Wenn Paare sich nicht trennen können

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Trennungshilfe für gescheiterte Partnerschaften

Nicht immer ist die Trennung eines Paares die schlechteste Lösung für beide. Wenn Partner trotz dauerhaften Beziehungsunglücks in ihrer gescheiterten Ehe verharren, kann therapeutische Hilfe neue Lebensperspektiven eröffnen.

»In seinem neuen Buch ... geht der Psychotherapeut Dietmar Stiemerling der spannenden Frage nach, was aus psychoanalytischer Sicht hinter der Unfähigkeit, den Schlussstrich zu ziehen, stecken könnte. ...«
Maja Langsdorff (Psychologie heute, Oktober 2006)

»Die Hoffnung auf Veränderung ist in vielen Fällen unrealistisch.« Dietmar Stiemerling

Der erfahrene Paartherapeut Dietmar Stiemerling kennt beide Situationen aus seiner Praxis: das Trennungselend, wenn Paare auseinandergehen, aber auch das oft verborgene Leid, wenn sich Partner aus einer definitiv gescheiterten Ehe aufgrund verschiedener hinderlicher Einstellungen nicht lösen können und sich Beziehungsunglück immer weiter fortschreibt.

Stiemerling beschreibt die Psychodynamiken, die verhindern, daß manche Paare eher in einer desolaten Dauerverklammerung verbleiben, als den nötigen Schritt in die Freiheit und Selbständigkeit zu tun.

Zu wissen, was zur Trennungsunfähigkeit geführt hat, ist schließlich die Voraussetzung einer Veränderung. Die Gründe können in strukturellen psychischen Defiziten auf beiden Seiten liegen oder im Anklammerungsbedürfnis eines depressiven Partners. Auch Schuldgefühls- und Haßbindungen sind nicht selten.

Der Autor zeigt,
• wie der Therapeut in verstrickten Beziehungen Klarsicht schaffen und unterstützend tätig werden kann,
• wie der Wille zur Veränderung beim Klienten gestärkt wird,
• wie Schuldgefühle auf ein realistisches Maß zurückgeführt werden können,
• wie eine Entflechtung der Gefühle und Abhängigkeiten gelingen kann.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
1. Kapitel
Die Unfähigkeit zur Trennung
Was Paare bindet und was Paare trennt
1.1 Einführung - Die heutige Ehesituation
1.2 Was Paare bindet
1.3 Die Merkmale einer zerrütteten Ehe
1.4 Die Tricks des Trennungs-Unwilligen
2. Kapitel
Die unsichere Bindung
2.1 Vorbemerkung
2.2 Die unsichere Bindung
2.3 Die Angst vor der Wiederkehr eines Traumas
3. Kapitel
Die vier Trennungskonflikte
3.1 Der Verschmelzungs-Separationskonflikt
3.2 Der Anatomiekonflikt: Abhängigkeit versus Anatomie
3.3 Der Triangulierungskonflikt
3.4 Die endgültige Ablösung
4. Kapitel
Das Anklammerungsbedürfnis des Depressiven
5. Kapitel
Strukturelle Defizite
5.1 Einführung in das Thema
5.2 Typ I: Die Angst vor dem Selbstverlust
5.3 Typ II: Der psycho-affektive Entwicklungsrückstand
5.4 Typ III: Die große Verletzbarkeit
6. Kapitel
Die Schuldgefühlsbindung
7. Kapitel
Der Ewigkeitsanspruch des konservativen Menschen
8. Kapitel
Der Orientierungskonflikt
9. Kapitel
Die Loyalitäts- und Treuebindung - das Gemüt
10.Kapitel
Die aggressive Gehemmtheit/Die Angstbindung
11. Kapitel
Das Unerledigte und die Hoffnung
12. Kapitel
Die Grundhaltung des Zweifels und die mangelnde Entschlossenheit
13. Kapitel
Die resignative Selbstaufgabe
14. Kapitel
Die Hassbindung
14.1 Einführung in das Thema
14.2 Hassabfuhr auf Raten
14.3 Der rachsüchtige Triumph
14.4 Schuldzuweisung an das Hassobjekt
14.5 Rache-Impulse provozieren Trennungs- und Verlustangst
14.6 Die Folgen brutaler Gewalterfahrungen
15. Kapitel
Die Lebenslüge
16. Kapitel
Bemerkungen über das unbewusste Gebundensein
17. Kapitel
Was tun?
17.1 Den Willen zur Veränderung stärken
17.2 Verständnis für die Hintergründe erlangen
17.3 Verbündete finden
17.4 Ein zweites Standbein schaffen
17.5 Das Schuldgefühl stärken
17.6 Trennung in Raten
17.7 Kontakt mit einem Paartherapeuten aufnehmen
17.8 Die Aufnahme einer Kurzzeit-Therapie
17.9 Die Aufnahme einer Langzeit-Therapie
17.10 Eine Notlösung
»In seinem neuen Buch "Wenn Paare sich nicht trennen können" geht der Psychotherapeut Dietmar Stiemerling der spannenden Frage nach, was aus psychoanalytischer Sicht hinter der Unfähigkeit, den Schlussstrich zu ziehen, stecken könnte. Er fragt nach ursächlichen Faktoren, die zum Scheitern der Ehe beziehungswiese zu Trennungsgedanken führen, und analysiert, welche Bindungskräfte bei Paaren wirken - etwa Loyalitätsgefühle, Treue als ethischer Wert, gemeinsame Geschichte ...« Maja Langsdorff, Psychologie heute, Oktober 2006

»In seinem neuen Ratgeber zeigt (Stiemerling) die Fesseln einer gescheiterten Partnerschaft auf und gibt Tipps, wie man sich von ihnen befreit.« emotion, Juli 2006

»Kennt jeder: Stop-and-go-Beziehungen, also Paare, die sich nicht trennen können. Was dahintersteckt, erklärt ein Paartherapeut ziemlich plausibel.«
Myself, April 2006

»Wenn Paare trotz gescheiterter Beziehung zusammenbleiben, sollte ein Therapeut bei der „Entflechtung“ helfen. Diplom-Psychologe Dietmar Stiemerling bietet mit seinem Buch „"Wenn Paare sich nicht trennen können"“ Lebenshilfe.« BZ am Sonntag

»Zwar ist das Buch geschrieben für Fachleute aus helfenden Berufen, doch wer sich ein wenig auf die fachspezifische Sprache einlassen kann, wird, falls er selbst unter diesem Problem leidet, eine Menge Hinweise finden, wie er ein bisher für unlösbar gehaltenes persönliches Problem (Trennungsangst bzw. -unfähigkeit) ggf. mit therapeutischer Hilfe lösen kann. Ich bin sicher: wer sich hier selbst auf die Spur gekommen ist, wie schmerzhaft auch immer das sein mag, der wird danach ein völlig neues Leben führen können, wenn er sich von der allgegenwärtigen Wiederholung in der neuen Beziehung schützen gelernt hat.« Winfried Stanzick, buchtips.net, 17.02.2013
Klett-Cotta Leben lernen Leben Lernen 184
4. Aufl. 2013, 150 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-89010-5
autor_portrait

Dietmar Stiemerling

Dietmar Stiemerling, Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, ist als Psychoanalytiker in eigener Praxis und als Lehranalytiker in Berlin t...

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