Gottfried Benn
Briefe. Band VII: Briefwechsel mit dem MERKUR. 1948 – 1956
»Der MERKUR ist mir natürlich bekannt … Ein Heft
seines ersten Jahrgangs liegt in meinem Wartezimmer aus und wird (…) von
den Patienten viel gelesen.«
Benn am 18.7.48
»… erzählte ich Ihnen nicht davon, daß Heidegger mit seinen Jüngern nicht nur
Hölderlin und Trakl, sondern auch Sie zu lesen und vorzulesen liebt …«
(Paeschke, 22.3.54)
Dieser Briefwechsel zwischen Gottfried Benn und den Herausgebern des MERKUR,
Hans Paeschke und Joachim Moras, vereinigt zum erstenmal die insgesamt 125 erhaltenen
Mitteilungen. Die Edition ermöglicht den Nachvollzug des »Comeback « Benns nach
dem Krieg, das mit dem »Berliner Brief 1949« begann. Mutig von Hans Paeschke
forciert, plaziert die Zeitschrift gleich drei Beiträge von und über den noch
vor kurzem verfemten Dichter, nachdem die Herausgeber erfolgreich »mit einem
Handschuh« gewinkt hatten. In der Folge versäumten Paeschke und Moras kaum einen
Brief, in dem sie ihre Bitte um neue Texte nicht erneuerten, und konnten Benn
so zu einem regelmäßigen Autor in Deutschlands bedeutendster Zeitschrift gewinnen.
Höhepunkt des Briefwechsels, der das Private nur streift, ist das am 6. Januar
1956 geschriebene Gedicht »Kann keine Trauer sein«, das Abschiedsgeschenk an
die Herausgeber des MERKUR.
»... Dem "Merkur" kommt das grosse Verdienst von Benns Wiedereintritt in die Literatur zu. Ein neuer Briefband gibt Auskunft darüber - und über die depressiven letzten Lebensjahre des Dichters.«
Werner Pfister (Zürichsee-Zeitung, 23.11.2004)
Der Herausgeber Holger Hof lebt als freier Autor und Herausgeber in Berlin.
Er promovierte mit einer Arbeit über die Montagetechnik Benns in seiner
essayistischen Prosa. Hof ist Herausgeber der letzten beiden Bände der
»Stuttgarter Ausgabe« und Mitherausgeber des Benn-Jahrbuchs.
Ebenfalls von Gottfried Benn bei Klett-Cotta erschienen:
Gottfried Benn – Briefe. Band VI: Briefe an Astrid Claes. 1951 –
1956
Zur Stuttgarter Ausgabe der Werke Benns und seinen Briefen gelangen Sie über
"Autor/in" am Ende der Seite, zum Benn-Jahrbuch über "Related
Books".
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