Stefan George
Der Teppich des Lebens und die Lieder von Traum und Tod mit einem Vorspiel
Mit dem Faksimile wird ein sehr seltenes Manuskript zugänglich, das sogenannte »handgeschriebene buch« zum »Teppich des Lebens«.
»Für mich ist er zunächst wohl immer der größte deutsche Dichter der letzten hundert Jahre.« Carl Friedrich von Weizsäcker George richtete dieses Manuskript als Heft für die 64 Gedichte ein, die er, in drei Zyklen gegliedert, für sein fünftes Gedichtwerk vorgesehen hatte. Es sollte die kalligraphisch gestaltete Vorlage des Erstdrucks werden. Doch fand er während der Ausarbeitung so viel zu ändern, am Text der Gedichte, insbesondere aber am Aufbau der Zyklen, daß die vorgesehene Druckvorlage zu einer intensiv genutzten Arbeitsunterlage geriet, die die Annäherungen an die endgültige Fassung des »Teppichs« mit 72 Gedichten dokumentiert.
Dem Faksimile der Handschrift ist ein Begleitband beigegeben, in dem die Befunde, die an der Handschrift zu erheben sind, geklärt und die Geschichte des außergewöhnlichen Manuskripts, die Charakteristika der Niederschriften und deren Überarbeitungen sowie die Umgestaltungen der Zyklen dargestellt werden. Die Edition ist für den Liebhaber ebenso von Interesse wie für die George-Philologie; dem Betrachter des Faksimiles ermöglicht sie Einblick in die Arbeit des Dichters, dem Philologen eröffnet sie erstmals Erkenntnisse über die Genese der Zyklen, deren Bedeutung für Georges Hauptwerk bisher in Ermangelung solcher Quellen wie dieses Manuskript nicht ausreichend untersucht worden ist. Pressestimmen »... das Faksimile einer prachtvollen Handschrift Georges, die bis vor kurzem in der Forschung als unauffindbar galt. ... Die Befunde der Handschrift auf eine Weise, die nicht anders als meisterhaft genannt werden kann, philologisch zum Sprechen gebracht zu haben ist das Verdienst von Elisabeth Höpker-Herberg, die noch die flüchtigsten Korrekturen lesbar gemacht und selbst radierte Einträge mit Hilfe digitaler Vergrößerung entziffert hat. ... « Ernst Osterkamp (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.5.2005) »Blick in Stefan Georges Dichter-Werkstatt ... Dieser mittlere George gilt den meisten Lesern heute noch als der schönste. ... In einer Auflage von 400 Stück liegt von diesem einzigartigen Manuskript nun ein hochwertiges Faksimile vor; eine von Elisabeth Höpker-Herberg geleistete 117-seitige Detail-Kommentierung ist beigegeben. Wer sich für Stefan George interessiert, hat hier ein erstaunliches Dokument und eine selten genaue wissenschaftliche Beschreibung vor sich.« (Neue Zürcher Zeitung, 29.01. 2005)
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