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Roman


Auflage: 2005
Ausstattung: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 228
ISBN:
978-3-608-93469-4

Peter Stephan Jungk  

Die Reise über den Hudson

Weitere Informationen:

Ein berühmter Vater, erinnert aus der Perspektive seines Sohnes. Ein mitreißend emotionaler Roman.

»... Sein jüngster (Roman) ist der faszinierendste von allen. ... Daher haben die 16 Kapitel buchstäblich Sogwirkung, man liest sie in einem Zug. ...«
Ulrich Weinzierl (Die Welt, 15.10.2005)

»... Jungk gelingt die furchtbar traurige, aber stets komische Geschichte einer jüdischen Emigrantenfamilie ...«
Stephan Sattler (Focus, 14.11.2005)

»Wie er ihm seine Kraft neidete, seine Liebenswürdigkeit und Persönlichkeitswucht!«

Wegen eines Triebwerkschadens landet er zu spät in New York. Seine Mutter holt ihn ab, sie mieten sich einen Wagen und sind bald auf dem Weg zum Wochenendhaus seiner Familie, nur eine Autostunde entfernt am Lake Gilead. Doch dann gerät er in einen Stau auf der Tappan Zee Brücke – resigniert schaut er in die Schlucht hinunter, und er erblickt das Unfaßbare: den riesenhaften Körper seines vor elf Monaten verstorbenen Vaters, ausgestreckt über die Landschaft wie ein antiker Flußgott, wie ein Golem.


Dieser Roman beschwört die Erinnerung an eine Jugend, an ein turbulentes jüdisches Familienleben in Los Angeles, New York, Wien und Berlin. Gustav, der diese Geschichte erzählt, der Historiker werden wollte und sich nun als Pelzhändler betätigt, erinnert sich vor allem an seinen Vater, Ludwig Rubin, der Naturwissenschaftler und rund um den Erdball gefragter Publizist war, ein Monstrum an Vitalität. Marcuse, Adorno und Canetti waren in Gustavs Elternhaus zu Gast, Fritz Lang ebenso wie Charlie Chaplin. Ausgelaugt, am Rand des Geschehens: Gustav.

Ein tatkräftiger, berühmter Mann und sein Sohn – kaum je ist diese schwierige Konstellation mit größerer Offenheit, Zuneigung und literarischer Sensibilität dargestellt worden. Für immer mitgerissen, geprägt und auch geschwächt, findet der Sohn eine Sprache für ein Buch, das wohl einzigartig dasteht in der Literatur unserer Tage.

Pressestimmen

»... Der überlebensgroße Vater - dies ist ein alter Mythos, der in der jüdischen Überlieferung bei Kafka seinen Höhepunkt erreichte. Peter Stephan Jungks "Die Reise über den Hudson" ist offenkundig seine Version des "Briefs an den Vater". Jenseits aller autobiographischen Lesarten schafft er in seinem Roman ein eindringliches, literarisches Symbol dafür. Im Stau auf der Brücke kommt es zu einem visionären Schub, zu einer an Kafka erinnernden Zuspitzung: resigniert schaut Gustav in die Schlucht hinunter und erblickt unten im Flussbett den riesenhaften Körper seines vor elf Monaten verstorbenen Vaters - einen Golem. ...«
Helmut Böttiger (Süddeutsche Zeitung, 19.4.2006)

»... Solche Beziehungen, wie Peter Stephan Jungk sie schildert, passen in keine Kiste, sprengen sie vielmehr. Es ist gewiss  eine pathetische Geschichte, die Jungk hier erzählt, und zwar gut erzählt. Aber sie ist nicht pathetischer, als unser Anspruch an die Literatur sein sollte.«
Jochen Jung (Die Zeit, Zeit-Literatur, Dezember 2005)

Empfehlung der Zeit-Redaktion, Belletristik, 14.12.2005

»... Voller Witz und Selbstironie zeichnet Peter Stephan Jungk die Ausbruchsversuche des Sohnes aus dem Familiengefängnis nach, der sich gegen die übermächtigen Eltern nicht durchsetzen kann. Selbst nach seinem Tod bestimmt der Vater das Leben des Sohnes, der sich endlich vom Vater verabschieden möchte, um leben zu können. Peter Stephan Jungks Roman ist keine Abrechnung, sonder eine gleichermaßen liebevolle wie ironische Hommage an die Eltern, vor allem an den berühmten Vater, und eine höchst vergnügliche Lektüre. ...«
Christa Gürtler (Spectrum, 19.11.2005)

»... Man liest sie (die Geschichte) auch nicht nur mit Spannung, sondern amüsiert, weil der Autor die komischen Aspekte der Stausituation zu nutzen weiß und geschickt auf der Klaviatur wörtlicher Rede spielt: Da mischen sich österreichische, amerikanische und jüdische Idiome, die zugleich die Herkunft und das Naturell des jeweils Sprechenden charakterisiert. ...«
Ekkehart Rudolph (Stuttgarter Zeitung, 16.11.2005)

»... Peter Stephan Jungk, Autor mehrerer spannender Romane ... beherrscht das Metier der Tragikkomödie – ungekünstelt und ohne simple Effekte arbeitend. ...
Jungk gelingt die furchtbar traurige, aber stets komische Geschichte einer jüdischen Emigrantenfamilie, die nach dem Krieg an der West- und Ostküste Amerikas, in Berlin, Wien und Salzburg lebte. ...«
Stephan Sattler (Focus, 14.11.2005)

»... Jungk schrieb eine vortreffliche Werfel-Biographie und im Lauf der Jahre eine Reihe Romane. Sein jüngster ist der faszinierendste von allen. ...
Das ist das Besondere an dem Buch: Noch die unglaublichsten Übertreibungen und aberwitzigsten Zuspitzungen wirken authentisch, sie sind Ausdruck einer außerordentlichen, trotzdem nachvollziehbaren Gemütsanspannung. Daher haben die 18 Kapitel buchstäblich Sogwirkung, man liest sie in einem Zug. ...«
Ulrich Weinzierl (Die Welt, 15.10.2005)

»... Jungk beschreibt das Psychogramm einer jüdischen Familie, die ins Exil nicht viel mehr als ihre Ängste und Rituale mitnehmen konnte. Familie wird zum geschlossenen System mit zwangsneurotischen Zügen, denen nicht zu entkommen ist. Eine sehr präzise erzählte Familienstruktur, die bei aller Tragik viel Situationskomik bietet und an Woddy Allensche Konflikte erinnert. Jungk beherrscht die Kunst, zu konkretisieren durch Abstraktion. Ein wunderbares, einfühlsames und anrührendes Buch.«
Henriette Ärgerstein (exLibris, Rheinischer Merkur, 20.10.2005)
 


Bisher von Peter Stephan Jungk bei Klett-Cotta erschienen: 

Der König von Amerika. 
Roman
geb. mit Schutzumschlag 245 Seiten, ISBN: 978-3-608-93202-7

* Ausstattungs- und Preisänderungen vorbehalten. Alle Preise enthalten die gesetzl. Mehrwertsteuer. In D, CH, A versandkostenfrei, sonst zzgl. Versandkosten. Europreise gelten nur für Deutschland; in Österreich ca. 3% höher aufgrund abweichender Mehrwertsteuer. Preise in sFr.: unverbindliche Preisempfehlung


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