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Roman
Aus dem Isländischen von Karl-Ludwig Wetzig (Orig.: Höfundur Íslands, Mál og menning, Reykjavík, 2001)


Auflage: 1. Aufl. 2005
Ausstattung: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 616
ISBN:
978-3-608-93652-0

Hallgrímur Helgason  

Vom zweifelhaften Vergnügen, tot zu sein

Weitere Informationen:

Ein fulminant-skurriles Spiel mit Dichtung und Wahrheit

»... Eine pfiffige Fabel. ... Eine grosse bunte Spielzeugkiste ist dieser Wälzer.«
Uwe Stolzmann (Neue Zürcher Zeitung, 17.3.2005)

Wie in einem bunten Kaleidoskop wirbelt ein ganzes Jahrhundert vorbei – der Fokus ist die nördliche Insel zwischen Amerika und Europa, in ihm erkennt man die Welt und den Beginn einer neuen Zeit.

  Ein Kind findet den reglosen Greis nahe dem einsamen Schafhof seines Vaters. Gastfreundschaft ist in Island heilig, daher nimmt der wortkarge Viehbauer den Findling auf.

Allmählich kommen dem Greis Erinnerungsfetzen: Ihm scheint, er kennte diese Leute, diesen armseligen Hof. Die Gespräche klingen seltsam vertraut, oft zu intim, auch hölzern oder sogar peinlich. Erst als der Alte zu seinem Entsetzen merkt, daß er offenbar vierzig Jahre in die Vergangenheit versetzt wurde, wird ihm klar, wo er ist. Und wer er ist: der berühmteste Schriftsteller Islands. Er ist offensichtlich in einem seiner Romane aufgewacht. Und der Ort, an dem er sich befindet, trägt den vielsagenden Namen Höllental. Und für Einar Grímsson beginnt in der Tat seine private Hölle. Hilflos muß er mitanhören, was er sich vor vierzig Jahren ausgedacht hat.

Die Zeitreise zwingt ihn, sein Leben von Grund auf zu überdenken – seine Verehrung Stalins, seine Feigheit, seine egoistischen Eitelkeiten, sein jährliches Warten auf den Nobelpreis, seine Unfähigkeit zur Liebe.

Auszeichnungen

Hallgrímur Helgason hat für den Roman den "Isländischen Literaturpreis" und den "Literaturpreis der Isländischen Buchhändler" erhalten.

Karl-Ludwig Wetzig wurde für die Übersetzung mit dem Preis der Dialog-Werkstatt Zug ausgezeichnet.

Weitere Pressestimmen

»... Wer in diesem Buch nur eine von Literaturfreaks zu lösende Entschlüsselungsaufgabe sieht, nimmt Helgasons Roman nicht richtig wahr: Vor allem anderen ist "Vom zweifelhaften Vergnügen, tot zu sein" ein intertextuelles Spiel, das selten so unverkrampft, unterhaltsam und anregend gelingt wie hier. ...
Ein Übersetzer hat es zwischen den literarischen Schwergewichten ... nicht leicht. Doch Karl-Ludwig Wetzig gelingt es, Helgasons Kapriolen elegant ohne Reibungsverluste zu übertragen. ...«
Kristof Magnusson (Literaturen, Juli/August 2005)

»... Selbst wer keinerlei Interesse an Geysiren, Schafen oder Halldór Laxness hat, wird nicht anders können, als diesen großen europäischen Roman zu loben und zu preisen.«
Rainer Moritz (Die Welt, 18.6.2005)

Bei perlentaucher.de im Mai 2005 in der Kategorie "Die besten Bücher des Monats"

»... eine Art Schlüsselroman des isländischen Erfolgsautors Hallgrímur Helgason«
Katharina Granzin (die tageszeitung, 7.5.2005)

»... man muss als Leser nicht einen einzigen isländischen Autor kennen, um in Helgasons Roman ein wunderbares Buch zu entdecken. ...
Der stärkste Teil des Buches jedoch ist der "Roman" im Roman. Helgason gelingt es auf dieser Ebene, all seiner selbst inszenierten Ironie zu trotzen und Menschen aus Fleisch und Blut zu schaffen. ...«
Silja Ukena (Süddeutsche Zeitung, 14.4.2005)

»... Eine pfiffige Fabel. ...
Hallgrímur Helgason, Islands ewig provozierender Erfolgsautor, der Komödiant, Poet und Comic-Zeichner, wollte keinen Heimatroman. Auf einer zweiten Ebene erledigt er (und mit ihm Weltbürger Grímsson) en passant ein ganzes böses Jahrhundert. Hitler, Lenin und Stalin, die Heilslehren mit ihrem Blutzoll, die fatale Fortschrittsgläubigkeit. ...
Das Buch - trotz den Einschränkungen: ein schönes Buch - endet mit einem Glossar isländischer Eigenheiten aus der Feder des Übersetzers. Eine grosse bunte Spielzeugkiste ist dieser Wälzer. ... «
Uwe Stolzmann (Neue Zürcher Zeitung, 17.3.2005)

»... So versteckt Helgason auf der Hochheide und am Fjord kunstvoll die Puzzlestücke einer ganzen Schriftstellerbiographie des zwanzigsten Jahrhunderts ... Helgason nutzt Island als verkleinerte Weltkarte, in der sich ein ganzes Säkulum spiegelt. ...
... kommt der Leser reicher von diesem ausgedehnten Aufenthalt in den steinigen Ursprungslanden des Erzählens zurück. ...«
Andreas Rosenfelder (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.3.2005)

»Grímsson ist im Altersheim gestorben - und in seinem eigenen Buch wieder aufgewacht. Ein ziemlich skurriler Einfall ist diese Konstruktion des isländischen Schriftstellers und Malers Hallgrímur Helgason, 46, aber das Konzept geht auf. ...
Helgason selbst hat die Warnung seines Protagonisten beherzigt und einen Roman geschrieben, der keinen Raum hat für endlose Landschaftsschilderungen - weil er viel Platz braucht für eine Fülle origineller Einfälle.«
Marianne Wellershoff (Der Spiegel, 11/2005, 14.3.2005)

»Dieser Roman beweist: Hallgrímur Helgason ist der originellste und brillanteste Schriftsteller des heutigen Island.«
Jon Y. Johannsson (DV Tageszeitung)

»Ein Reykjavíker Kritiker meinte denn auch, in Helgason den nächsten isländischen Nobelpreisträger gefunden zu haben.«
(Neue Zürcher Zeitung)

»… der Autor knüpft an große Traditionen an. … Halgrimur kann als Laxness´ hübsch mißratener Neffe apostrophiert werden.«
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)


Bei Klett-Cotta ebenfalls erschienen:

101 Reykjavík. 
»Kneipennächte. Familienfeiern. Mädchen und Masturbation - ein Kultstück von Hallgrimur Helgason«
Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung

»Eine schrille isländische Sex-Komödie - wahre Leidenschaft beginnt erst weit unter null Grad zu glühen.«
Lars-Olav Beier, Der Spiegel
Roman
Aus d. Isländ. von Karl-Ludwig Wetzig (Original: 101 Reykjavík. Mál og menning) 2. Aufl. 2009 gebunden mit Schutzumschlag 440 Seiten, ISBN: 978-3-608-93069-6

Rokland. 
»... Der neue Roman "Rokland" ist nicht nur schräg und rasant, sondern eine tiefgehende Gesellschaftssatire. ...«
Udo Taubitz (Berliner Zeitung, 9.11.06)

»... eine wilde, ungestüme Groteske ...« Aldo Keel (NZZ, 28.10.06)

»... Wenn es eines Bestsellers aus dem skandinavischen Raum bedarf, dann ist es in meinen Augen ganz klar "Rokland". ...«
Denis Scheck (Deutschlandfunk Büchermarkt vom 19.9.2006)
Roman
Aus dem Isländischen von Karl-Ludwig Wetzig
(Orig: Rokland, Edda, Reykjavík 2005) 1. Aufl. 2006 gebunden mit Schutzumschlag 479 Seiten, ISBN: 978-3-608-93766-4

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