herz pochte. Ich war davon ausgegangen, dass die Prüfungen den ganzen Tag stattfanden. »Wo muss ich hin?«
»Hollows.« Er wies zum Ausgang. »Links entlang. Ein flaches Gebäude mit ... bunten Fenstern. Zwei große ... Bäume davor.« Er hielt inne. »Ahorn? Heißen die so?«
Ich nickte, eilte hinaus und lief die Straße hinab.

Zwei Stunden später betrat ich aufgeregt die Bühne eines Theatersaals in Hollows. Der Raum war abgedunkelt, nur auf den Tisch der Meister fiel Licht. Ich trat an den Rand dieses Lichtkreises und wartete. Die Gespräche der neun Meister verstummten allmählich, und sie fassten mich in den Blick.
Sie saßen an einem großen, halbmondförmigen Tisch, der erhöht war, so dass sie, obwohl sie saßen, auf mich herabsahen. Es waren streng blickende Männer mittleren bis hohen Alters.
Einen Moment lang herrschte Schweigen, und dann forderte mich der Mann, der in der Tischmitte saß, mit einer Handbewegung auf vorzutreten. Ich vermutete, dass er der Rektor war. »Tritt näher, dass wir dich sehen können. So ist es recht. Wie heißt du, mein Junge?«
»Kvothe, Sir.«
»Und weshalb bist du hier?«
Ich sah ihm in die Augen. »Ich will hier studieren. Ich will Arkanist werden.« Ich sah sie nacheinander an. Einige wirkten belustigt, aber keiner sonderlich erstaunt.
»Du bist dir aber bewusst«, sagte der Rektor, »dass die Universität der weiterführenden Bildung dient — nicht der grundlegenden?«
»Ja, Sir, das weiß ich.«
»Also gut«, sagte er. »Dürfte ich dann dein Empfehlungsschreiben sehen?«
»Ich fürchte, ich habe keines, Sir. Ist das denn unbedingt notwendig?«
»Es ist üblich, dass man einen Bürgen hat«, erklärte er. »Und zwar möglichst einen Arkanisten. Dessen Schreiben legt uns dar, über welche Kenntnisse du bereits verfügst, wo deine Stärken liegen und wo deine Schwächen.«
»Der Arkanist, bei dem ich gelernt habe, heißt Abenthy, Sir. Aber er hat nie ein Empfehlungsschreiben für mich verfasst. Dürfte ich Euch selbst davon berichten?«
Der Rektor nickte ernst. »Leider fehlt uns ohne irgendeinen Beweis die Möglichkeit festzustellen, ob du tatsächlich bei einem Arkanisten in die Lehre gegangen bist. Hast du nicht irgendetwas, das deine Behauptungen bestätigen könnte? Irgendwelche sonstigen Schreiben?«
»Er hat mir ein Buch geschenkt, ehe sich unsere Wege trennten, Sir. Er hat mir eine persönlichen Widmung hineingeschrieben.«
Der Rektor lächelte. »Das dürfte genügen. Hast du es bei dir?«
»Nein.« Ich ließ aufrichtige Bitterkeit in meinen Ton einfließen. »Ich musste es leider in Tarbean verpfänden.«
Links neben dem Rektor schnaubte Hemme, der Meister der Rhetorik, empört, was ihm einen gereizten Blick des Rektors eintrug. »Also bitte, Herma«, sagte Hemme und schlug mit der Hand auf den Tisch. »Es ist doch offenkundig, dass der Junge lügt. Ich habe heute Nachmittag noch Wichtigeres zu tun.«
Der Rektor bedachte ihn mit einem gereiztem Blick. »Ich habe Euch nicht das Wort erteilt, Meister Hemme.« Die beiden starrten einander an, bis Hemme schließlich mit finsterer Miene den Blick abwandte.
Der Rektor bemerkte eine Regung bei einem der anderen Meister. »Ja, Meister Lorren?«
Der große, schlanke Mann sah mich teilnahmslos an. »Wie lautete denn der Titel des Buchs?«
» Rhetorik und Logik , Sir.«
»Und wo genau hast du es versetzt?«
»Bei The Broken Binding , am Seaward Square.«
Lorren wandte sich an den Rektor. »Ich breche morgen nach Tarbean auf, um für das kommende Trimester noch einiges Material zu beschaffen. Wenn das Buch da ist, bringe ich es mit. Dann können wir über die Behauptungen des Jungen befinden.«
Der Rektor nickte knapp. »Danke, Meister Lorren.« Er lehnte sich auf seinem Stuhl zurück und faltete die Hände. »Nun denn. Was würden wir aus Abenthys Schreiben erfahren, wenn er es verfasst hätte?«
Ich atmete tief durch. »In dem Schreiben würde stehen, dass ich die ersten neunzig sympathetischen Bindungen auswendig beherrsche. Dass ich die doppelte Destillation beherrsche. Dass ich Lösungen titrieren, sublimieren und ausfällen kann. Dass ich mich in Geschichte gut auskenne, in Rhetorik, Grammatik, Medizin und Geometrie.«
Der Rektor tat sein Möglichstes, nicht belustigt zu erscheinen. »Das ist eine ganz schöne Liste. Bist du sicher, dass du nichts ausgelassen hast?«
»Er hätte wahrscheinlich auch noch mein Alter erwähnt, Sir.«
»Wie alt bist du denn, mein Junge?«
»Ich heiße Kvothe, Sir.«
Ein Lächeln spielte um seine Lippen. »Kvothe.«
»Fünfzehn, Sir.« Leichte Unruhe im Saal. Die Meister tauschten Blicke, hoben Augenbrauen, schüttelten den Kopf. Hemme verdrehte die Augen.
Nur der Rektor tat nichts dergleichen. »In welcher Weise hätte er dein Alter erwähnt?«
»Er hätte Euch dringend gebeten, es außer Acht zu lassen.«
Stille. Der Rektor atmete tief durch und lehnte sich auf seinem Sitz zurück. »Nun denn. Wir haben ein paar Fragen an dich. Meister Brandeur, würdet Ihr bitte den Anfang machen?« Er wies zum einen Ende der Tafel.
Ich wandte mich Brandeur zu. Der Meister der Arithmetik war beleibt und hatte schütteres Haar. »Wie viele Gran enthalten dreizehn Unzen?«
»Sechstausendzweihundertvierzig«, sagte ich.
Er hob ein wenig die Augenbrauen. »Wenn ich fünfzig Silbertalente habe und sie in Vintische Währung tausche und wieder zurücktausche, wie viel bleibt mir dann noch, wenn der Kealde jedes Mal vier Prozent einbehält?«
Ich begann umständliche Währungsumrechnungen und lächelte dann, als mir klar wurde, dass das gar nicht nötig war. »Sechsundvierzig Talente und acht Deut, wenn er ehrlich ist. Und sechsundvierzig Talente, wenn nicht.«
Er nickte erneut, betrachtete mich nun etwas genauer. »Du hast ein Dreieck«, sagte er langsam. »Die eine Seite misst sieben Fuß. Die zweite drei Fuß. Ein Winkel beträgt sechzig Grad. Wie lang ist die dritte Seite?«
»Ist das der Winkel zwischen den ersten beiden Seiten?«, fragte ich. Er nickte. Ich schloss einen halben Atemzug lang die Augen. »Sechs Fuß und sechs Zoll. Ganz genau.«
Er schnaubte und blickte verblüfft. »Nicht übel. Meister Arwyl?«
Arwyl stellte seine erste Frage, ehe ich dazu kam, mich zu ihm umzudrehen. »Was sind die medizinischen Eigenschaften der Nieswurz?«
»Sie wirkt entzündungshemmend und antiseptisch, dient als leichtes Sedativum und leichtes Analgetikum. Außerdem wirkt sie blutreinigend«, sagte ich und sah zu dem bebrillten alten Mann empor. »Bei übermäßiger Anwendung toxisch. Bei Schwangeren riskant.«
»Benenne die wesentlichen Bestandteile der menschlichen Hand.«
Ich nannte alle siebenundzwanzig Knochen in alphabetischer Reihenfolge, dann die Muskeln, vom kleinsten bis zum größten. Ich listete sie schnell und sachlich auf und zeigte dabei an meiner erhobenen Hand, wo sie sich jeweils befanden.
Die Schnelligkeit und Genauigkeit meiner Antworten beeindruckte sie. Einige versuchten es zu verhehlen, andere ließen es sich anmerken. Und ich musste sie ja schließlich auch beeindrucken. Von Ben wusste ich, dass man entweder Geld oder Grips brauchte, um an der Universität zugelassen zu werden. Je mehr man von dem einen besaß, desto weniger von dem anderen war nötig.
Deshalb hatte ich geschummelt. Ich hatte mich durch einen Hintereingang ins Gebäude geschlichen, hatte so getan, als wäre ich ein Laufbursche. Dann hatte ich zwei Schlösser geknackt und über eine Stunde lang den Prüfungsgesprächen anderer Studienbewerber gefolgt. Ich hatte hunderte Fragen und tausende Antworten gehört.
Ich hatte auch mitbekommen, wie hoch die Studiengebühren veranschlagt wurden. Im geringsten Falle waren es vier Talente, sechs Jots, meist aber das Doppelte. Einem Studenten hatte man über dreißig Talente in Rechnung gestellt. Ich hätte leichter ein Stück vom Mond ergattert als so viel Geld.
Ich hatte zwei Kupfer-Jots in der Tasche und keine Möglichkeit, an mehr Geld zu gelangen. Also musste ich sie beeindrucken. Mehr als das. Ich musste sie mit meiner Klugheit blenden.
Ich beendete die Aufzählung der Handmuskeln und begann mit der Aufzählung der Sehnen, doch Awryl unterbrach mich mit einer Handbewegung und stellte die nächste Frage. »Wann lässt man einen Patienten zur Ader?«
Die Frage ließ mich innehalten. »Wenn man möchte, dass er stirbt?«, fragte ich zurück.
Er nickte. »Meister Lorren?«
Lorren war ein bleicher Mann, der selbst im Sitzen ungewöhnlich groß wirkte. »Wer wurde als erster zum König von Tarvintas ernannt?«
»Ihr meint posthum? Feyda Calanthis. Ansonsten sein Bruder Jarvis.«
»Wieso brach das Aturische Reich in sich zusammen?«
Ich hielt verblüfft inne. Keinem anderen Studenten hatte man eine so weit reichende Frage gestellt. »Nun, Sir«, sagte ich langsam, um ein wenig Zeit zu haben, meine Gedanken zu ordnen. »Zum einen, weil Lord Nalto ein unfähiger Egomane war. Zum anderen, weil die Kirche für Chaos sorgte, indem sie den Orden der Amyr, dem Atur einen Großteil seiner Schlagkraft verdankte, mit einem Bann belegte. Es lag aber auch daran, dass das Heer gleichzeitig drei verschiedene Eroberungsfeldzüge führte, und hohe Steuern in den Ländern, die dem Reich bereits einverleibt waren, Aufstände auslösten.«
Ich betrachtete die Miene des Meisters, hoffte, er würde es sich anmerken lassen, wenn er genug gehört hatte. »Außerdem werteten sie ihre Währung ab und brachten die Adem gegen sich auf.« Ich zuckte die Achseln. »Aber es steckt natürlich noch viel mehr dahinter.«
Meister Lorren ließ sich nichts anmerken, nickte aber. »Wer war der größte Mensch, der je gelebt hat?«
Eine weitere ungewöhnliche Frage. Ich dachte darüber nach. »Illien.«
Lorren blinzelte mit ausdrucksloser Miene. »Meister Mandrag?«
Mandrag war glatt rasiert. Seine Hände waren mit vielen verschiedenfarbenen Flecken überzogen und schienen nur aus Knöcheln und Knochen zu bestehen. »Wenn du Phosphor bräuchtest — woher würdest du ihn bekommen?«
Seine Stimme klang für einen Moment fast wie Abenthys, und ich vergaß, wo ich war, und sagte, ohne nachzudenken: »Aus der Apotheke?« Am anderen Tischende lachte ein Meister auf, und ich biss mir auf die Zunge.
Er sah mich mit einem matten Lächeln an. »Apotheken einmal ausgenommen.«
»Ich könnte ihn aus Urin gewinnen«, sagte ich schnell. »Wenn ich einen Kiln und genug Zeit hätte.«
»Wie viel Urin bräuchtest du, um zwei Unzen reinen Phosphor zu gewinnen?« Er ließ die Fingerknöchel knacken.
Ich ließ mir mit der Antwort Zeit, denn auch dies war eine neue Frage. »Mindestens vierzig Gallonen, Meister Mandrag, je nach Güte des Ausgangsmaterials.«
Es entstand eine längere Pause, und er knackte erneut mit den Fingerknöcheln. »Was sind die drei wichtigsten Grundregeln des Chemikers?«
Das wusste ich von Ben. »Eindeutige Beschriftungen. Immer zweimal messen. Nie dort essen, wo man arbeitet.«
Er nickte, immer noch das matte Lächeln auf dem Gesicht. »Meister Kilvin?«
Kilvin war Kealde. Mit seinen breiten Schultern und dem buschigen schwarzen Bart erinnerte er mich an einen Bär. »Ja«, brummte er und faltete die dicken Finger. »Wie würdest du eine ewig brennende Lampe konstruieren?«
Die anderen acht Meister gaben aufgebrachte Laute von sich.
»Was denn?«, fragte Kilvin und sah sich irritiert um. »Das ist meine Frage.« Er sah wieder mich an. »Also. Wie würdest du so etwas konstruieren?«
»Nun«, sagte ich langsam. »Ich würde wahrscheinlich mit irgendeiner Art von Pendel beginnen. Das würde ich dann binden an ein —«
» Kraem . Nein. Nicht so.« Kilvin brummte einige Worte und schlug einige Male mit der Faust auf den Tisch, und jedes Mal drang dabei rötliches Licht aus seiner Hand. »Keine Sympathie. Ich will keine ewig glühende Lampe. Ich will eine ewig brennende .« Er sah mich wieder an und bleckte die Zähne, so als wollte er mich fressen.
»Lithiumsalz?«, fragte ich, ohne nachzudenken, und ruderte dann zurück. »Nein, Natriumöl ... nein. Mist.« Ich verstummte. Die anderen Studienanwärter hatten sich nicht mit solchen Fragen herumschlagen müssen.
Kelvin schnitt mir mit einer knappen Handkantenbewegung das Wort ab. »Genug. Wir sprechen uns später. Elxa Dal.«
Ich brauchte einen Moment, bis mir wieder einfiel, dass Elxa Dal der nächste Meister war. Ich wandte mich ihm zu. Er sah aus wie der typische unheimliche Magier, der in so vielen schlechten aturischen Stücken zur Grundausstattung zu gehören scheint. Streng blickende dunkle Augen, hageres Gesicht, kurzer schwarzer Bart. Seine Miene war jedoch recht freundlich. »Wie lautet der Spruch für die erste parallele kinetische Bindung?«
Ich rasselte es herunter.
Er wirkte nicht erstaunt. »Welche Bindung hat Meister Kilvin eben verwendet?«
»Kapakatorisches kinetisches Leuchten.«
»Was ist die synodische Umlaufzeit?«
Ich sah ihn verdutzt an. »Die des Mondes?« Die Frage kam nach den beiden vorigen ein wenig überraschend.
Er nickte.
»Zweiundsiebzig ein Drittel Tage, Sir.«
Er zuckte die Achseln und lächelte schief, so als hätte er erwartet, mich mit dieser letzten Frage auf dem falschen Fuß zu erwischen. »Meister Hemme?«
Hemme sah mich über gefaltete Hände hinweg an. »Wie viel Quecksilber braucht man, um zwei Viertelpint weißen Schwefel zu reduzieren?«, fragte er großspurig, so als hätte ich die falsche Antwort bereits gegeben.
Zu dem, was ich in meiner Stunde stiller Beobachtung gelernt hatte, zählte auch, dass Meister Hemme ein richtig übler Scheißkerl war. Er ergötzte sich am Unbehagen der Studenten und tat alles, was in seiner Macht stand, um ihnen zuzusetzen und sie zu verwirren. Und er hatte eine Vorliebe für Fangfragen.
Glücklicherweise hatte ich ihn diese Frage schon bei anderen Studienanwärtern einsetzen sehen. Versteht Ihr, man kann weißen Schwefel gar nicht mit Quecksilber reduzieren. »Nun«, sagte ich gedehnt und tat so, als würde ich darüber nachdenken. Hemmes selbstgefälliges Lächeln wurde breiter. »Vorausgesetzt, Ihr meint roten Schwefel, bräuchte man etwa einundvierzig Unzen, Sir.« Ich sah ihm mit einem strahlendes Lächeln an.
»Nenne die neun wesentlichen Fehlschlüsse«, schnauzte er.
»Vereinfachung. Verallgemeinerung. Zirkelschluss. Grundannahme. Wiederholung. Scheinkausalität. Doppeldeutigkeit. Hypothetisches Argument ...« Ich hielt inne, denn die offizielle Bezeichnung des Letzten wollte mir nicht einfallen. Ben und ich hatten es immer Nalt genannt, nach Kaiser Nalto. Es ärgerte mich, dass mir die richtige Bezeichnung nicht einfiel, denn ich hatte erst wenige Tage zuvor in Rhetorik und Logik etwas darüber gelesen.
Die Verärgerung war mir offenbar anzusehen. Hemme blickte mich finster an, als ich verstummte, und sagte: »Dann bist du also doch nicht allwissend?« Mit befriedigter Miene lehnte er sich auf seinem Stuhl zurück.
»Ich wäre nicht hier, wenn ich glaubte, allwissend zu sein«, bemerkte ich bissig, ehe ich meine Zunge wieder in Zaum nehmen konnte. Am anderen Tischende lachte Kilvin kurz auf.
Hemme machte den Mund auf, aber der Rektor schnitt ihm mit einer Handbewegung das Wort ab. »Nun denn«, begann der Rektor. »Ich glaube -«
»Ich möchte auch noch ein paar Fragen stellen«, sagte der Mann rechts neben dem Rektor. Er sprach mit einem Akzent, den ich nicht recht einordnen konnte. Vielleicht verwirrte mich auch, wie seine Stimme auf die anderen wirkte: Wenn er sprach, regten sich alle am Tisch ein wenig und wurden dann wieder still, wie Laub, in das der Wind hineinfuhr.
»Meister Elodin«, sagte der Rektor mit ebensoviel Hochachtung wie Beklommenheit.
Elodin war mindestens ein Dutzend Jahre jünger als die anderen. Er war glatt rasiert und hatte tief liegende Augen. Mittelgroß und von mittlerer Statur, hatte er nichts Außergewöhnliches an sich, von der Art und Weise einmal abgesehen, wie er dort am Tisch saß, im einen Augenblick etwas aufmerksam beobachtete und im nächsten gelangweilt den Blick zum Deckengebälk emporschweifen ließ. Fast ähnelte er einem Kind, das man genötigt hatte, sich zu Erwachsenen zu setzen.
Ich spürte seinen Blick auf mir ruhen. Ich spürte es tatsächlich und unterdrückte einen Schauder. » Soheketh ka Siaru krema'teth tu? «, fragte er. Wie gut sprichst du Siaru?
» Rieusa, ta krelar deala tu .« Leider nicht sehr gut .
Er hob eine Hand, den Zeigefinger nach oben gestreckt. »Wie viele Finger halte ich empor?«
Ich zögerte kurz, was mehr Erwägung war, als die Frage zu verdienen schien. »Mindestens einen«, sagte ich. »Und wahrscheinlich höchstens sechs.«
Ein Lächeln erhellte sein Gesicht, und er holte die andere Hand, an der zwei Finger nach oben zeigten, unter dem Tisch hervor. Er fuchtelte damit, auf dass die anderen Meister es sahen, und wiegte dabei auf kindliche Weise den Kopf hin und her. Dann ließ er die Hände vor sich auf den Tisch sinken und wurde mit einem Schlag wieder ernst. »Kennst du die sieben Worte, die eine Frau dazu bringen, dich zu lieben?«
Ich sah ihn an, versuchte zu entscheiden, ob mehr hinter der Frage steckte. Als es sich mir nicht erschloß, sagte ich einfach nur: »Nein.«
»Es gibt sie«, versicherte er mir und lehnte sich dann mit zufriedener Miene zurück. »Meister der Sprachkunde?« Er nickte dem Rektor zu.
»Damit hätten wir das Akademische dann wohl weitgehend abgehandelt«, sagte der Rektor fast wie im Selbstgespräch. Ich hatte den Eindruck, dass irgendetwas ihn sehr verwirrt hatte, aber er war zu gefasst, als dass ich hätte erkennen können, was genau es war. »Gestattest du, dass ich dir ein paar Fragen stelle, die weniger gelehrte Dinge betreffen?«
Da mir ohnehin keine Wahl blieb, nickte ich.
Er sah mich lange an, so lange, dass es mir minutenlang vorkam. »Warum hat Abenthy dir kein Empfehlungsschreiben mitgegeben?«
Ich zögerte. Nicht alle Theatertruppen waren so respektabel wie unsere — und daher wurden sie verständlicherweise auch nicht von jedermann respektiert. Ich zweifelte jedoch, dass es sich hier empfahl zu lügen. »Er verließ meine Truppe vor drei Jahren, und ich habe ihn seither nicht wieder gesehen.«
Die Meister starrten mich an. Ich konnte es förmlich in ihren Hirnen rattern hören, während sie mein Alter rückwärts rechneten.
»Also bitte«, sagte Hemme empört und tat, als wollte er aufstehen.
Der Rektor brachte ihn mit einem finsteren Blick zum Schweigen. »Warum willst du an der Universität studieren?«
Ich war sprachlos. Das war die eine Frage, auf die ich nicht im Mindesten vorbereitet war. Was sollte ich sagen? Zehntausende Bücher. Eure Bibliothek. Ich habe schon als Kind davon geträumt, dort zu lesen . Das war zwar wahr, aber zu kindisch. Ich will mich an den Chandrian rächen . Das war zu dramatisch. Um so mächtig zu werden, dass mir niemand mehr wehtun kann . Das war zu beängstigend.
Ich sah zu dem Rektor hoch und bemerkte, dass ich schon geraume Zeit schwieg. Da mir weiter nichts einfiel, zuckte ich die Achseln und sagte: »Das weiß ich nicht, Sir. Auch das werde ich wohl erst noch lernen müssen.«
Daraufhin fragte der Rektor: »Gibt es sonst noch etwas, das du uns sagen möchtest?« Er hatte diese Frage auch den anderen Bewerbern gestellt, aber keiner hatte die Gelegenheit genutzt. Die Frage schien fast rhetorisch zu sein, ein Ritual, bevor die Meister dann über die Studiengebühren des jeweiligen Bewerbers befanden.
»Ja, bitte«, sagte ich zum allgemeinen Erstaunen. »Über die Zulassung hinaus muss ich noch um einen Gefallen bitten.« Ich atmete tief durch, bis ich mir sicher war, dass sie mir alle lauschten. »Ich habe fast drei Jahre gebraucht, um hierher zu gelangen. Ich mag jung erscheinen, aber ich gehöre genauso — wenn nicht gar eher — hierher wie irgendein reicher kleiner Lord, der Salz und Zyanid nicht einmal am Geschmack unterscheiden kann.«
Ich hielt kurz inne. »Ich habe jedoch gegenwärtig nur zwei Jots im Geldbeutel und keine Möglichkeit, mehr Geld zu beschaffen. Alles, was sich irgendwie zu Geld machen ließ, habe ich bereits verkauft.
Wenn Ihr mir mehr als zwei Jots Studiengebühren abverlangt, werde ich nicht hier studieren können. Wenn Ihr mir weniger abverlangt, werde ich jeden Tag hier sein und jede Nacht tun, was auch immer nötig ist, um am Leben zu bleiben, während ich hier studiere. Ich werde auf der Gasse und in Ställen schlafen, werde für ein paar Speisereste Geschirr spülen, werde Pennys erbetteln, um Schreibfedern kaufen zu können. Ich werde alles tun, was nötig ist.« Diese letzten Worte sprach ich mit grimmiger Entschlossenheit, knurrte sie beinahe.
»Wenn Ihr mir aber die Studiengebühren erlasst und mir drei Talente gebt, damit ich davon leben kann und mir das kaufen kann, was ich zum Studium brauche, dann werde ich ein Student sein, wie ihr noch nie einen gesehen habt.«
Einen halben Atemzug lang herrschte Schweigen, und dann folgte ein Donnerschlag von Gelächter von Kilvin. »Ha!«, brüllte er. »Wenn auch nur jeder zehnte Student auch nur halb so viel Feuer hätte wie der hier, würde ich mit Peitsche und Stuhl unterrichten, statt mit Kreide und Schiefertafel.« Dann schlug er mit der flachen Hand auf den Tisch.
Daraufhin redeten sie alle durcheinander. Der Rektor gab mir einen Wink, und ich setzte mich auf den Stuhl, der am Rande des Lichtkreises stand.
Die Diskussion schien sich eine ganze Weile hinzuziehen, doch selbst zwei oder drei Minuten wären mir wie eine Ewigkeit erschienen, während ich dort saß und eine Gruppe alter Männer über meine Zukunft debattierte. Es wurde nicht geschrien, aber viel mit den Händen gefuchtelt, vor allem von Meister Hemme, der offenbar eine ebenso innige Abneigung gegen mich gefasst hatte wie ich gegen ihn.
Das wäre alles nicht so schlimm gewesen, wenn ich verstanden hätte, was sie sprachen, doch mein sonst so gutes Gehör ließ mich im Stich.
Mit einem Mal verstummte ihr Gespräch, und dann sah der Rektor in meine Richtung und winkte mich herbei.
»Hiermit geben wir zu Protokoll«, sagte er in formellem Ton, »dass Kvothe, Sohn des —« Er hielt inne und sah mich fragend an.
»Arliden«, ergänzte ich. Der Name hatte nach all den Jahren einen fremden Klang angenommen. Meister Lorren sah kurz in meine Richtung und blinzelte.
»... Sohn des Arliden, am 34. Caitelyn zum Studium an der Universität zugelassen wurde. Seine Zulassung zum Arkanum erfordert den Nachweis, dass er die Grundlagen der Sympathie beherrscht. Sein offizieller Bürge ist Kilvin, Meister des Handwerks. Seine Studiengebühr wird auf minus drei Talente festgesetzt...« [...]
»Der Platz neben Tolkien ist jetzt besetzt.«
Brigitte, 03.12.2008

»Ein Fantasyepos, das einen gefangen nimmt ... Ein Autor mit außergewöhnlich vielschichtiger Phantasie, mit ausgeprägtem Sinn für die Transparenz zwischen wirklicher Welt und Parallelwelten, mit großer erzählerischer Gabe, beeindruckender Stilsicherheit (die die deutsche Übersetzung von Jochen Schwarzer und Wolfram Ströle bewahrt) und mit bewundernswerter dramaturgischer Souveränität.«
Siggi Seuss, Süddeutsche Zeitung, 03.8.2012

»... Rothfuss' Epos hält dem Vergleich mit Tolkien stand, nicht zuletzt dank gewitzten Dialogen mitten in raunenden Episoden ...«
Hans ten Doornkaat, NZZ am Sonntag, 28.12.2008

»Ich spreche von echter Magie, Magie, wie Fantasy-Leser sie von Tolkien, J.K. Rowling oder Cornelia Funcke kennen.
Sollten Sie diese Art von Magie in Ihrem Alltag gerade vermissen, dann habe ich genau das Richtige für Sie: "Der Name des Windes", ein exzeptionell intelligenter Fantasy-Roman von Patrick Rothfuss. ...
... Das ist der Ausgangspunkt eines Romans, der mitreißend neu uralten Zauber wirkt. Für mich ist "Der Name des Windes" die überzeugendste Fantasy seit Tolkiens "Der Herr der Ringe", Roman von Musik und Magie, der sich wie eine Kreuzung aus Bob Dylan und Jack Vance liest.
Also vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue, und lesen Sie Patrick Rothfuss' "Der Name des Windes".«
Denis Scheck, ARD, druckfrisch, 05.10.2008

»... Intelligent konstruiert, spannend in Szene gesetzt und voll wunderbarere Fantasie und geistreicher Ideen ist "Der Name des Windes" eine Ausnahme wie ein Standardwerk, nicht nur der Fantasy-Literatur. ...«
Judith Leister, games orbit, Dez./Jan. 2008/09

»Nur eines ist sicher. Hätte ich die Möglichkeit, einen Fantasy-Preis zu vergeben, so wäre dieses Buch des Autoren Patrick Rothfuss mein einziger Favorit.«
Der phantastische Bücherbrief, Nr. 500, www.literra.info, 10/2008

»"Der Name des Windes" ist vor allem das Werk eines großartigen und wortgewandten Erzählers, der aus dem Werdegang eines Waisenkindes seinen Stoff rund um liebe, Rache, und die Qualen des Außenseitertums spinnt.«
Badische Neueste Nachrichten, 06.04.2009

»... "Der Name des Windes" ist Fantasy, die auch eingeschworene Gegner zu fesseln vermag.«
Jens Poggenpohl, BÜCHER, 2/2009

»Ein höllisch kraft- und substanzvolles Romandebüt, das man gar nicht aus der Hand legen kann - zwischendurch so schön und traurig, dass man lachen und heulen möchte. So gut, detailfreudig, klug und eigen, dass man wirklich tief beeindruckt und neidisch ist. So lebendig, dass es einem regelmäßig nahe geht. So spannend, dass man die Seiten gar nicht schnell genug umblättern kann. So süffig, dass man morgens nur schwer aus dem Bett kommt, weil man abends zu lange gelesen hat. Obwohl: Diesen Roman liest man eigentlich nicht - man lebt und erlebt ihn. Das Fantasy-Buch des Jahres. Und wahrscheinlich noch weit mehr.«
Christian Endres, Zitty, 20.11.2008

»"Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss, der Auftakt seiner "Königsmörder-Trilogie", ist sehr geeignet, die Vorurteile zu erschüttern. Nicht etwa, weil er erzählerisch radikal modern und heldenfrei von einer nicht feudalen Fantasiewelt erzählen würde. Sondern weil er die Versatzstücke orthodoxer Fantasy zu etwas Lebendigem zusammensetzt. ... Der Amerikaner Rothfuss, Jahrgang 1973, zeigt, dass konservatives Erzählen nicht stumpfsinnig und mechanisch sein muss. ...«
Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung, 24.10.2008

»"Der Name des Windes" ist ganz einfach der beste Fantasyroman der letzten zehn Jahre ... überhaupt eine der besten Geschichten, die im letzten Jahrzehnt erzählt wurden.« The Onion

»Der Name des Windes ist wohl das beste Debüt epischer Fantasy, das ich je gelesen habe ...« Ken Ferguson, fantasybookspot.com

In The New York Times Book Review, Bestseller mass-market fiction, Platz 11, 8.4.2008
Hobbitpresse Aus dem Englischen von Jochen Schwarzer, Gedichte und Lieder übersetzt von Hans-Ulrich Möhring (Orig.: The Name of the Wind)
19. Aufl. 2014, 864 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 2 Vorsatzkarten, Lesebändchen
ISBN: 978-3-608-93815-9
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Patrick Rothfuss

Patrick Rothfuss, geboren 1973 in Madison (Wisconsin), unterrichtet als Universitätsdozent und lebt in Wisconsin. In seiner Freizeit schreibt er...

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Die Königsmörder-Chronik. Zweiter Tag. Band 2

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