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Roman
Aus dem Englischen von Hans-Ulrich Möhring
(Orig.: Cooking with Fernet-Branca, Faber and Faber, London 2004)


Auflage: 2. Aufl. 2005
Ausstattung: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 366
ISBN:
978-3-608-93760-2

James Hamilton-Paterson  

Kochen mit Fernet-Branca

Weitere Informationen:

Blättern im Buch

»Dieser Roman hat das Zeug zu einem Kultbuch.«
Kathrin Fischer (Hessicher Rundfunk, 8.8.2005)

»Das derzeit beste Rezept gegen schlechte Laune. ...«
(Frankfurter Rundschau, 6.8.2005)

»... eine so übermütige und geistreiche (übrigens glänzend übersetzte) Komödie ...«
Peter Münder (Spiegel Special 6, Oktober 2005)

Gerald Samper lebt in der Toskana. Er ist Ghostwriter für reiche B-Promis. Doch sein Ehrgeiz ist, als Créateur erlesener Speisen in die Geschichte einzugehen. Seine Rezepte sind eigenwillig: Muscheln in Schokolade, Knoblauch- und Fernet-Branca-Eis, Fischotter mit Dörrpflaumen und Rhabarber.

Eines Tages wird seine Einsamkeit von einer neuen Nachbarin gestört. Die stattliche Marta ist – in seinen Augen – eine vulgäre Person aus einer dieser ehemaligen Sowjetrepubliken, in denen es nur so von Gangstern wimmelt. Aber, so behauptet sie, sie ist Komponistin von Filmmusik. Gerald glaubt kein Wort.

Die gespannten nachbarlichen Beziehungen, wechselweise aus Martas und Geralds Sicht kommentiert, gründen von Anfang an auf Mißverständnissen, eskalieren und nehmen immer groteskere Formen an. Schwarze Helikopter in der Nacht, sentimentale Musik aus Martas obskurer Heimat, und immer Fernet-Branca. Mit entsprechenden Folgen. Geralds Versuche, seine Einsamkeit zurückzuerlangen, scheitern. Im Gegenteil. Eine Katastrophe ist unvermeidlich ...

Mit diesem spritzigen Unterhaltungsroman in der Traditon der großen komischen Autoren ist Hamilton-Paterson ein Meisterstück gelungen, witzig, aber nie seicht, beißend, aber nie gemein, prallvoll mit Einfällen – und mit Rezepten. Ein kulinarischer Genuß.

Gerald Sampers berühmtes Knoblauch-Fernet-Branca-Eis:
15 große Knoblauchzehen
150 g Kristallzucker
4 EL kalte Schlagsahne
150 g Fernet-Branca
Geben Sie die Knoblauchzehen und den Zucker in einen Mixer, und gießen Sie den Rest einer Flasche Fernet-Branca darüber. Vermischen Sie dies mit steifgeschlagener Sahne. Ein ansprechender heller Braunton entsteht, und die Knoblauchnote treibt Ihnen Tränen in die Augen. Hervorragend.
Ach ja, und ein oben eingedrücktes Fenchelzweiglein macht sich optisch gut.



Pressestimmen

»... Seine Sätze wirken wie Lachgas, wirken aber auch nach ...
Vom Interpretationsfuror lasse sich packen, wer will. Für alle Übrigen gilt: hinsetzen, lesen, geniessen.«
(Weltwoche, 1.2.2006)

»... So leichtfüssig Hamilton-Patersons neuer Roman auch ist, der Autor hat zwei subtil gezeichnete Figuren geschaffen, die einem zwar nicht ans Herz wachsen - dafür sind sie zu blasiert. Doch dass sie einander zum Schluss in einer Art von gedämpftem Happy End doch noch grün werden, nimmt man mit Genugtuung zur Kenntnis. Bis es aber so weit ist, darf man sich an den zahllosen Bosheiten freuen, die die nachbarliche Fehde spicken. ... Und man ergötzt sich an des Autors überaus gut ausgebildetem Sinn für Ironie, an seiner handwerklichen Sorgfalt und seiner sprachlicher Prägnanz, die in der deutschen Fassung von Hans-Ulrich Möhring einmal mehr einen brillanten Gegenpart findet. ...«
Georg Sütterlin (Neue Zürcher Zeitung, 10.1.2006)

»... Von James Hamilton-Paterson, 63, dem tollkühnen Experten für maritime Expeditionen, hätte kaum einer seiner Leser eine so übermütige und geistreiche (übrigens glänzend übersetzte) Komödie erwartet. Doch mit den Geschöpfen seines neuen Romans verbindet den Autor der Umstand, dass er ein ähnlich exzentrischer Lebenskünstler ist wie sie. Auf seine Weise gehört er zu den großen Paradiesvögeln der europäischen Gegenwartsliteratur ...«
Peter Münder (Spiegel Special 6, Oktober 2005)

»... Dem englischen Romancier gelingt ein hinreißend vergnüglicher, von Hans-Ulrich Möhring mit Verve übersetzter, wunderbarer Roman - sehr süffig!«
(Rheinischer Merkur, 25.8.2005)

»... Britischer Humor trifft auf intelligente Gesellschaftsbeobachtung und hemmungslose Fabulierlust. Dieser Roman hat das Zeug zu einem Kultbuch.«
Kathrin Fischer (Hessicher Rundfunk, 8.8.2005)

»... Hamilton-Paterson veralbert in seinem schrägen Roman hemmungslos alle möglichen Klischees, von der Toskana-Fraktion über New-Age-Gläubige Boygroupstars, Balkan-Gepflogenheiten samt mafiöser Struktur bis hin zum italienischen Kunstkino. Das derzeit beste Rezept gegen schlechte Laune. ...«
(Frankfurter Rundschau, 6.8.2005)

Alle Rezensionen finden Sie unter "Rezensionen" (siehe oben rechts).


Bisher von Hamilton-Paterson bei Klett-Cotta erschienen:
- Wasserspiele
- Drei Meilen tief
- Seestücke
- JayJay
- Der Traum des Gerontius

(Zu den Büchern gelangen Sie über "Autor".)


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