Selbstverliebt - aber richtig

Paradoxe Ratschläge für das Leben mit Narzißten
Buchdeckel „978-3-608-94098-5
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Gott vergibt. Ein Narzißt nie.

»Höher, schneller, weiter« lautet das Motto des echten Narzißten. Sie sind nicht nur gut, sie sind toll und vollkommen von sich überzeugt. Wenn auch Sie Karriere machen wollen, reich und berühmt werden, dann los. Was macht schon das winzige kleine Loch im eigenen Selbstbewußtsein? Vernachlässigbar.

Das Leben des Narzißten ist spannend, aufregend und von Erfolgen gekrönt: Als Narzißt sind Sie zielstrebig, leistungsorientiert, Sie schaffen es, andere vor Ihren Karren zu spannen, sind autonom, lassen sich nicht vereinnahmen, bestimmen die sozialen Regeln, kurz: Sie führen ein erfülltes und glückliches Leben. Unwesentliche »Nebenwirkungen« wie Beziehungskonflikte, Auseinandersetzungen mit Untergebenen, Vorwürfe, »egoistisch zu sein«, gesundheitliche Schäden (wie Bluthochdruck oder Herzerkrankungen) oder anhaltende Unzufriedenheit stecken Sie doch locker weg!

Mit einem Wort: Es lohnt sich, Narzißt zu werden, und dieses Buch hilft Ihnen dabei! Sollten Sie wider Erwarten so bleiben wollen, wie Sie sind, dann hilft Ihnen das Buch dabei, Narzißten besser zu verstehen und sich besser auf sie einzustellen.

Narzißt, der,
leidet unter einem instabilen Selbstwertgefühl. Einerseits fühlt er sich großartig und unübertroffen, ein anderes Mal zweifelt er an sich, fühlt sich minderwertig und depressiv. Er hat das ständige Verlangen nach Bewunderung durch andere und reagiert äußerst empfindlich auf Kritik.

Leseprobe
Gott vergibt, ein Narzißt nie!

Vergessen Sie keine Demütigung und vergeben Sie erst recht keine! Gott vergibt, ein Narzißt nie! Wenn Sie jemand beleidigt oder gekränkt hat, dann warten Sie nur auf die Gelegenheit, es ihm zehnfach zurückzuzahlen. Natürlich so, daß es nicht auffällt, denn Sie wollen ja nicht als nachtragend gelten. Sie nutzen den Vortrag Ihres Kontrahenten, um vor dem gesamten Publikum offenzulegen, daß er Teile seines Vortrages bei einem anderen abgeschrieben hat. Sie sagen selbstverständlich nicht »Sie haben abgeschrieben!«. Sie formulieren das natürlich sehr viel vornehmer, z.B.: »Es ist interessant, daß Sie an verschiedenen Stellen Ihres Vortrages Gedanken von XY erwähnen!«, obwohl Sie wissen, daß der Redner XY eben nicht zitiert hat.
Leute, die Ihnen böse mitgespielt haben, können Sie auch zu »Unpersonen« machen: Sie kennen sie nicht mehr, Sie grüßen sie nicht mehr, reden nicht mehr mit Ihnen, übersehen sie geflissentlich in der Menge. Das ist eine besonders effektive Methode der Vergeltung. Durch den Abbruch der Kommunikation hat der andere keine Chance mehr, etwas wiedergutzumachen, sich zu entschuldigen oder sein Verhalten zu erklären: Er wird in die Kategorie der lebenden Toten überführt. Falls das so drastisch nicht möglich ist, schränken Sie ihren Umgang mit ihm ein: Sie reden so wenig wie möglich mit ihm, übersehen seine Hand, lächeln ihn nicht an, Sie behandeln ihn wie einen Fremden, aber immer so, daß er Ihnen nicht direkt einen Vorwurf machen kann. Sollte er Sie fragen, ob etwas nicht stimme, sagen Sie einfach: »Nein, wieso denn?«

3.5 Erwarten Sie von anderen Bestätigung und Anerkennung!
Machen Sie allen Personen in Ihrer Umgebung klar, daß Sie von ihnen Bestätigung und Anerkennung erwarten. Das gilt besonders dann, wenn Sie beruflich Untergebene haben: Deren vornehmste Aufgabe besteht darin, Sie zu loben und zu bestätigen! Man sollte Ihnen ständig sagen
wie toll und souverän Sie Ihre Arbeit machen;daß Sie viel intelligenter, kreativer und leistungsfähiger sind als alle anderen;daß Sie ein guter Menschenkenner sind und Ihre Führungsaufgaben exzellent managen;daß Sie mühelos mit den schwierigsten Problemen fertig werden;daß Sie nichts aus der Ruhe oder aus der Fassungen bringen kann.

Kommen Ihre Untergebenen dieser Aufgabe nicht nach, kritisieren Sie sie so lange, bis sie es begreifen: Ein zufriedener Chef ist ein guter Chef, und um den Chef zufriedenzustellen, muß man ihn füttern!
Sind Sie nicht in einer Chefposition, haben Sie es natürlich deutlich schwerer. In diesem Fall ist es günstig, häufig zu Kollegen zu gehen und sie zu fragen, ob denn Ihre Arbeit nicht toll sei. Sagen Sie Ihren Kollegen, welche Probleme Sie wieder gemeistert und welche schwierigen Aufgaben Sie bewältigt haben. Machen Sie deutlich: Sie sind der Ritter in der schimmernden Rüstung, der große Drachentöter, dem man Respekt und Anerkennung zu zollen hat! Zugegeben - die Rolle kann bei verstockten Kollegen manchmal etwas mühsam sein, viele wollen Ihre Großartigkeit einfach nicht begreifen. Sobald Ihnen klar ist, daß sich einer der Kollegen weigert, Ihre natürliche Überlegenheit anzuerkennen, schneiden Sie ihn! Ignorieren Sie ihn einfach! Er ist Ihrer Aufmerksamkeit und Ihrer Bemühungen nicht wert; daher soll Ihr Glanz auch nicht auf ihn fallen!
Klett-Cotta
8. Aufl. 2015, 139 Seiten, Deckenbroschur, mit Illustrationen
ISBN: 978-3-608-94098-5
autor_portrait

Rainer Sachse

Rainer Sachse, Prof. Dr., Dipl.-Psych., ist Verhaltens- und Gesprächspsychotherapeut, Leiter des Instituts für Psychologische Psychotherapie in Bochum...

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