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Roman
Aus dem Amerikanischen von Cornelia Holfelder-von der Tann und Christa Schuenke (Orig.: Pattern Recognition)


Auflage: 1. Aufl. 2004
Ausstattung: gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen
Seiten: 461
ISBN:
978-3-608-93658-2

William Gibson  

Mustererkennung

Weitere Informationen:

»... Es scheint, als habe William Gibson mit seiner Abkehr vom Cyberspace die Stimmungslage erneut exakt erfasst.«
Uwe Pralle (Neue Zürcher Zeitung, 3.9.2005)

»... Und auch sein vermutlich bestes Buch.«
Gert Scobel (Bücherpick, Dezember 2004)

»... William Gibsons jüngstes, und ohne übertriebene Kühnheit läßt sich sagen: sein bestes Buch ...«
Dietmar Dath (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.8.2004)

»... Es ist in meinen Augen ein Meisterwerk, eines der ersten, das des 21. Jahrhunderts würdig ist.«
Michael Matzer (www.buchwurm.info, 13.8.2004)

Ein "neuer Gibson" -
der Erfinder des Cyberpunk schreibt über die globalisierte Welt, ein Jahr nach dem 11. September. Also kein Science-fiction Roman?

Im William-Gibson-Forum wird seit Erscheinen der amerikanischen Ausgabe engagiert diskutiert, auch die Frage, ob man den Autor denn auch erkannt hätte, wenn sein Name nicht auf dem Buch gestanden hätte? In einem Posting heißt es: "Mustererkennung" ist so typisch William Gibson, daß man fast meinen könnte, er sei von jemand anderem, der so schreiben will wie William Gibson.
Ein Rezensent der Financial Review schreibt dazu einen bemerkenswerten Satz: "Will man heute einen Roman schreiben, der völlig auf der Höhe der Zeit ist, bleibt einem nichts anderes übrig, als auf das Genre Science-fiction zurückzugreifen."
Als Gibson 1984 den Genrebegriff Cyberpunk kreierte, spielten seine Romane in einer unbestimmten Zukunft mit Internet und unglaublichen Computermöglichkeiten. Inzwischen ist der Cyberpunk der 8oer, ohne daß wir es bemerkt haben, um uns herum längst Realität geworden - alles hat sich geändert, während sich nichts geändert hat.

In Amerika hat die Zukunft schon begonnen. Das "alte" Europa erlebt Cayce Pollard, die Hauptfigur des Romans, als eine Spiegelwelt: alles ist hier anders, aber auch hier greift schon die Globalisierung.
Cayce arbeitet als Coolhunter, im Moment für einen Sportschuhhersteller in London: sie berät bei Firmenlogos und spürt Modetrends an der Basis auf. In jeder freien Minute loggt sie sich ins Internet ein. Seit einiger Zeit tauchen merkwürdige Filmclips im Netz auf, sie faszinieren, sind kult und werden fieberhaft diskutiert. Wie gehören die Schnipsel zusammen? Sind sie Teile eines Films? Was bedeuten Sie? Wer überhaupt macht sie? Und warum? Es sind suggestive Szenen, die Personen kaum zu erkennen, sie tauchen aus der Leere auf - zwei Personen? Ein Kuß? Ein weiter Strand - Cannes, vielleicht? Der Schemen eines großen Vogels?
Wieso sind Tausende User auf der ganzen Welt süchtig danach? Das Phänomen interessiert den Marketingmanager: nicht auszudenken, wenn man dies auf die Werbung übertragen könnte! Er engagiert Cayce, den Urheber dieser Filmschnipsel zu suchen. Mit Hilfe anderer Mitglieder des Fan-Forums gelingt es ihr, eine Markierung auf einem der Clips zu identifizieren.
Und damit beginnt eine Suche, die Cayce nach Tokio und schließlich nach Moskau führt. Und die sie in tödliche Gefahr bringt.

Interview
Gert Scobel hat William Gibson in der Sendung scobel in 3sat, am 12.6.08 interviewt. 
Das Interview und weitere Infos zu William Gibson finden Sie bei 3sat.de.


Weitere Pressestimmen

»... "Mustererkennung" ist ein Abgesang auf die jüngste futuristische Ära. Der Roman gibt das Signal, dass die Träume vom Cyberspace vorerst an der Widerborstigkeit dessen gescheitert sind, was nicht ohne weiteres zu virtualisieren ist: Raum und Körper, Menschen und ihre Lebensverhältnisse. ...
Es scheint, als habe William Gibson mit seiner Abkehr vom Cyberspace die Stimmungslage erneut exakt erfasst.«
Uwe Pralle (Neue Zürcher Zeitung, 3.9.2005)

»... Der Roman spielt in der Gegenwart und gehört zu den wenigen seiner Art, die keine waghalsigen und entfernten Zukunftswelten erschaffen müssen, um eine Ahnung dessen zu vermitteln, was auf uns zukommen kann. ...«
(Süddeutsche Zeitung, 20.12.2004)

»... Gibson hat lange nach den Abgesängen auf den Cyberpunk einen seiner besten Romane geschrieben. ...
Wir leben in einer globalen Gesellschaft, wird gesagt, und wo, wenn nicht in diesem Roman wird davon gehandelt, wie das konkret aussieht.«
Mario Scalla (Der Tagesspiegel, 11.12.2004)

»... "Mustererkennung" ist ein radikales Buch über die Gegenwart (und in diesem Sinn auch nicht Sciencefiction wie frühere Bücher von Gibson). Radikal, weil es mitten in sie hineinstösst und etwas zeigt, das da ist, aber kaum gesehen wird. ...
Gibsons hohe Kunst beseht darin, spürbar werden zu lassen, dass da etwas in der Welt des Lesers ist, etwas wiederholt Geahntes, Abgründiges, ohne es jedoch direkt sichtbar werden zu lassen. ...
Sollte es so etwas wie einen hermeneutischen Thriller geben, dann hat Gibson ihn jetzt gerade geschrieben. Und auch sein vermutlich bestes Buch.«
Gert Scobel (Bücherpick, Dezember 2004)

»... Dass Gibson in "Mustererkennung" die Erde als gigantischen Markt darstellt, fluoreszierend, in unaufhaltsamer Beschleunigung begriffen - hat etwas beeindruckend Konsequentes. Mit der Tiefenschärfe eines Elektronenmikroskops noch kleinste Einzelheiten erfassend, sprachlich brillant den Ton der Global Player treffend (kongeniale Übersetzung), darin kommt keiner dem Mann aus der Nähe von Voncouver gleich.«
Krischan Schroth (tip, Berlin, November 2004)

»... Spannend ist dieser etwas spröde Zeit- und Ideenroman vor allem, weil er vor dem digitalen Hintergrundrauschen des frühen 21. Jahrhunderts von der neuromantischen Sehnsucht nach neuen, sinnstiftenden Erlebnissen erzählt, die irgendwo zwischen der Begeisterung der Clipheads für ein paar liebevoll geschnittene zeitlos ausgestattete Filmsequenzen und Hubert Bigends halb begeisterter, halb zynischer Bemerkung liegt, dass uns "unser kostbares kleines Jetzt" erst durch die einstürzenden Twin Towers wiedergegeben wurde. ...«
Kolja Mensing (die tageszeitung, 6.10.2004)

»... Gibsons Prosa bevorzugt das strikte Präsens. So tritt die mysteriologische Dimension einer großen Suche krasser hervor. Denn der Plot folgt wieder dem Genre des Deketivromans. ...«
Roger Thiede (Focus, 30.8.2004)

»... So skurril sich diese Sammlung moderner Nerds zunächst anhört, so lebensecht werden ihre Charaktere in Gibsons Beschreibung. Denn der naheliegenden Versuchung, die Welt der Werbung als Karikatur aus Geldgier, Oberflächlichkeit und Drogen darzustellen, setzt Gibson Zuneigung entgegen. Er erzählt bilderreich von der einsamen Suche nach Identität und Geheimnis, nach Nähe und Aufrichtigkeit in der globalen Markenepidemie. Auf diese Weise entwickelt er ein komplexes Porträt moderner Befindlichkeiten, das nicht weniger hellsichtig ist als seine alten Prophezeiungen.«
Till Briegleb (Financial Times Deutschland, 27.8.2004)

»... Allein daraus erkennt man schon, dass Gibson das Genre gewechselt hat. Von der Zukunft ist er in die Gegenwart zurückgekehrt. Die Protagonisten, die Gibson uns präsentiert, sind alle radikal aufgeklärt. Keine Zukunftsvision kann sie mehr bewegen, weder der Kapitalismus noch der Sozialismus. ...
Auffallend ist, dass der Cyberspace hier zu einer Teilmenge des Marketings geschrumpft ist. Von den hochfliegenden Träumen, die auch Gibson einst an ihn geknüpft hat, sind allenfalls das Bloggen von Nachrichten sowie das Tratschen über abstruse Themen in special interest Foren übrig geblieben. ...
Wie Gibson die Story entwickelt, ist größtenteils spannend umgesetzt. Sie zieht den Leser von Beginn an in seinen Bann. ...«
Rudolf Maresch (www.telepolis.de, 14.8.2004)

»... In jedem Kapitel wartet etwas Neues, etwas Lustiges, etwas Bewegendes auf den Leser. Man erfährt mehr über den Zustand der eigenen Welt, als man aus einer ganzen Enzyklopädie erfahren könnte. Denn hier geht es nicht nur um die Dinge, die sich ändern können, sondern vor allem um die Menschen, die mit den Veränderungen zurechtkommen müssen, durch Mustererkennung, durch Risikomanagement, entgegen der lockenden Paranoia. ...
William Gibsons Roman ist spannend, bewegend, zuweilen etwas melancholisch und verrückt, doch am Ende steht die Hoffnung. Es ist in meinen Augen ein Meisterwerk, eines der ersten, das des 21. Jahrhunderts würdig ist.«
Michael Matzer (www.buchwurm.info, 13.8.2004)

Weitere Rezensionsausschnitte finden Sie unter "Rezensionen".


Von William Gibson auch bei Klett-Cotta:

Quellcode. 
»Man schlägt das Buch zu, das er geschrieben hat, und die Welt ist eine andere geworden.«
Gert Scobel (3sat, scobel, 12.6.08)

»Der Erfinder des Cyberpunk reist darin erstmals rückwärts in die Zeit - denn nichts ist futuristischer als das Gestern. ...«
Uh-Young Kim (Spiegel-Online, 22.3.2008)

Hollis Henry wird angeheuert, für ein rätselhaftes Magazin zu schreiben. Schnell merkt sie, dass sie nicht auf eine neue Cyber-Kunstform angesetzt wurde, sondern auf einen Frachtcontainer voller Dollarnoten. Doch wofür ist das Geld? Ein Exil-Kubaner, der einen merkwürdigen Geheimcode beherrscht, und ein philosophierender Junkie kreuzen ihre Wege ...
Roman
Aus dem Amerikanischen von Stefanie Schaeffler (Orig.: Spook Country) 1. Aufl. 2008 gebunden mit Schutzumschlag 448 Seiten, ISBN: 978-3-608-93769-5

* Alle Preise enthalten die gesetzl. Mehrwertsteuer. In D, CH, A versandkostenfrei, sonst zzgl. Versandkosten.


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