Die Fantasy bei Klett-Cotta versammelt neben J.R.R. Tolkien, der mit seiner Romantrilogie »Der Herr der Ringe« das Genre »Fantasy« überhaupt erst geschaffen hat, und Tad Williams, dem Tolkien des 21. Jahrhunderts, eine Vielzahl der renomiertesten Fantasy-Autoren überhaupt.
»In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit …«
Mit diesem Satz begann J. R. R. Tolkien nicht nur seinen Roman »Der Hobbit« , sondern öffnete damit auch das Feld der Literatur für ein ganz neues Genre: Fantasy. Zunächst als Gutenachtgeschichte für seine drei Söhne konzipiert, erschien »Der Hobbit oder Hin und zurück«, so der vollständige Titel, am 21. September 1937 zum ersten Mal und wurde später durch den »Herrn der Ringe« fortgeführt.
Eine deutsche Übersetzung des »Hobbits« verhandelte der britische Originalverlag Allen & Unwin schon 1938 mit einem Potsdamer Verlag. Der Vertrag konnte jedoch nicht zustandekommen, da Tolkien die absurde Forderung ablehnte, den Nachweis über seine nichtjüdische Abstammung zu liefern. So kam es, dass als erste deutsche Tolkien-Ausgabe zuerst die drei Bände von »Der Herr der Ringe« ab 1969 im Allgemeinen Verlag von Ernst Klett erschienen.
Begonnen hat also alles mit »Der Herr der Ringe« – aber das war nur der Anfang. In einem fernen Märchenwald außerhalb von Zeit und Raum graste »Das letzte Einhorn« von Peter S. Beagle; »Roter Mond und Schwarzer Berg« von Joy Chant ließ seine Leser an den wilden Kämpfen räuberischer Adler teilnehmen; Lord Dunsany erzählt die Geschichte einer »Königstochter aus Elfenland« und William Goldmann ließ uns glauben, dass es »Die Brautprinzessin« wirklich gegeben hatte; und wer Mervyn Peake nach »Gormenghast« folgte, würde die Abenteuer des jungen Titus Groan hinter meterdicken Burgmauern nie vergessen.
In Vergessenheit geriet jedoch vorübergehend der Name Hobbit Presse. Zwar wurde die Fantasy bei Klett- Cotta weiterhin mit Liebe, Sachkenntnis und Fingerspitzengefühl gepflegt. Tad Williams veröffentlichte dort seinen Welterfolg »Otherland« in vier umfangreichen Bänden und viele weitere einzelne Bände. Seit 2005 wird die Trilogie »Shadomarch« von ihm veröffentlicht. Doch es sollten einige Jahre ins Land gehen, bis die Phantastik im Zeichen des Greifen wieder unter ihrem eingeführten Namen den Weg in die Buchhandlungen finden würde.
Im Herbst des Jahres 2006 war es wieder so weit – unter dem Label Hobbit Presse startete die Phantastik bei Klett-Cotta neu durch. Damit soll an die Tradition eines Namens angeknüpft werden, der unter Kennern noch heute einen besonderen Klang hat: Die Hobbit Presse steht für außergewöhnliche Fantasy, hinsichtlich Inhalt wie Qualität.
In den Jahren nach dem »Herrn der Ringe«-Erfolg hat der Verlag Klassiker wie »Tolkiens Briefe vom Weihnachtsmann« und Daniel Keyes’ »Blumen für Algernon« neu aufgelegt. Mit »Stadt der Heiligen & Verrückten« des US-Amerikaners Jeff VanderMeer und »Aether« des Briten Ian R. MacLeod erschienen gleich zwei bahnbrechende Romane der neueren angloamerikanischen Phantastik.
>> Alle Bücher in der Hobbit Presse
Alle Werke von Tolkien
>> Alle Ausgaben von »Der Hobbit« und alle Bücher zum »Hobbit«
>> »Der Herr der Ringe«: alle Ausgaben
>> Weitere Bücher zu »Der Herr der Ringe« wie z.B. »Das Silmarillion«
>> Die Karten
>> Weitere Bücher Tolkiens
>> Bücher zu J. R. R. Tolkien