Vollständig überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe auf dem aktuellen Forschungsstand
Vom ersten Moment unseres embryonalen Daseins an stehen wir im Austausch mit unserer Umgebung. Wie entscheidend unser gesamtes Leben von unseren vorgeburtlichen und vorsprachlichen Erfahrungen geprägt wird, führt uns die Autorin eindrücklich vor Augen: Ein überzeugendes Plädoyer für eine bewusste Rückbesinnung auf unsere früheste Erlebniswelt.
Anschaulich beschreibt das Buch, wie unser vorgeburtliches Leben, die Geburt und die ersten nachgeburtlichen Monate die Grundlage für unseren Zugang zur Welt bilden. Es zeigt die faszinierenden Erkenntnisse auf, die durch moderne Forschungs- und Diagnostikmethoden (Ultraschalltechnik, prä- und perinatale Psychologie, Gehirnforschung) gewonnen werden können. Kritisch setzt sich Marianne Krüll mit den Entwicklungen der modernen High-Tech-Geburtshilfe und der künstlichen Befruchtung auseinander und bezieht Stellung zu ethischen Fragen wie Genmanipulation und Stammzellgewinnung. Das macht ihr Buch zu einem leidenschaftlichen Plädoyer für ein ganzheitliches Menschenbild, das Mensch-Werden von Anfang an als einen unablässigen Prozess des Austauschs zwischen inneren Zuständen und äußeren, gesellschaftlichen Bedingungen begreift.
Das Buch berücksichtigt die modernsten Medizin (Reproduktionsmedizin, künstliche Befruchtung, pränatale Diagnostik) und behandelt auch ethische Fragen der Gentechnologie (Klonen, Stammzellgewinnung, Abtreibung).
Pressestimmen
»Marianne Krüll erzählt ihre Geschichte des Menschwerdens in der Wir- oder Ich-Form, und sie erzählt sorgfältig und liebevoll. Selbst komplizierte physiologische oder neurologische Zusammenhänge werden für den Laien verstehbar ... Ihr Bericht kann als eine spannende Reise durch die menschliche Vor- und Frühzeit charakterisiert werden.« Neue Zürcher Zeitung
»Bereits im Mutterleib ist der Mensch mehr Mensch, als wir im allgemeinen annehmen. So ist der Embryo, also der sich entwickelnde Organismus, in den ersten acht Wochen nach der Empfängnis bereits Körper, wogegen der Fötus, also das Ungeborene bis zur Geburt, seinen Körper schon fühlt ... Nach allem, was wir heute wissen, wird das Gehirn nicht von Genen strukturiert, sondern ist eine Art Bio-Computer, der neben der Datenspeicherung noch sein Programm selbst zu programmieren weiß, und zwar anhand der Erfahrungen, die er macht, sei es im Mutterleib oder in der äußeren Umwelt. Die Erfahrungen im Mutterleib werden für das Ungeborene zu einer Art Orientierungskarte von der Welt, eine Vorstellung, die zeigt, wie entscheidend die vorgeburtliche Entwicklung ist ...« Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Als Beispiel eines neuen interdisziplinären Ansatzes verdient das Buch ein großes Publikum. ...« Int. Journal of Prenatal und Perinatal Studies
»Der Autorin ist es gelungen, sprachlich anregend und spannend die Entwicklung des Menschen von Anfang an zu beleuchten und dabei herauszuarbeiten, wie bedeutungsvoll der Anfang für unser weiteres Leben ist.« Theresia Maria de Jong, Dr. med. Mabuse, 05/2010
International renommierte Forscher und Kliniker stellen die neuesten Erkenntnisse zur vorgeburtlichen Bindung, zur Bedeutung von Hormonen sowie zu Störungen der Bindungsentwicklung vor. Sie berichten über Präventionsmaßnahmen und zeigen die Möglichkeiten und Grenzen psychotherapeutischer Interventionen auf.
»Der Band gibt faszinierende Einblicke in verschiedene Aspekte der psychologischen und psychiatrischen prä-, peri- und postnatalen Bindungsforschung. ...« Anne-Ev Ustorf (Psychologie Heute, 3/2008)
2. Aufl. 2008 gebunden mit Schutzumschlag 304 Seiten, ISBN: 978-3-608-94428-0
Das Buch enthält wichtige Grundlagentexte dieser beiden bahnbrechenden Pioniere der Bindungsforschung – zum ersten Mal in deutscher Übersetzung. Der Schwerpunkt liegt auf den klinisch bedeutsamen Grundlagen: auf dem Verhalten kleiner Kinder in der Fremdensituation, den Beobachtungen zur Feinfühligkeit, den Untersuchungen zur Bedeutung der Bindung über den gesamten Lebenslauf und ihrer Funktion aus evolutionspsychologischer Sicht.
Aus d. Engl. von Karin Grossmann, Klaus E. Grossmann, Rosi Mimler, Christine Sontag und Sabine Tschernich 2. Aufl. 2009 gebunden mit Schutzumschlag, 14 Abb. 443 Seiten, ISBN: 978-3-608-94321-4
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