Was die Liebe scheitern lässt

Die Psychologie der chronisch gestörten Zweierbeziehung
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Wenn Menschen in ihren Liebesbeziehungen ständig gegen ihren Willen scheitern, kann das zu einem Leidensdruck führen, der psychotherapeutische Hilfe nötig macht. Um diese chronischen Beziehungsstörungen, das fortwährende Mißlingen einer befriedigenden Zweisamkeit geht es dem Autor in diesem Buch - nicht um den alltäglichen »Beziehungsfrust« und die ständig in den Medien diskutierten landläufigen Partnerschaftsprobleme.

Häufig verhindert eine neurotische Charakterstruktur geradezu systematisch den Aufbau längerdauernder Beziehungen: wenn Konflikte immer nur partnerschaftsfeindlich ausgetragen werden können oder neurotische Kommunikationsstrukturen vorherrschen, wenn negative frühkindliche Erfahrungen die Erlebensmuster deformiert haben oder der Partner immer wieder selektiv, verzerrt oder falsch wahr-genommen wird. Häufig erfolgt schon die Wahl des Partners unbewußt unter Gesichtspunkten, die mit dem Strukturdefizit des Klienten korrespondieren. Probleme ergeben sich z.B. häufig, wenn immer ein unterlegener oder ein überlegener Partner gewählt wird oder wenn Eltern-Substitute gesucht werden.

Anhand vieler aussagekräftiger Fallvignetten aus langjähriger psychotherapeutischer Praxis zeichnet der Autor ein gut strukturiertes und differenziertes Bild möglicher Störungsmuster, das durch seine große analytische Schärfe sowohl für die therapeutische Arbeit mit Paaren als auch mit einzelnen hilfreich ist. Eine bereichernde Lektüre auch für Betroffene.

Inhaltsverzeichnis


1. Kapitel: Untersuchungsgegenstand Paarbeziehung

1.1 Wie sieht die Wissenschaft das Scheitern von Zweierbeziehungen?
1.2 Das Konzept von den sechs kausalen Ebenen menschlichen Verhaltens
1.3 Die Diagnose der basalen Störungsmuster. Elf Beispiele von Masochismus
1.4 Die Partnerwahl

2. Kapitel: Das vorprogrammierte Scheitern, seine Dynamik, seine Ursachen

2.1 Die neurotisch beeinträchtigte Persönlichkeitsstruktur
2.2 Destruktive Prozesse und Abwärtsspiralen
2.3 Das Mehr-Stufen-Modell scheiternder Beziehungen
2.4 Der innere Fragebogen

3. Kapitel: Die Wahl des Elternsubstituts

3.1 Die Wahl des abweisenden, lieblosen Partners
3.2 Das Rettungsmotiv
3.3 Die Wahl des abwertenden Partners
3.4 Die Wahl des ödipalen Liebesobjekts
3.5 Die Wahl des emotional unzuverlässigen Partners
3.6 Die Wahl des dominanten Partners
3.7 Die Wahl des Pfleglings
3.8 Die Wahl des frauenfeindlichen Mannes
3.9 Die Wahl des Anklägers
3.10 Die Wahl des emotional stumpfen Partners
3.11 Das Pygmalion-Motiv
3.12 Komplikationen und Kombinationen

4. Kapitel: Kontrastprogramme

4.1 Die Protestwahl
4.2 Die Wahl des negativen Selbst
4.3 Das Andere
4.4 Der viel jüngere, viel ältere Partner

5.Kapitel: Verhängnisvolle Symmetrie

5.1 Machtkämpfe
5.2 Das Ringen um die Pfleglingsposition
5.3 Sexuelle Probleme mal zwei
5.4 Konkurrenz
5.5 Underdog wählt Underdog
5.6 Der orale Clinch

6. Kapitel: Die Wahl des superioren Partners

6.1 Eine Liste von Ich-Idealen
6.2 Spezifische Gefahrenmomente
6.3 Verdursten an der Quelle

7. Kapitel: Der inferiore Partner

7.1 Persönlichkeitsvarianten, die als inferior erlebt werden
7.2 Motive für die Wahl des inferioren Partners

8. Kapitel: Die Partnerschaftlichen Reaktionsmode

8.1 Aggressive Bewältigungsversuche
8.2 Rückzugsverhalten
8.3 Fehlende Kooperationsbereitschaft
8.4 Defensive Reaktionsmodi
8.5 Emotionalisierung
8.6 Die Flucht in die Schein-Autonomie
8.7 Den Änderungsdruck verstärken
8.8 Das eigene Innenleben verschlossen halten
8.9 Wenn Reden mehr schadet als nützt

9. Kapitel: Zerfallsmuster von Paarverbindungen: Über Negativprozesse und Abwärtsspiralen

9.1 Negative Verhaltensmuster
9.2 Funktionsmuster mit destruktiver Wirkung
9.3 Negative Gefühlsprozesse
9.4 Verlust persönlicher Ressourcen
9.5 Negative Veränderungen im kognitiven Bereich

Literatur

»Nach banalen Tipps sucht man in diesem Buch vergeblich. Dafür nimmt
Dietmar Stiemerling Beziehungsprobleme zu ernst. Statt dessen geht der
Berliner Diplompsychologe und Psychoanalytiker ausführlich auf unsere
oft sehr komplizierten Persönlichkeitsstrukturen ein. Und da geteiltes
Leid manchmal doppeltes Leid ist, setzt er nicht auf Kurztherapien,
sondern auf langfristige Behandlungsmethoden. Nur wenn jeder Partner auf
eigenen Beinen steht, trägt eine Beziehung den Alltag.«
(emotion, Juli 2006)
Klett-Cotta Leben lernen Leben Lernen 139
2. Aufl. 2002, 295 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-89687-9
autor_portrait

Dietmar Stiemerling

Dietmar Stiemerling, Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, ist als Psychoanalytiker in eigener Praxis und als Lehranalytiker in Berlin t...

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