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Mark Z. Danielewski  

Das Haus

House of Leaves

Rezensionen

Informationen zum Autor und seinen Büchern:

Blättern im Buch

»Der amerikanische Autor Mark Z. Danielewski hat nach allen Regeln der Postmoderne das begehbare Buch konstruiert.
... Der Autor, der die ganze Zeit alle Konventionen der so konventionell gewordenen Gegenwartsliteratur mit ihren antiexperimentellen Erzähldogmen aushebelt, hat doch zugleich alles unter Kontrolle. Mit der Expansion des Stoffes expandieren eben auch die Mittel. Was für Sterne damals die neuen Mittel der Vervielfältigung, des Buchdrucks und mit ihm ein neuer Begriff der Autorenschaft waren, sind für Danielewski die Möglichkeiten der Computergrafik und der elektronischen Medien insgesamt als Erweiterung des Erzählerischen - und eine neue Idee des Schriftstellers als Büchermacher, ja als Erbauer bewohnbarer Bücher.«
Diedrich Diederichsen (Die Zeit, 03.01.2008, ansehen)

»... Wenn David Forster Wallace mit "Infinite Jest" (1996) den letzten großen Roman des zwanzigsten Jahrhunderts geschrieben hat, dann Danielewski den ersten großen des einundzwanzigsten. ... Das Haus ist in Wahrheit ein Text, Stein gewordener Poststrukturalismus: Seine Bedeutung ist nie zu fixieren, immer verschiebt sich eine Wand, entsteht ein neuer Durchgang, tut sich ein neuer Abgrund auf - Stephen King trifft Derrida im Folterkeller. ... So treibt Danielewski mit dem Leser ein ungemein intelligentes, perfides Doppelspiel: Die Horrorstory, ... wird mit ahnungsvollen Vorgriffen und Hinweisen spannend, effektvoll und hart erzählt. ... Tun wir uns doch zusammen und rüsten wir die nächste Expedition aus. Dann kann es von vorne losgehen.«
Richard Kämmerlings (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2007)

»... Der abgefahrenste Roman der Saison ... Seien Sie also gewarnt. Aus Danielewskis Haus gibt es kein zurück. Ich bin auch nicht mehr herausgekommen.«
Jan Süselbeck (die tageszeitung, 10.10.2007)

» Was für ein Buch! Ständig wartet es mit einer neuen Überraschung auf und düpiert den Leser in seiner Erwartung ...«
Wieland Freund (Die Welt, 6.10.2007)

»... "Das Haus" ist kein Buch, bei dem man die Distanz bewahren kann. Oder wenn man kann, wenn man es nicht an sich ranläßt, sich nicht aufsaugen lässt, dann ist man wohl einer von jenen "euchs", für die das Buch nicht ist.
Es ist ein Buch, dass aus der Masse der Veröffentlichungen herausragt, das wirklich eigene Wege beschreitet. Ein Buch, in das man eintauchen kann wie in wenige andere. Spielerisch, mit dem Verstand und auch emotional.
Es ist - bei aller Vorsicht, die man bei diesem Wort an den Tag legen sollte - schlicht gesagt: Ein Meisterwerk.«
(Mephisto, 01/2008)

»... das extravaganteste Buch der Saison
... Ein Horror-Roman also - auf den ersten Blick. Von Edgar Allen Poes Geschichten vom "Untergang des Hauses Usher" bis zu Stephen Kings "Shining" ist das lebende Haus eine beliebte Metapher für die dunklen Kammern in unserem Innern ... Auf den zweiten Blick jedoch entdeckt man unter der Oberfläche des Schreckens einen Roman über die Liebe ... Danielewskis furioses Verwirrspiel, von Christa Schuenke virtuos übersetzt, ist der erzählerische Höhepunkt der gerade in Mode kommenden Semi-Fiction ...«
Werner Fuld (Focus, 24.9.2007)

»... Doch egal in welchem der beiden Haupterzählstränge man sich gerade bewegt: Der unheilvolle Sog, den sie beeide ausüben und in dem sie sich auch gegenseitig verstärken, lässt all das zurück. Anfangs wirken verschlungene Herausgeberfiktion und typographische Gestaltung des Erzählten wie eine Art Geländer durch das Dunkel, das sich ankündigt. Später, wenn längst ringsum nur schwarze Korridore, Treppen und Hallen lauern, versperrt das vermeintliche Beiwerk den Rückweg. ...«
Guido Graf (Frankfurter Rundschau, 2.11.2007)

»...Süßer noch als ein solcher Gleichklang mit den Figuren ist die Identifikation mit dem, der sie erdacht hat. Denn einfach alles was einem wichtig erscheint, in einen 800-Seiten-Wälzer zu packen, die Welt und ihre Vergangenheit, Raum und Zeit, die liebe Kunst samt der nicht ganz so geliebten Kritik der Kunst, das muß sich anfühlen wie Gott-Sein. Mehr noch als ein Horror-Roman erscheint mir "House of Leaves" deshalb ein Künstlerroman. ...«
Georg Klein (Süddeutsche Zeitung, 14. September 2007)

»... Damit ist angedeutet, dass es sich hier um ein Textlabyrinth handelt, in dem man gut - und gerne! - Tage und Wochen verbringen kann; wobei auch Leser, die nicht jeder Fährte folgen mögen, voll auf ihre Kosten kommen. Denn insbesondere die Haupterzählung des Romans ist gedanklich wie gestalterisch ein Meisterstreich. ... Diese Passagen sind ... literarische Virtuosenstücke, in deren Suggestivkraft und Effektsicherheit ... Danielewskis Nähe zum Film evident wird ...«
Angela Schader (Neue Zürcher Zeitung, 29.8.2007)

»... So vermitteln Form und Inhalt gleichermaßen die sprachliche Schönheit, das Staunenswerte und das zutiefst Abgründige eines Romans, der in der neueren Literatur ohne Beispiel und für den kein Superlativ zu hoch gegriffen ist. ...«
Martin Ruf (Nautilus - Abenteuer&Phantastik, Oktober 2007)

»... Das wirkliche Wunder von Danielewskis Buch-Ungetüm ist, dass es auf so vielerlei Weise funktioniert. Als Grusel-Schocker. Als akademische Satire. Als dichterisches Experiment. Als Familiensaga. Und vor allem als talmudischer Text, der endlos von nachkommenden Generationen kommentiert werden kann. ...«
Christian Bos (Kölner Stadtanzeiger, 19.10.2007)

»... Der ungewöhnlichst, schwierigste und aufregendste amerikanische Roman der Jahrtausendwende liegt somit nach sieben Jahren endlich auch auf deutsch vor. ... Das größte Wunder dieses Buches besteht jedoch darin, dass es bei allen Zumutungen nicht nur faszinierend, sondern vor allem stets fesselnd bleibt. Dies ist den Genre-Elementen zu verdanken, mit der sich der experimentelle Roman in der populären Kultur erdet. Neben David Forster Wallaces bislang noch unübersetztem "Infinite Jest" ist "Das Haus" das wichtigste Beispiel für eine neuartig Literatur, die Avantgarde und Kulturindustrie kenntnisreich kombiniert.«
Jan-Arne Sohns (Eßlinger Zeitung, 13.10.2007)

»... Nicht zuletzt hat Danielewski einen spannenden Roman verfasst. fesselnd setzt er die schauerlichen Erkundungen der mäandernden Gewölbe in Szene. Der "Anblick der Finsternis", das Lauschen nach Stille treibt die Erforscher in den Wahn. Nicht alle kehren zurück. Auch nach dem Ende ist noch nicht Schluss ...«
Jürgen Schickinger (Badische Zeitung, 13.10.2007)

»... Danielewskis Herangehensweise [ist] filmisch, weil er seinen Stoff nicht erzählt, sondern inszeniert. ... dieses Debüt ist nicht nur delirant, es ist auch brillant.«
Uta Beiküfner (Berliner Zeitung, 18.10.2007)

»... "Das Haus" funktioniert meisterhaft, und zwar auf allen seinen Ebenen. Die Geschichte um das mysteriöse Haus mit seinem labyrinthisch unendlichen Innenleben ist eben nicht nur ein intellektuell-verspielter, sondern auch ein beklemmender Thriller, spannender als so manches, was vom King'schen Furchtfließband kommt. ...«
Sebastian Domsch (Der Tagesspiegel, 23.9.2007)

»... Falls das so klingt: "House Of Leaves" von Mark Z. Danielewski ist weder prätentiöse Prosa getarnt als Konkret-Poesie noch eine Beschäftigungstherapie für Fantasy-Leser. Der Roman ist eher, nun ja, ein Haus, das man bewohnen kann. Und das haben so viele versucht, seit das Debüt des damals 34-jährigen Ex-Literaturstudenten im Jahr 2000 in den USA erschienen ist, dass es heute oft als sogenanntes Kultbuch bezeichnet wird, als Beispiel für radikale Typografie und Handlungsführung. ... Das Buch ist eine Sensation, durch die Verschachtelung der Stimmen, aber auch typographisch zieht es eine mit in den Wahnsinn. ... Die Zukunft hat begonnen und "Das Haus" ist ein Paradebeispiel für den von Jeff Noon kurz nach dem Millennium eingeforderten Post-Future-Roman. Nicht die Weigerung zu erzählen, sondern einen Umgang wie bei einem DJ. Oder Cutter. ...«
Matthias Penzel (Rolling Stone, September 2007)

»Das Ultimative Lesebuch: Mark Z. Danielewskis Roman "Das Haus" ist 800 Seiten lang, bodenlos überaus Komplex und kultverdächtig. ... "Das Haus" ist ein höchst raffiniertes Buch über jenen Räume, die sich beim Lesen eröffnen und die unendliche viel größer sind als das, was sich zwischen Buchdeckeln fassen lässt. ...«
Ulrich Baron (Tages-Anzeiger / Zürich, 5.10.2007)

»... Dieses Haus ist die wahre Hölle, der Ort, der uns nicht annimmt und auch nicht spiegelt, der uns aber auch nicht in Ruhe lässt. Vor dem Nichts wird man zum Nichts, eine Drohung, die Menschen in einen Furor des Erkunden- und Erobernwollens versetzt. ...«
Thomas Klingenmaier (Stuttgarter Zeitung, 20.9.2007)

»... Die Geschichte ist kafkaesk und homerisch zugleich, sie handelt von eisiger Furcht und von der Absurdität, die uns befällt, wenn wir unseren Kopf sozusagen anlagegemäß benutzen. ... Das Beängstigende des Romans wird durch ein Dauerfeuerwerk witzigster Einlagen entlang des Kerntextes, in Fußnoten und Unterfußnoten, mal geistreich, mal gekonnt albern, teils ironisch, teils bitter ernst, aufgelockert. So wird das Ganze in seiner absurden Grundstruktur bestätigt und zugleich dekonstruiert. ...«
Harald Loch (Mannheimer Morgen, 6. September 2007)

»... wahrscheinlich auch der kühnste Roman dieses Herbstes. ...»
Thomas Oser (Wiesbadener Tagblatt, 03. September 2007)

»... Zwischen Zampanòs eloquentem Diskurs und Johnny Truants Privatem Dilemma formt Danielewski ein Labyrinth, von dem die Leser, die es erkunden, noch lange träumen werden.
Wolfgang Frömberg (Stadt-Revue/ Köln-Magazin, Nr. 10/Okt. 2007)

»... "House of Leaves" erschien im Jahr 2000, hat in Amerika, den Niederlanden und Frankreich Kritikerbefremden und unter Lesern kultische Verehrung ausgelöst ... Das Buch bietet außer einer Handlung voll ineinandergreifender Zahnräder und unsichtbarer Klammern einen beispiellosen overkill typographischer Besonderheiten, von winzigen Fußnoten bis zu Textkästen in Spiegelschrift. ...«
Dietmar Dath (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.02.2007)

»Mark Z. Danielewskis brillant verrätselter Roman ... Das Spektrum seiner Stimmlagen und Erzähltechniken ist im Ergebnis sinnreiche Fülle statt hohler Prunk ...«
Dietmar Dath (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.09.2001)

»Wie Melvilles ›Moby Dick‹, Joyces ›Ulysses‹ und Nabokovs ›Fahles Feuer‹ ist Danielewskis ›Das Haus – House of Leaves‹ ein ausgesprochen kühnes vielschichtiges Werk. Sein formaler Einfallsreichtum und das unglaubliche Erzähltempo stellen alles in den Schatten.«
San Diego Union Tribune

»Danielewskis wunderbarer erster Roman ist komisch, bewegend, erotisch, großartig erzählt …«
New York Times Book Review

»Dieser Roman mag zwar aussehen wie Frankensteins Monster, wie ein einziges großes Flickenwerk, aber er lebt. Er lebt!«
Washington Post

»Dieser Roman ist ein großes Lesevergnügen, eine Art postmodernes Spiegelkabinett, in dem der Leser zum Komplizen des Autors wird.«
Newsweek

Stimmen von Buchhhändlerinnen und Buchhändlern

»Ich bin seit zwanzig Jahren Buchhändlerin, habe wahrlich viel gelesen, mich seit längerer Zeit bemüht, Neuerscheinungen aus Amerika aus dem Weg zu gehen, weil ich da keine wirklich neuen Themen fand und bin dann in der vergangenen Woche über das Haus gestolpert.
Ich habe noch NIE so ein Buch gelesen - was heißt gelesen, richtiger ist:
erlebt! Was ist das für ein geniales Stück Literatur!
Meine volle Hochachtung für den Autoren, den- oder diejenige bei Ihnen, der/die das Buch für Deutschland gefunden hat, Ihre Typographen, die Übersetzerin und nicht zuletzt für die Druckerei, die dieses Stück so außergewöhnlich hergestellt hat.
Vielen Dank für dieses Buch!«
(Daniela Maifrini, Buchhandlung am Kohlenkamp, Mülheim)

»... hat mich in seinen Fängen, ich verstricke mich immer weiter in Danielewskis Labyrinth, das Haus kostet mich all meine Nerven und auch nicht wenig an Kraft, aber es ist GUT. SEHR gut sogar. Noch stecke ich irgendwo zwischen den Seiten 195 und 212, so genau kann man das ja nicht sagen durch den Fußnoten-Overkill, aber für mich ist schon jetzt klar, was für ein Potential zum KULT dieses unglaubliche Ding hat. Später mehr, wenn ich aus den Tiefen des Hauses zurück bin ;)«
(Jürgen Hees, Buchhandlung Herwig, Schwäbisch Gmünd)


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