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Roman 2004
Ausstattung: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 302
ISBN: 978-3-608-93549-3
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Elisabeth Binder
Sommergeschichte
Ein Züricher Sommer voller Entdeckungen - die weit zurückreichen in Europas finsterste Zeit.
»Dieser zweite Roman der Schweizer Autorin Elisabeth Binder ist eine Suche nach der Herkunft und eine Hommage an die Stadt Zürich. ... ´Wer bin ich?´ - ´Wer sind wir?´ und ´Wer waren wir?´ -, die Frage stellt sich auch für die Schweiz und ihre Flüchtlingspolitik während des Krieges. Elisabeth Binder thematisiert sie vorder- und hintergründig. Als Spukgeschichte, schrecklich und wahr.« Silvya Hess (Die Zeit, 6.5.2004) »Joan, dunkel, groß, schlank, khakifarbenes T-Shirt, schwarze Jeans, ein Wunder an Grazie und Schönheit, kam mit einer Zigarette zwischen den Fingern nach draußen ...« Für Christine, die Journalistin, kommt dieser Moment, in dem sie die farbige Besitzerin einer Nobelboutique in der Züricher Innenstadt zum erstenmal sieht, wie ein Blitzschlag. Dabei hatte sie sich nicht so schlecht eingerichtet in ihrem Leben, seit sie sich von ihrem Mann getrennt hat und allein mit ihrer kleinen Tochter in der Züricher Innenstadt lebt. Christine bemüht sich um die attraktive Somalierin, und es beginnt eine Geschichte, an deren Ende nichts ist wie vorher. Denn Joan, mit ihren undurchsichtigen Beziehungen zu schwarzen Immigrantenkreisen, führt ihre neue Geliebte auch in die bessere Schweizer Gesellschaft ein. Treffen im parkumsäumten Anwesen eines Arztes am Südufer des Bodensees geben Christine Anhaltspunkte für ihre eigene Herkunft, die sie bisher nicht kannte – und die mit der Flucht jüdischer Bürger über die deutschschweizerische Grenze während der NS-Zeit zusammenhängt. Diese Geschichte, die um ein Haar in einer Katastrophe endet, ist ein wunderbar geschriebener, spannungsgeladener Zeitroman – über folgenreiche Vergangenheiten und unseren Umgang mit dem Fremden. Weitere Pressestimmen »... Elisabeth Binder und Bruno Steiger sind zwei noch zu entdeckende literarische Perlen aus dem Nachbarland. Ihr vorzüglich komponierten Romane offenbaren auch noch zwischen den Zeilen viel Lesenswertes.« (Landshuter Zeitung, 7.8.2004) »... Ein äußerst poetischer, sprachlich ausgefeilter, doppelbödiger Roman über das Fremdsein.« Peter Mohr (General-Anzeiger, 24.4.2004) »... Elisabeth Binder erweist sich als sehr präzise Beobachterin im Land der Seele wie in den sichtbaren Bezirken der Existenz. Überzeugend schildert sie die Entwicklung dieser Beziehung zwischen einer scheinbar unbelasteten, vorsichtigen Schweizerin, welche erst mit Ängsten und Vorbehalten zu kämpfen hat, und einer Schwarzafrikanerin, die mit ihrem mondänen Auftritt etliche Klischees tilgt. Denn diesmal wirkt nicht das geläufige Muster, sondern es verkehrt sich fast in sein Gegenteil: hier die beklommene Europäerin, dort die sebstbewusste attraktive Farbige im bizarr inszenierten Modetempel "Linea Donna". ...« Beatrice Eichmann-Leutenegger (Neue Luzerner Zeitung, 14.4.2004) »Heute und Gestern. Schwarz und Weiss. Und die Fragen: wo setzt die Schweiz Grenzen, wie gehen die Schweizer mit den Fremden um? Diese Themen leuchten in Elisabeth Binders neu erschienenem Roman "Sommergeschichte" ganz stark hinter stilistisch wundervollen Passagen hervor. ...« Barbara Caderas (rubikon.ch, April 2004) »... Die Geschichte, die beinahe in einer Katastrophe endet, ist ein wunderbar geschriebener, spannungsgeladener Zeitroman.« (Das Buch, Bücherpick, Frühjahr 2004) »... Elisabeth Binder legt Schicht um Schicht übereinander: Historisches und Zeitgenössisches, Einzelschicksale und politische Parolen, ganz private und kollektive Erfahrungen. ...« Eva Bachmann (St. Galler Tagblatt, 23.02.2004) »... Elisabeth Binder erzählt ihre "Sommergeschichte" mit herkömmlicher, solider Schreibweise. Ihr Roman befördert Gespenster zutage - individuelle und kollektive. Spukgeschichten wandeln sich so zu Wirklichkeiten. Darauf haben wir ein Recht.« Silvia Hess (Aargauer Zeitung, 17.02.2004) Ebenfalls bei Klett-Cotta erschienen: Zum Buch über "Autor/in". Für das Buch hat Elisabeth Binder den Förderpreis zum Fellbacher Mörike-Preis 2004 erhalten.
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