Imre Kertész hat den Jean Améry-Preis für Essayistik 2009 erhalten.
Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Imre Kertész hat am 15. Oktober den Jean Améry-Preis für Essayistik 2009 erhalten.
In der Begründung der Jury heißt es:
»Die Jury für den Jean-Améry-Preis für Essayistik des Jahres 2009 hat den Preis dem Schriftsteller Imre Kertész zuerkannt.
Der Nobelpreisträger des Jahres 2002 ist in seinem gesamten Werk, vor allem auch in seiner Essayistik dem Geiste Jean Amérys sehr nahe. Diese wesentliche Nähe hat er konkret in seinem Essay "Der Holocaust als Kultur" artikuliert: als entschiedene Kritik an jeglichem Totalitarismus und leidenschaftliche Verteidigung der Freiheit des Menschen. Kertész Essayistik arbeitet an einem aufgeklärten Denken, das seine Lehren aus der Barbarei des Faschismus und des Kommunismus gezogen hat, und für ein Europa, das entweder ein aufgeklärtes freies Europa sein wird oder einmal nicht mehr sein wird.«
Die Jury (2009), moderiert von Robert Menasse
- Wolfgang Büscher ( Journalist und Autor, Die Welt, Berlin)
- Heinz Ludwig Arnold (Publizist, Herausgeber "Text und Kritik", KLG und Kindler, Göttingen)
- Karl-Markus Gauß (Autor und Kritiker, Salzburg)
- Irène Heidelberger-Leonard (Literaturwissenschaftlerin, London)
- Joachim Kalka (Kritiker und Übersetzer, Stuttgart)
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