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Roman Aus d. Niederl. von Christiane Kuby
2003, geb. mit Schutzumschlag
(Spijkerschrift, de Geus, Breda 2002)
Seiten: 368
ISBN: 978-3-608-93512-7
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Kader Abdolah
Die geheime Schrift
»Dieses ist ein so wunderbares Buch, dass man sich nach der Lektüre
nicht mehr vorstellen kann, wie das Leben weitergegangen wäre, wenn man es
aus Versehen nicht gelesen hätte und die vielen Geschichten, die darin erzählt
werden, nicht kennte. ...«
Iris Hanika (Berliner Zeitung, 28.04.03)
»Ich will das Schicksal des Volkes erzählen, in
dem ich 35 Jahre meines Lebens gelebt habe.«
Kader Abdolah
Die Geschichte Persiens, gespiegelt in einem kleinen Dorf in den Bergen
Esmail hat ein Manuskript mit ins Exil genommen. Geschrieben hat es sein taubstummer Vater, in einer seltsamen, selbst erfundenen
Schrift. So, wie er früher seinen Vater verstehen wollte, versucht Esmail, das Geschriebene zu entziffern. Es schildert das Leben in einem kleinen Dorf an der Grenze: »Südlich der Grenze lag der Iran, und nördlich, dort, wo immer tiefer Schnee lag, Rußland.«
Dieser eindrucksvolle, manchmal märchenhafte Roman spannt einen Bogen zwischen Amsterdam und Persien. Er erzählt von Vater und Sohn, von Analphabetismus und der Leidenschaft für
Geschichten, erzählt von Armut, Abhängigkeit und erwachendem politischen Mut. Esmail schließt sich dem studentischen Kampf gegen den Schah an, später der Regime-Kritik gegen Chomeni. Er
flieht – und aus dem Sohn eines armen Teppichflickers wird ein westlicher Intellektueller, der seiner Herkunft jedoch alles verdankt.
Die »Notizen des Agha Akbar«, so der Untertitel des Buches, gehören zu den eindrucksvollsten Beispiele jener Literatur, die
heute, durch die weltweiten ethnischen Verwerfungen, ihre Wurzeln in mehreren Kulturen hat. In schöner, sicherer Klarheit geschrieben,
enthält es zu gleichen Teilen die bittere Realität und die magische Phantastik der persischen Heimat.
Weitere Pressestimmen
»... Abdolahs zweiter Roman "Die geheime Schrift" ist ein Stück,
das einen nicht losläßt. Eine Familiensage, ein postmoderner Roman
über die geistige Unbehaustheit des Exils, ein Buch über die Höllen
der Diktatur. Vor allem aber ist es ein Buch über mystische und heilende
Kraft der Sprache. Die Gestalt des taubstummen Teppichflickers, der sich über
sein Schicksal hinwegsetzt, wird zur Metapher des persischen Volkes, das in
seiner Dichtung rebelliert. ...«
Sabine Berking (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.02.2004)
»... Rätselhaft ist aber nicht nur die Schrift, sondern auch die
Leichtigkeit, mit der Kader Abdolah einen raffiniert verschachtelten Text so
ineinander zu fügen weiß, dass es nicht die gerningste Anstrengung
bedeutet, ihm über alle Wechsel von Zeiten, Schauplätzen, Tonlagen,
Sprachebenen zu folgen. «
Karl-Markus Gauss (Die Zeit, Literaturbeilage, 20.03.2003)
»... Der im Iran geborene Schriftsteller Kader Abdolah, 1988 aus politischen
Gründen nach Holland geflohen, lässt seine Geschichte um drohenden
Identitätsverlusst zwischen Orient und Okzident, zwischen dem Heimatdorf
des Teppichflicker-Sohnes und der europäischen Metropole in melancholischen
Farben einer Zeit schimmern, von denen nicht sicher ist, ob sie Aufbruch oder
Untergang bedeuten.«
(Berliner Morgenpost, 22.03.2003)
»... Kader Abdolah legt einen Roman vor, in dem die Schärfe und Klarsicht
des Intellektuellen ebenso Platz findet wie die Fabulierlust des orinetalischen
Erzählers.«
(Salzburger Nachrichten, 28.06.2003)
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