Die Brüder Boateng

Drei deutsche Karrieren
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»Kevin hatte es viel schwerer als ich. Im Wedding aufzuwachsen ist anders als in Wilmersdorf.«
Jérôme Boateng

Drei Brüder, zwei Mütter, ein Vater, ein Ziel: Fußballprofi zu werden. George, der älteste, hat es nicht geschafft. Heute züchtet er Hunde und macht Musik. Kevin hat bei der WM 2010 für Ghana gespielt und trumpft nun bei AC Mailand auf. Bei Jérôme, so scheint es, lief alles nach Plan. Er verteidigt für den FC Bayern und die deutsche Nationalmannschaft.

Das Buch erzählt vom Aufwachsen in zwei grundverschiedenen Stadtteilen, von Unterstützung und Vernachlässigung in Familie, Schule und Fußballverein, vom Aufstieg im Profifußball bis hin zu den Spitzenklubs und von Integration und Ausgrenzung.

Die Geschichte beginnt im Berliner Wedding in einem Fußballkäfig am Panke-Kanal. Hier sind George (geboren 1982) und Kevin (geboren 1987) aufgewachsen, hier hat auch ihr Halbbruder Jérôme aus Berlin-Wilmersdorf (geboren 1988) das Fußballspielen gelernt. Doch es geht in diesem Buch um mehr als um Fußball und das Spiel mit und ohne Ball. Es geht um Väter und Söhne, um den abwesenden Vater, den afrikanischen Vater und deutschen Rassismus. Es geht um Schule und Ausbildung, um Familie und Vernachlässigung, um Lehrer und Trainer, um männliche Bezugspersonen. Es geht um Ehrgeiz und den Willen zum Erfolg, ums Kämpfen und Aufgeben, ums Hinfallen und Wiederaufstehen und um ein berühmtes Foul.

Inhaltsverzeichnis
Wo alles begann: Der Käfig an der Panke 7

I. Ein Foul und die Folgen
Der Tritt 25
Duell in Soccer City 47
Ein afrikanisches Sommermärchen 66
Die deutsche Internationalmannschaft 75

II. Wedding und Wilmersdorf
Der Prince aus Sunyani 103
Berlin-Wedding, Abschnitt 36 114
Trennungsschmerz 132
Freunde und Helfer 150
Die wilden Jungs von Hertha 169
Im Schatten des Prinzen 182


III. Glitzerwelten, Sackgassen, Neuanfänge
Trennung der Ghetto-Kids 197
Verkehrte Welt 210
Distanz und Nähe 240
Die drei Familien Boateng 250


Dank 263
Anmerkung zu den Quellen und Zitatnachweis 265

Leseprobe
Wo alles begann: Der Käfig an der Panke

Langsam nähert sich der schwarze Mercedes dem Ende der Sackgasse. So ein Wagen verirrt sich nicht oft in diese Gegend. Als Kind hatte George Boateng immer von so einem Schlitten geträumt, aber noch viel mehr davon, irgendwie aus diesem verfluchten Viertel rauszukommen. Er hätte alles dafür gegeben, und in gewisser Weise hat er das auch getan.

Der Mercedes schluckt die letzten Schläge des Kopfsteinpflasters, dann hält er zwischen einer Werkstatt, in der kein Auto repariert wird, und einem Spielplatz, auf dem kein Kind spielt. Hinter Kletterpflanzen verborgen liegt ein verlassener Fußballkäfig. George Boateng steigt aus und befreit seine Tochter von dem Sicherheitsgurt des Kindersitzes. Er nimmt das zweijährige Mädchen an die Hand und hilft ihm die Treppe zur Rutsche hoch. Doch bevor Rojda rutschen darf, kontrolliert George schnell noch den Spielplatz.

»Junkie-Spieplatz«, sagt er. Aber er findet nichts, was seine Tochter gefährden könnte. Dann darf Rojda rutschen.
Es ist ein kühler Mittag im Sommer 2011, als George mit seiner Tochter in den Berliner Wedding zurückkehrt, zum Fußballkäfig an der Panke. Vor dem Käfig wartet er auf seinen jüngsten Bruder. Jérôme kommt wieder von der anderen Seite, so wie früher, als er an der Pankstraße aus der U-Bahn stieg, die Badstraße entlangrannte, durch das eiserne Tor in den kleinen Park einbog, um dort dann mit seinen beiden Brüdern und einem Ball hinter den Gitterstäben zu verschwinden. In der Enge des Käfigs gerieten die drei aneinander wie alle in diesem Viertel, aber noch mehr fanden sie zueinander. Der Käfig, das spürten sie, machte sie wirklich zu Brüdern. So wurde der Platz hinter den Gitterstäben groß genug, um darin eine Jugend zu verbringen. Doch die drei Brüder liebten diesen Käfig auch, weil die Welt um sie herum nicht durch die Gitter zu ihnen drang.
Um so lange wie möglich zusammenzubleiben, haben die Brüder manchmal von den Baustellen in der Nähe große Lampen rangeschleppt und sie in die Ecken gestellt. Mit dem geklauten Flutlicht konnten sie auch nach Anbruch der Dunkelheit spielen, oft blieben sie bis nach Mitternacht zusammen. Niemand konnte sie aus dem Käfig vertreiben, auch nicht der Regen. Wenn es so schüttete, dass der Platz unter Wasser stand und der vollgesogene, bleischwere Ball in den Pfützen liegen blieb, holten sie aus der Werkstatt einen Besen und kehrten die Pfützen weg.
»Wir wollten im Käfig immer so lange bleiben, wie es ging«, sagt George Boateng, »wir wollten nicht nach Hause.«
Im Käfig spürten George, Kevin und Jérôme wie nirgendwo sonst, dass sie Brüder sind – von einem gemeinsamen Vater, aber von zwei verschiedenen Müttern. George und Kevin lebten mit ihrer Mutter um die Ecke im Wedding, Jérôme bei seiner Mutter in Wilmersdorf, und das heißt: Sie lebten in verschiedenen Welten. Das tun sie auch heute – in Berlin, Mailand und München. Doch manchmal ist es so, als werfe der verlassene Käfig im Wedding lange Schatten, ganz so wie die Gitterstäbe in der Abendsonne an der Panke, wenn es dort am schönsten war.
Der Käfig war ihr gemeinsames Leben, einem Bindemittel gleich, das stärker schien als alle Unterschiede, die sie mit auf diesen harten Platz brachten, stärker auch als alle Schwierigkeiten, die sie schon als Kinder mit sich herumschleppten. Kevin und Jérôme hat der Käfig zu Fußballmillionären gemacht und zu internationalen Spitzenklubs geführt, dem AC Mailand und dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München. Auf diesem Weg ist für alle Brüder etwas abgefallen, auch für George, der es nicht geschafft hat, sein ebenso großes Talent aus dem Käfig in die Welt hinauszutragen, der sich nie aus dem Wedding freigespielt hat und ohne Schulabschluss und Perspektive einfach hängen blieb in dieser Sackgasse, wie so viele Jungs hier. Er landete schließlich im Gefängnis, verstand das als letzte Warnung und entschloss sich dann, Hunde zu züchten. Denn sonst ging nicht mehr viel.

George läuft im Park einem alten Kumpel über den Weg, Kaan, einem Türken in seinem Alter, er macht jetzt irgendwas mit Autos. Kaan trägt eine kurze Adidashose und Badelatschen, als würde er nach einem Spiel in der Kabine stehen und gleich unter die Dusche gehen. Aber er führt nur seinen Hund aus, eine kleine weiße Promenadenmischung. George und Kaan klatschen sich zur Begrüßung ab. Sie haben sich lange nicht gesehen, aber die gemeinsamen Erinnerungen sind stark, stärker als die Jahre, die dazwischen liegen.

»Viele sagen, dass sie die Boatengs kennen, aber Kaan kennt uns wirklich«, sagt George.
Die beiden Familien gehörten zu den ersten, die in den Neunzigerjahren hier in die Neubauten um die Ecke gezogen sind. Damals waren das begehrte Wohnungen, die Stadt hatte sich vorgenommen, etwas aus der miesen Ecke zu machen. Aber das hat dann doch nicht geklappt, genau wie bei so vielen Leuten hier, die sich mal was vorgenommen hatten, wo dann aber doch immer was dazwischen kam.
Kevin kommt an diesem Tag nicht zurück zum Käfig.
Den Kontakt mit seinem ältesten Bruder George hat er seit ein paar Jahren immer wieder unterbrochen, und nach der Weltmeisterschaft in Südafrika wollte er bald auch von Jérôme nichts mehr wissen. Jérôme weiß nicht, warum das so gekommen ist. Fast ein Jahr meldete sich Kevin nach der Weltmeisterschaft nicht, aber dann rief er plötzlich wieder an und sagte, er werde ihm bald alles erklären, denn immer wieder muss etwas geklärt werden zwischen den Brüdern.
Als Kinder konnten sich Kaan, Kevin und George vom Balkon aus zuwinken. Kaan spielte fünf, sechs Jahre mit Kevin in einer Mannschaft, bei Hertha BSC Berlin und davor bei den Reinickendorfer Füchsen. Auch Kaan war ein großes Fußballtalent, aber er brach sich viermal den Fuß, da war er noch nicht einmal 18 Jahre alt, und irgendwann brach bei all den Rückschlägen auch sein Wille.
Kaan kehrt immer wieder an die Panke zurück, früher mit einem Ball unter dem Arm und großen Hoffnungen in seinem Kopf, heute kommt er mit seinem Hund und den Erinnerungen an einen unerfüllten Traum zum Fußballkäfig. »Wenigstens einer von uns hat es geschafft. Aber wenn ich daran denke, was bei mir aus dem Fußball hätte werden können, kommen mir heute noch die Tränen«, sagt er. Es ist, als fiele mit der Karriere von Kevin, dem Jungen vom anderen Balkon, der es in diesen Sommertagen des Jahres 2011 gerade mit dem AC Mailand zum italienischen Meister gebracht hat, ein Teil des Ruhms auch auf ihn zurück. Das ist schon was in diesem verlorenen Viertel, findet Kaan. Aber er spricht nur von den Erfolgen Kevins, nicht von Jérômes Aufstieg, der doch auch jahrelang im Käfig spielte, aber eben nicht mit ihnen im Wedding lebte. Dann geht Kaan mit seinem Hund wieder nach Hause, vorbei am schwarzen Mercedes von George, den er nicht ansieht.
Jérôme steuert eine Holzbank an, von der man einen schönen Blick in den Park hat. Man schaut von dort auf ein sorgfältig restauriertes Vestibülgebäude, die Bibliothek am Luisenbad, ein früheres Kurhaus, kurz vor der Jahrhundertwende erbaut im Stil der Pariser Oper. Ein kleines Juwel, das man hier nicht erwartet. Jérôme, Kevin und George waren früher auch oft in der Bibliothek, aber nur, um aufs Klo zu gehen.
George möchte sich nicht auf die Bank setzen, die Jérôme ausgesucht hat. Er trägt seine Tochter auf dem Arm und sagt kopfschüttelnd: »Da sind immer die Alkoholiker.«
George sagt das so, als fürchte er, der schlechte Einfluss der Gegend könne sich übertragen wie eine ansteckende Krankheit. So wie früher bei ihm und Kevin, die hier gemeinsam in einem Zimmer aufgewachsen sind, mit drei weiteren Geschwistern und ihrer Mutter. Aber ohne Vater und ohne Geld.
George geht weiter. Jérôme folgt seinem ältesten Bruder schweigend.
Er ist früher auch oft hier gewesen, vor allem am Wochenende und in den Ferien, aber er war hier nur zu Besuch, das war etwas ganz anderes, als hier groß zu werden. Abends fuhr Jérôme wieder zurück zu seiner Mutter nach Wilmersdorf, wo er nach ein paar U-Bahn-Stationen ausstieg und jenen Halt fand, den seine Brüder vergeblich suchten.
Jérôme ist an der Panke irgendwie immer Besucher geblieben. Hier hatten George und Kevin das Sagen, und weil das an diesem Tag immer noch so ist, entscheidet George, sich auf eine Bank in dreißig Metern Entfernung unter hohen Pappeln zu setzen, direkt vor dem Flüsschen Panke, das in Berlin in die Spree übergeht und dem Kindheitsort der Boatengs seinen Namen gegeben hat.
Zufrieden lehnt George sich mit seiner Tochter im Arm auf der Bank, auf der er vor den Alkoholikergespenstern sicher ist, zurück. »Hier ist es gut«, sagt er.
Jérôme schweigt. George kennt sich hier einfach besser aus. Im Käfig schlägt das wilde Herz des Fußballs. Zinédine Zidane, der Sohn algerischer Einwanderer, der die Menschen auf dem Fußballplatz verzauberte und 2006 im WM-Finale gegen Italien seinen Gegner mit einem Kopfstoß niederstreckte, hat seinen Kampf hinter den Gittern von La Castellane aufgenommen, einer runtergekommenen Banlieue von Marseilles. Hetzer wie der französische Politiker Jean-Marie Le Pen ließen diese Ausländerghettos nur zu gern abreißen und würden ihre Bewohner am liebsten übers Mittelmeer zurückschicken nach Nordafrika.
In der Enge der Käfige hat auch der schmächtige Mesut Özil seine Technik entwickelt – als Schutzschild, mit dem ausgerüstet ihm die Härte hinter den Gittern nichts mehr anhaben konnte. Wayne Rooney eignete sich im Käfig dagegen eine Bulligkeit an, die keinen Widerstand duldete. Es gibt verschiedene Überlebensstrategien in einem Fußballkäfig, und als diese Jungs die Käfige verließen, haben sie diese Strategien mit hinausgenommen in die großen Arenen der Welt, wo ihnen niemand mehr Angst machen konnte.
Wenn einer der Jungen in Zidanes Käfig neue Fußballschuhe bekam, trampelten die anderen so lange darauf herum, bis sie nicht mehr neu waren. Auch Jérôme, Kevin und George lernten im Käfig, dass man immer wachsam sein muss, schneller als die anderen, und dass man einstecken können muss.
Die Jungs packen im Käfig ihre Wut mit ins Spiel, sie suchen für ihre Angriffslust und ihre Aggressivität immer neue Wege – Wege, die es auf einem normalen Fußballplatz nicht gibt, und anderswo meist auch nicht, und wenn doch, dann kommt oft die Polizei.
Damals wie heute nehmen die Jungs ihre Unverfrorenheit mit in waghalsige Dribblings, sie schlagen Haken, um sich aus der Enge zu befreien, ihre Unverschämtheit legen sie in wahnwitzig verschlungene Alleingänge, und so kommt es, dass jedes Spiel im Käfig immer auch so aussieht, als sei es die Fortsetzung eines Zweikampfs mit der Welt da draußen. »Im Käfig ist alles anders. Da ist der beste Freund dein Gegner. Da heißt es: Ellbogen raus – und durch«, sagt George. »Wenn du da einmal geweint hast, weil es weh getan hat, oder du ›Foul‹ gerufen hast, dann war es vorbei.«
Das Leben hinter Fußballgittern ist unendlich weit weg von dem geregelten und sozialverträglichen Fußball-Leben in den Internaten und Leistungszentren der großen Klubs, wo die neue Elite des Fußballs in Europa akribisch auf eine Karriere mit differenzierten Anforderungsprofilen vorbereitet wird, wo nach ausgeklügelten Konzepten auch soziale Kompetenzen gelehrt werden und die schulische Ausbildung nicht mehr zu kurz kommen soll. Dort ist das Ziel, einen Spielertypus heranzuzüchten, der in der Hochleistungsbranche perfekt funktioniert, der sich einpasst in ein vorgegebenes Spiel- und Mannschaftsgefüge, der sich ständig weiterbildet und die Mechanismen des Medien- und Unterhaltungsbetriebs ohne Ecken und Kanten bewältigt. Am Ende kommen dabei oft Spieler heraus, die eben auch gelernt haben, sich der Norm anzupassen.
»Der Käfig hat uns geprägt. Das war unser wichtigster Ort. Es ist ein harter Platz. Stein. Asphalt. Nur das Nötigste. Zwei Metallpfosten. Die Latte ’ne Metallplatte mit billigem Holz dran. Kein Netz. Nichts«, sagt George.
»Die Panke war mein Zuhause. Ihr habe ich alles zu verdanken«, hat Kevin in einer Reportage der Wochenzeitung Die Zeit gesagt, als er noch mit seinen Brüdern sprach.
»Und ich habe geheult, wenn Kevin mit mir gemeckert hat«, sagt Jérôme.

Ein Fußballkäfig ist anders als andere Käfige. Normalerweise lässt ein Käfig die Entfaltung seiner Bewohner nicht zu, und wenn man nicht aus diesen Zwängen ausbricht, dann wird der Käfig zur Falle, zum Gefängnis, weil die eigenen Fähigkeiten eingesperrt bleiben. Ein Fußballkäfig bringt jedoch genau die verborgenen Kräfte zum Vorschein, die in einem Fußballer ansonsten oft unentdeckt bleiben.

Im Fußball bedeutet der Käfig Freiheit.
»Der Käfig ist der Anfang von allem«, sagt George. Bald merkte er, dass seine Brüder dort gegeneinander kämpften und damit nicht mehr aufhörten. Sie kämpften härter gegeneinander als gegen alle anderen im Käfig, und George merkte auch, dass sie sich dabei gegenseitig anstachelten und immer besser wurden. Aber er wusste damals noch nicht, woher ihr brennender Ehrgeiz kam, warum sie im Käfig heulten – erst Jérôme und dann Kevin – und was das alles mit ihrem Vater zu tun hatte. Er erkannte nur, dass Jérôme unbedingt so gut werden wollte wie Kevin und dass Kevin den jüngeren Bruder auf Distanz hielt.
Es war ein Bruderzweikampf, der im Käfig begann und der nicht aufhörte, als sie den Käfig durch den kleinen Spalt, der an der einen Seite ins Metall geschnitten ist, verließen. George hatte mit diesem Duell nichts zu tun, mit ihm wollten sich Jérôme und Kevin nie in der gleichen Weise messen, wie sie sich untereinander maßen. George war im Käfig immer unantastbar. »Wenn man der Älteste ist, schauen die Kleinen immer zu einem auf. Aber so gut wie die beiden heute sind, verstehe ich nicht, dass sie damals zu mir aufgeschaut haben. Aber so war es«, sagt George.
Jérôme und Kevin bewunderten ihren großen Bruder. Er hatte es schließlich hinbekommen, dass sie endlich drei Brüder waren, die zusammen sein durften, und das lag ganz allein daran, dass George das unbedingt gewollt hatte. Er hatte die zerstrittenen Eltern so lange gedrängt, bis sie einwilligten, und als sie dann endlich zusammen waren, fühlte er sich auch verantwortlich, dass es gut lief zwischen ihnen. Einer musste das einfach in die Hand nehmen. Er nahm ja auch sonst schon viel in die Hand mit seinen zwölf, dreizehn Jahren. »Wenn man einen seiner Brüder am Anfang so viele Jahre nicht sieht, ist das eine komische Sache«, sagt George. »Aber wenn Jérôme dann bei mir war, habe ich nie Unterschiede zwischen ihm und Kevin gemacht, obwohl ich doch mit Kevin in einem Zimmer aufgewachsen bin. Ich habe mir auch extra Mühe gegeben, dass sich Jérôme nicht benachteiligt fühlt.«
George hatte früh ein Gespür dafür, wie es ist, wenn man benachteiligt wird, und er hätte auch gerne jemanden gehabt, der sich um ihn gekümmert hätte. Aber einen großen Bruder hielt die Familie für George nicht bereit, und der Vater, den es gab, der war nicht da. Dass er ihn in dieser Zeit viel stärker gebraucht hätte, wurde George erst später klar. Damals fand er das normal. Kevin hatte ja ebenfalls keinen Vater, und auch bei Jérôme war der Vater nach ein paar Jahren ausgezogen. Im Weddinger Käfig waren sie bei weitem nicht die einzigen Kinder, bei denen die Ehe der Eltern in die Brüche gegangen war.
Nur im Käfig war fast immer alles ganz einfach für die Brüder Boateng.
George war der Beste unter ihnen, daran gab es keinen Zweifel. Er war auch der Älteste. Wenn George und Kevin nach der Schule auf den Platz stürmten, vorbei an der Bibliothek, war der Platz an der Panke fast immer voll.
Am Wochenende war am meisten los, da durfte auch Jérôme häufig dabei sein. Dagegen erlaubte ihm seine Mutter unter der Woche nur einen Nachmittag im Wedding, der Schule wegen, wie sie sagte. Jérôme sah das ein. Am Wochenende drängelten sich oft über zwanzig Kinder und Jugendliche aus dem Viertel auf dem winzigen Platz, manchmal sogar noch mehr. Weil der Käfig für zwei große Mannschaften zu klein war, bildeten die Jungs mehrere Teams, so dass jeder mal dran kam und weil man in kleinen Teams besser kicken kann. Sie regelten das ganz gerecht, und niemand beklagte sich. Sie spielten Turniere, fünf gegen fünf oder vier gegen vier, je nachdem, wie es gerade aufging. Und wenn der Platz am Abend leerer wurde, spielten die, die am längsten durchhielten, zwei gegen zwei. Meistens waren es die Boatengs, die am längsten durchhielten. Dann durfte man den Ball nur noch einmal berühren, das war schwerer und machte das Spiel noch schneller. Die drei Brüder hatten für sich aber noch eine ganz eigene Regel im Käfig aufgestellt. »Wir haben immer nur mit dem schwachen Fuß gespielt, nie mit dem starken. Denn der starke war sowieso schon gut genug«, sagt George. Sie gewannen die Spiele mit links, so stark waren sie.
Irgendwann nervte es die Jungs, dass der Ball immer über die vier, fünf Meter hohen Gitterstäbe flog und dann auf der Wiese oder in der Werkstatt landete. Sie beschlossen, den Käfig vollständig gegen die Außenwelt zu verschließen. Sie hatten nicht viel, aber jeder gab, was er konnte, und als sie 130 Mark beisammen hatten, kauften sie ein Netz und spannten es über den Käfig. Nun mussten sie nicht mehr raus in die andere Welt, der Ball blieb immer bei ihnen im Käfig, und ihr Spiel wurde noch schneller. »Das Netz war ein Luxus«, sagt George, »das hatte sonst keiner in Berlin.«
Wenn George früher sagte, wie es zu laufen hat, dann machten seine Brüder, was er sagte. Das war ganz normal. Er war auch der Erste unter den Brüdern, der bei Hertha BSC Berlin spielte, dem größten Klub der Stadt. George ist einfach mit einem Freund dorthin gegangen, weil er merkte, dass er ziemlich gut war. Da war er allerdings schon elf oder zwölf. Das ist eigentlich viel zu spät für eine Fußballkarriere, und eigentlich ist es auch fast unmöglich, in diesem Alter in der Jugendmannschaft eines Profiklubs unterzukommen, wenn man von der Straße kommt und vorher noch nie in einem Verein gespielt hat. Aber George ging einfach hin und sagte den Leuten, er wolle mitspielen, weil er das gut könne. Die Hertha nahm ihn tatsächlich, doch zunächst steckten sie ihn in die dritte Mannschaft seines Jahrgangs in der D-Jugend. Das war George nicht genug. Er wusste, dass er besser war.
Zufällig sah ihn der Trainer von Herthas erster D-Jugendmannschaft spielen – das war bei einem Schulturnier –, und darauf holte er George in sein Team. Der Trainer sah in George ein Juwel, einen Stürmer von wilder Entschlossenheit, der es zu etwas bringen konnte.
George spielte im Käfig nun zwei Rollen. Er war der beste Fußballer unter den drei Brüdern, und dass er bei der Hertha war, verschaffte ihm zusätzlichen Respekt. Doch vor allem war er der große Bruder, der alles zusammenhielt. Er glaubte, das sei seine Aufgabe, weil doch schon so viel auseinandergeflogen war in der Familie. War er am Anfang jeden Tag im Käfig gewesen, kam er nach ein paar Jahren seltener als seine Brüder. Er tat in der Zeit ein paar Sachen, die nicht jeder mitkriegen sollte, vor allem nicht Jérôme und Kevin. Das war ihm wichtig, wenn er sein Ding in Berlin durchzog. Irgendwann kam George gar nicht mehr, da saß er über ein halbes Jahr in Untersuchungshaft, weil er zum wiederholten Mal zugeschlagen hatte.
»Ich komme aus dem Wedding. Da wird man Drogendealer, Gangster oder Fußballer«, hat Kevin gesagt, als er anfing, sich im Fußball einen Namen zu machen. Es war ein Spruch, der so oder ähnlich in allen Zeitungen stand und der ihn immer verfolgte. Manche meinten damals, er suche nach einer eigenen Geschichte, dabei hatte Kevin nur zu gut mitbekommen, was jenseits des Käfigs passierte. »Viele Kumpels sind auf die schiefe Bahn geraten, mit Drogen und Waffen und so«, sagte er, und vermutlich dachte er dabei vor allem an die Geschichte seines Bruders.
Die Jungs, die heute im Käfig spielen und die Geschichte der beiden Nationalspieler Kevin und Jérôme als großen Traum mit sich tragen, jonglieren den Ball lässig von einem Fuß auf den anderen, bugsieren ihn virtuos zwischen die Schultern und jagen ihn dann, wenn er wieder herunterfällt, direkt aufs Tor. Als die Boatengs kurz vor der Weltmeisterschaft 2010 in die Schlagzeilen gerieten, interessierten sich plötzlich auch die Reporter der großen deutschen Zeitungen für den Wedding und die Nachfolger der Brüder an der Panke.
Hussein gehört zu den Älteren, er ist schon über zwanzig und hat eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht. Er sagte dem Reporter der »Süddeutschen Zeitung«, dass er die Kurve gekriegt hat und seine Kumpels auch. Einen Job aber haben sie nicht gefunden, und so hat hinter der Kurve nichts auf die Jungs gewartet außer Aushilfsjobs, Schwarzarbeit oder Hartz IV. »Das prägt einen schon, wenn man überhaupt keine Chance bekommt«, sagt Hussein. Manche von den jüngeren, die noch zur Schule gehen, erzählen in der Zeit, dass sie niemanden kennen, der für sein Geld arbeitet, aber viele, die kiffen und saufen, und einige, die für Geld alles machen. »Es ist noch härter geworden als zu unserer Zeit«, sagt George. Wenn seine Kinder größer sind, sollen sie nicht mehr in Berlin leben.
Im Käfig an der Panke gibt es hinter dem Tor einen Spalt im Metall, um den Weg nach draußen zu finden. Aber wie kommt man durch die unsichtbaren Gitterstäbe, die den Wedding umgeben? Am Käfig im Wedding hängt damit auch die Frage, ob man in einem bürgerlichen Viertel aufgewachsen sein muss, um den immer rigider normierten Weg in die deutsche Fußballnationalmannschaft zu finden, oder ob man es wenigstens im Fußball schaffen kann, wenn man aus dem Wedding kommt und nichts anderes kennt als den Wedding.
Wenn Jérôme und Kevin im Käfig waren – immer öfter auch ohne George –, dann vergaßen sie die Welt, die sie trennte. Sie spielten ohne Pause drei, vier Stunden, übten ihre Tricks und kämpften an den Gittern um jeden Zentimeter, bis sie nicht mehr konnten. Dann gingen sie rüber in Kevins Wohnung, aßen dort schnell etwas, rasten wieder die Treppe runter und kickten und kämpften weiter, bis es dämmerte oder noch viel länger. »Die waren fast gar nicht zuhause, die waren dann immer im Käfig«, sagt George.
Jérôme nickt. »Die Zeit von früher will ich immer zurückdrehen«, sagt er. »Wo wir nur Spaß hatten und an nichts denken mussten und es keine Verpflichtungen gab.«
Dass George besser war, störte Jérôme nicht so sehr, aber das mit Kevin war immer eine andere Sache. Da konnte Jérôme Niederlagen kaum ertragen, und Kevin ging es genauso. Zwischen ihnen lagen nur anderthalb Jahre. Ihm wollte Jérôme unbedingt beweisen, dass er auch so gut sein konnte wie er. Wenn Jérôme im Käfig sah, dass er Tricks nicht konnte, die Kevin konnte, und Kevin ihn mit einer Härte an die Wand spielte, die Jérôme fremd war, dann fing er an zu heulen. »Ich kannte das alles so nicht, ich bin ja ein bisschen anders aufgewachsen«, sagt Jérôme, »Kevin konnte mehr Tricks, aber ich war schneller.«
George hatte zwar schnell registriert, was da im Käfig zwischen Kevin und Jérôme los war, doch dass das nicht nur mit Fußball zu tun hatte, ahnte er damals noch nicht.
»Die Konkurrenz zwischen den beiden war von Anfang an sehr stark. Es gab da die eine oder andere Situation, wo der eine übertrieben hat, aber das gehört dazu. Das braucht man auch, um ein dickes Fell zu bekommen. Dadurch sind die beiden stark geworden. Sie haben sich durch niemanden mehr einschüchtern lassen«, sagt George.
Er merkte, dass der Konkurrenzkampf eine Triebkraft seiner beiden Brüder war. So viel Energie steckte darin, dass sie über Jahre hin nicht erlahmte, nicht einmal als sie schon Profis waren und sich ihren Platz in den Nationalmannschaften von Ghana und Deutschland erkämpft hatten. Es ist, als hätte der Wettkampf zwischen Jérôme und Kevin im Käfig bis heute nicht aufgehört: »Wenn der eine etwas erreicht hatte, wollte der andere es auch unbedingt. Jeder will erreichen, was der andere geschafft hat«, sagt George. »Sie haben beide das Glück, einen Bruder als Vorbild zu haben.«
Jérôme sitzt auf der Holzbank, schaut zurück in den Käfig und nickt. Er war seit etwa fünf Jahren nicht mehr hier. Die Erinnerungen waren nie ganz weg, aber jetzt strömen sie auf ihn ein. »Ich war sehr schüchtern, als ich damals hierher kam«, sagt er. »Aber dann habe ich mich im Käfig verändert. Ich wollte meinen Brüdern zeigen, dass ich mithalten kann.« Jérôme erzählt, dass er immer nur im Käfig heulte, nie wenn er im Verein spielte oder auf dem Bolzplatz in Wilmersdorf ganz in der Nähe seiner Wohnung. Die stärksten Gefühle übermannten Jérôme und Kevin immer in diesem Käfig. »Der Käfig hat uns zusammengeschweißt«, sagt Jérôme, »da kann passieren, was will.«
Wenn Jérôme damals merkte, dass er etwas nicht konnte, was er unbedingt können wollte, um gegen Kevin und George zu bestehen, ging er nach Hause und kam manchmal einen Monat lang nicht wieder, obwohl er nichts lieber wollte als mit seinen Brüdern Fußball spielen. Er zwang sich, so lange zu trainieren, bis er glaubte, sich wieder im Käfig blicken lassen zu können. Jérôme trainierte in dieser Zeit ganz alleine wie besessen, und er kam erst wieder, als er konnte, was die anderen konnten. Als er es besser konnte. Jérôme war stolz, wenn seine Brüder über die Fortschritte staunten, nichts war ihm damals wichtiger als die Anerkennung seiner Brüder.
»Wenn ich wiederkam«, sagt Jérôme, »war ich wirklich besser.«
George nickt: »So war das immer, Jérôme ging, und zurück kam ein besserer Jérôme. Das war der Knackpunkt in seinem Leben: dass er gelernt hat, wenn man etwas tut, wird es auch belohnt. So spielt und entwickelt er sich bis heute. Ich kenne in Berlin einen Haufen Talente, aber keiner ist annährend so wie Jérôme. Ich habe mich nur auf mein Talent verlassen und Kevin auch.«
Die Talente, von denen George spricht, sind nicht Talente wie er selbst, die der Fußball irgendwann vergessen hat und die nun im Amateurfußball ihrem Traum nachhängen. George spricht von Spielern, die es in den Profifußball geschafft haben, in Bundesligaklubs spielen und schon Titel gewonnen haben. Aber diesen unbändigen Ehrgeiz, ständig an sich zu arbeiten, um besser zu werden als alle anderen, aber vor allem als der eigene Bruder, den hat George im Käfig und auf den Fußballplätzen in Berlin so nur bei Jérôme erlebt, der war auch stärker als bei Kevin.
Die Brüder Boateng haben in Berlin mit Ashkan Dejagah gespielt, der mit dem VfL Wolfsburg 2009 die deutsche Meisterschaft gewann, mit Sejad Salihovic, der bei 1899 Hoffenheim Karriere gemacht hat, mit Patrick Ebert, der mit Hertha BSC 2011 in die Bundesliga zurückgekehrt ist, und mit Zafer Yelen, der in der Bundesliga und in der ersten türkischen Liga gespielt hat. »Da gibt es schon ein paar Leute, die auch nicht schlecht sind. Aber so wie Jérôme ist keiner«, sagt sein großer Bruder. »Jérôme und Kevin hatten den größten Ehrgeiz und den größten Willen sich zu erweitern. Die meisten anderen sind schnell zufrieden. Dazu zähle ich mich auch. Wenn ich einmal dort oben wäre, würde ich denken: ›Ich habe es geschafft.‹ Aber auch seit Jérôme und Kevin da oben sind, habe ich von ihnen noch nie den Satz gehört: ›Ich habe es geschafft.‹ Noch nie, wirklich, nie. Das muss man erst mal haben. Das hatte hier sonst keiner.«
Was würde Kevin dazu sagen? Dass der Käfig ein Ort geblieben ist, an dem es keine Unterschiede zwischen ihnen gibt, ein Sehnsuchtsort für ein harmonisches Leben unter Brüdern, das sich Jérôme und George wünschen, aber von dem Kevin im Moment mal wieder nichts wissen will? Er ist in jenen Tagen abgetaucht in Mailand, aber das wird sich ändern, und damit wird auch die gemeinsame Vergangenheit des Käfigs, aber auch des Wedding wieder in das Leben der Brüder zurückkehren. »Der Fußball ist eine Gemeinsamkeit gewesen, wo man sich nicht streiten kann, wo man die gleiche Leidenschaft teilt. Es gibt Geschwister, die leben jahrelang zusammen und kommen nie auf einen Nenner. Wenigstens in dieser Sache haben wir einen Punkt, den wir alle drei genauso sehen«, sagt George. »Und das ist gut, sehr gut. Irgendwann kommt Kevin zu uns zurück.«

»Es ist ... eine sehr gut recherchierte Biografie dreier Brüder. Dreier Brüder? Wer ist denn der dritte, fragt man sich, und da wird das Buch schon zu einem Familienroman und damit zu einem Berlin-Roman, einem Epos über den Wedding und über Wilmersdorf und über die Welten, die dazwischen liegen.«
Richard Kämmerlings, Welt am Sonntag, 27.05.2012

»Ein Buch über Berlin und die Kraft der Familienbande, über Bildungschancen und Integrationspolitik, über Meinungsmachermechanismen und die Geschichte der Nachwuchsarbeit im deutschen Fußball.«
Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung, 28.06.2012

»Horeni hat ein stimmiges Bild der drei Brüder und ihrer auseinanderlaufenden Lebensläufe gezeichnet. Es wird deutlich, welche riesige Rolle strukturelle Defizite der deutschen Bildungs- und Integrationspolitik spielen, wenn es um Förderung oder eben Verschwendung von Talenten geht.«
Omid Nouripour, sonntaz, 23./24.06.2012

»Nummer zwei der elf besten Bücher zur Fußball-EM.«
Felix Bayer, Spiegel Online, 30.05.2012

»Sehr einfühlsam dokumentiert Michael Horeni in diesem Buch drei ungleiche Schicksale im Bann des Profifußballs und wirft einen differenzierten Blick auf das Integrationsversprechen des Leistungssports.«
Nils Markwardt, Literaturen, Mai 2012

»Die Geschichte der Boatengbrüder ist eine durchaus exemplarische für ein Land, das zwar schon lange ein Einwanderungsland ist, genau das aber erst seit ein paar Jahren überhaupt zur Kenntnis nimmt.«
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 01.06.2012

»Horeni erzählt die wahre Geschichte hinter der Fassade von Meinungen und Vorurteilen, die sich die Deutschen vor allem über Kevin Prince gebildet hatten … Aber es ist eben auch eine Geschichte über Deutschland und seinen Umgang mit den Migranten, von Chancengerechtigkeit, von Glück und Unglück sowie dem Umgang mit Fehlern. Also ein Buch nicht nur, aber vor allem für Fußballliebhaber.«
Thortsen Giersch, Handelsblatt, 18.05.2012

»"Die Brüder Boateng" ist eines jener Bücher über Sportler, das einen behutsamen, aber auch kritischen Blick hinter die Kulissen der Glitzerwelt des Profifußballs wirft. Es liest sich gut und leicht. Und am Ende möchte man gerne wissen, wie der Weg von George, Kevin und Jérôme Boateng wohl weiter verlaufen wird.«
Thomas Wheeler, Deutschlandradio, 06.05.2012

»Ein sehr gut zu lesendes, gut recherchiertes Buch, das Biographie, Sportbuch und Roman in einem vereint.«
Ceyhan Genc, zdf.de, 13.9.2012

»Es ist die gelungene Symbiose aus Sportlerbiographie und Gesellschaftsstudie, die das Buch lesenswert macht. Horeni dokumentiert Schlüsselmomente im Leben der drei Brüder und löst damit den Schleier um die einzelnen Lebensläufe.«
Marc Strotmann, Titel Magazin, 21.09.2012

»Horenis Buch ist ein Buch über Integration, Bildung, Familie, Fußball-Nachwuchsarbeit, über fremdenfeindliche Reflexe, seelische Verletzungen, die Macht von Medien und Vorurteilen. Es ist erhellend und anrührend, interessant und niemals langweilig. Vor allem aber ist es ein Buch darüber, dass außergewöhnliches Talent ein Geschenk ist, und zugleich eine Last sein kann. Die drei Brüder haben sich freigespielt, jeder auf seine Art.«
Anna Kemper, fussball-kultur.org, 26.09.2012

»Eines der herausragenden Fußballbücher dieses Jahres.«
Reno Voss, fussball-fuxx.de, 23.10.2012

»Ein brillant und sehr spannend geschriebenes Buch.«
Thomas Kliemann, General Anzeiger Bonn, 29.05.2012

»Überzeugend, packend, angenehm ruhig und mit klugem Blick auf Weichenstellungen außerhalb der Fußballplätze.«
unterhaltung.t-online.de, 03.07.2012
Tropen
1. Aufl. 2012, 272 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-50308-1
autor_portrait
Julia Zimmermann

Michael Horeni

Michael Horeni geboren 1965, hat in Frankfurt Politologie studiert. Seit 1989 ist er in der Sportredaktion der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, seit...

http://www.youtube.com/v/azpCtjIAY0o


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