»Wenn Sokrates’ Muttersprache Deutsch gewesen wäre, er hätte gesprochen, wie Spaemann schreibt.«
Ijoma Mangold, Die Zeit
»Wir tun niemals einen Schritt über uns hinaus«, so charakterisierte David Hume pointiert die »moderne Weltanschauung«, deren Schattenseiten Robert Spaemann entfaltet. Meisterhaft setzt er dieser Haltung Kunst und Kultur, Philosophie und Religion entgegen. Sie geben uns im Leben, in der Welt und zu unseren Mitmenschen Orientierung und Halt.
Anders gesprochen: Wir können gar nicht anders, als uns zu überschreiten – und damit letztlich auch das Dogma der Moderne.
»Philosophen können sich auf unterschiedliche Weise äußern. Manchen Denkern eignet eine schneidende Präzision, die dem Lesenden nach kurzer Zeit den Atem nimmt. Doch es gibt auch eine einladende Präzision, die Raum zum Nachdenken und zum Widerspruch lässt. Ein Meister dieser Art zu denken und zu schreiben, ist Robert Spaemann … Ein altes Wort sagt, die Philosophie beginne mit dem Staunen. In der Tat bereitet Erstaunen auf Nachdenken vor. Es ist ein stimmunggründender Akkord für die Philosophie. Aber konkret wird die Philosophie erst, wenn sie fragt, nachfragt, in Frage stellt, wenn sie übliche Anschauungen problematisiert und Denkgewohnheiten erschüttert. Auf dieses sokratische Handwerk scheint sich im gegenwärtigen Deutschland niemand so gut zu verstehen wie Robert Spaemann.«
Hans Maier, Die Welt, 16.07.2011
»Es sind dies Schritte hinein in ein Denken, ohne das der geistige Raum der Gegenwart um vieles ärmer wäre. «
Uwe Justus Wenzel, Neue Züricher Zeitung, 20./21.08.2011
1. Aufl. 2011, 347 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag, Lesebändchen
ISBN: 978-3-608-94249-1
Robert Spaemann, geboren am 5. Mai 1927 in Berlin, studierte Philosophie, Romanistik und Theologie in Münster, München und Fribourg, promovierte 1952...