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Herausgegeben und kommentiert von Marguerite Valerie Schlüter und Holger Hof


Auflage: 1. Aufl. 2006
Ausstattung: Leinen mit Schutzumschlag, Fadenheftung, mit CD-ROM mit der vollständigen Korrespondenz von 1250 Seiten
Seiten: 272
ISBN:
978-3-608-93466-3

Gottfried Benn  

Briefe. Band VIII: Briefe an den Limes Verlag 1948 – 1956

Weitere Informationen:

Der wohl letzte umfangreiche Briefwechsel Gottfried Benns, der noch zu entdecken ist.

»Benns Biographie wird ohne diesen Briefwechsel nicht geschrieben werden können.« Holger Hof im Nachwort

»... Der neue Briefband erzählt, wie geschmeidig und unermüdlich Niedermayer seinen Autor um die Klippen von Depression und Diventum herumschiffte, wie einfühlsam und kongenial Marguerite Valerie Schlüter als Lektorin arbeitete.  ...«
Florian Illies (FAZ, 23.4.2006)

»Erst sind alle fasziniert oder tun wenigstens so und nach drei Monaten bekommen sie alle kalte Füße«, schrieb Benn nach dem Krieg an F. W. Oelze. Etwa zehn Verlage hatten bis dahin den Versuch unternommen, mit dem im ›Dritten Reich‹ verfemten Dichter ins Geschäft zu kommen. Obwohl er »gar nicht so versessen darauf war, wieder in der Öffentlichkeit zu erscheinen«, entschloß sich Benn dann doch, seine unveröffentlichten Arbeiten dem Wiesbadener Verleger Max Niedermayer anzuvertrauen.

Es war eine lange, vertrauensvolle Zusammenarbeit, die hier dokumentiert ist,
ein Dialog, der im literarischen Betrieb Nachkriegsdeutschlands an Umfang und Intensität seinesgleichen sucht. Literarischer Klatsch, vertrauliche Mitteilungen und bisher unbekannte Einzelheiten über den Entstehungsprozeß der Werke Benns sind hier abgedruckt. Dieser Band (mit beigelegter CD-ROM) ist auch ein einzigartig lückenloses Zeugnis für Benns Versuch, sein Comeback zu inszenieren. Brief für Brief wird hier dem Leser die Differenz zwischen dem sich als Einsamen stilisierenden, in Kunstdingen unerbittlichen Autor und dem kooperativen Verlagsmitstreiter deutlich.

Eine große, sorgfältig kommentierte Edition, auf die viele Benn-Leser schon lange gewartet haben.

Text-CD
Dieser Band erscheint in einer neuartigen Hybrid-Version: Im Buch sind die wichtigsten Briefe Benns abgedruckt, die im Anhang knapp kommentiert werden.
Auf der beigelegten CD-ROM ist der gesamte Briefwechsel (ca. 1300 Seiten, mit Registerfunktion) gespeichert, paginiert und nach dem Standard der Klett-Cotta-Briefeditionen kommentiert. Je ein Nachwort der beiden Herausgeber vervollständigt die Edition.

Die Herausgeberin und der Herausgeber
Marguerite Valerie Schlüter, als ehemalige Limes-Mitarbeiterin Benns Lektorin, Herausgeberin u. a. der Briefwechsel Benns mit Tilly Wedekind und Elinor Büller, lebt in München.

Holger Hof ist Herausgeber der letzten beiden Bände der Stuttgarter Ausgabe der Werke Benns und Mitherausgeber der Benn-Jahrbücher. Er lebt als freier Autor und Herausgeber in Berlin.

Pressestimen

»... Der neue Briefband erzählt, wie geschmeidig und unermüdlich Niedermayer seinen Autor um die Klippen von Depression und Diventum herumschiffte, wie einfühlsam und kongenial Marguerite Valerie Schlüter als Lektorin arbeitete. Es ist ein wunderbares Monument ihrer jahrzehntelangen Arbeit mit und für Benn, daß Schlüter selbst nun zum 50. Todestag diesen Briefwechsel selbst herausgeben konnte. Dieser Briefwechsel sei allen Verlegern als Einführungskurs zur Behandlung empfindsamer Autoren empfohlen. Benn ist entweder "down", "sehr down", "ungewöhnlich down" beziehungsweise "marode". Er verzweifelt an Rezensenten und Argwohn. ...«
Florian Illies (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.4.2006)

» … Einmal geriert sich Benn als Mimose, dann wieder als der scheinbar Gelassene, den nichts von außen anficht. Schreibend erweist sich der Dichter aber in Bestform: seine ungeheuer schlagfertig-findige Art, Dinge unverblümt auf den Punkt zu bringen, fasziniert. Wiederum zeigt sich Benn hier als höchst unkonventioneller Konservativer - genau wie sein Verleger. …«
Antje Weger (Saabrücker Zeitung, 6.7.2006)


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