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Roman


Ausstattung: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 334
ISBN:
978-3-608-93730-5

Brigitte Kronauer  

Errötende Mörder

Weitere Informationen:

Blättern im Buch
»Eine großartige deutschsprachige Autorin ...« Denis Scheck, Druckfrisch

»... Mehr denn je bewundern wir in diesem abgründigen Epos die Schwebetricks der dichtenden Diva.«
Kristina Maidt-Zinke (Die Zeit, 19.12.2007)

»... Denn mit schönster Regelmäßigkeit widerfährt es dem Leser, dass er vom Wiedererkennen übermannt wird. ...«
Patrick Bahners (FAZ, 30.11.2007)

»... Ein oft wüster Totentanz in vier Aufzügen ...«
Frauke Meyer-Gosau (Literaturen, Oktober 2007)

»... Brigitte Kronauer zeigt, was Literatur kann. Wenn es große Literatur ist.«
(Brigitte, 7.11.2007) 

Drei Tableaus werden vor uns aufgeschlagen, reich an Anspielungen auf unsere unmittelbarste Gegenwart. Drei Helden, die einen heiklen Punkt in ihrer Vergangenheit haben, ein seelisches Desaster. Sie erzählen vom Mann, von der Frau und vom sich zuspitzenden Verhältnis der Generationen. Niemand, der hier nicht an einem bestimmten Punkt seines Lebens dem Tod begegnete. So ist dieses Buch wie eine hell illuminierte Reise in die Dunkelheit.

Ein langes Wochenende in der Schweiz, mit Wandern und Lektüre ausgefüllt – so hat es sich der Kleinunternehmer Jobst Böhme aus Hamburg vorgenommen. Bald sitzt er auf einer Bank, unter den Himmeln der Bergwelt, und greift zum ersten der drei unveröffentlichten Manuskripte, die ihm ein befreundeter Schriftsteller mitgab. Doch schnell wird aus der Lesereise eine Odyssee in die Innenwelten dreier Figuren, eine Slalomfahrt durch die Psyche der Zeitgenossen.

Denn die Helden dieser drei Geschichten, sie haben alle einen heiklen Punkt in ihrer Vergangenheit, ein seelisches Desaster. Und deshalb einen schwer ergründbaren Schuldkomplex, der ihnen als dunkle Macht in den verschiedensten Verkleidungen begegnet. Böhme, zuerst nur mäßig interessiert, wird hineingezogen in gefährdete Lebensverläufe, in schlechte Trips. Und auch er selbst beginnt, die Begegnungen seiner Reise zu fürchten. Das Unterste seiner harmlosen Seele kehrt sich nach oben.
»Errötende Mörder« ist wohl das kompositorisch rasanteste Werk von Brigitte Kronauer. Tableaus werden vor uns aufgeschlagen, reich an Anspielungen auf unsere unmittelbarste Gegenwart. Sie erzählen von einem einsamen Sammler und einer Tourismus-Expertin auf Elba, vom Altern in unserer Gesellschaft. Niemand, der hier nicht an einem bestimmten Punkt seines Lebens dem Tod begegnete. So ist dieses Buch wie eine hell illuminierte Reise in die Dunkelheit.

»Der andere aber erstarrte durch Jobsts unerwartete Drehung mitten in der Attacke. So standen sie.«

Pressestimmen

»... Denn mit schönster Regelmäßigkeit widerfährt es dem Leser, dass er vom Wiedererkennen übermannt wird. Er hat es zwar von der ersten Seite an auf Identifikation angelegt. Doch ist es ein Schock, in dem Lust und Peinlichkeit nicht zu trennen sind, wenn er sich gestehen muss: Von dir erzählt die Fabel.«
Patrick Bahners (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2007)

»... Ein oft wüster Totentanz in vier Aufzügen vielmehr, mit großartigen Natur- und Menschen-Schauspielen, in denen nicht etwa Gram oder Klage walten, sondern: Wut, Bitterkeit und Ingrimm. Und eine sardonische Lust der Autorin an der brutalwitzigen Gemeinheit. ...«
Frauke Meyer-Gosau (Literaturen, Oktober 2007)

»... Mit Witz und Bosheit verzahnt die Autorin Alltag und Abgrund. Im Aufbau des Buches, in seinen einzelnen Geschichten, in den Motiven: Immer geht es ihr um die - so beglückende wie beängstigende - Kraft der Imagination. Brigitte Kronauer zeigt, was Literatur kann. Wenn es große Literatur ist.«
(Brigitte, 7.11.2007)

»... Immer weiter löst sich im Empfinden der Figuren die dünne Grenzlinie zwischen Leben und Tod auf, immer stärker empfinden sie ihr Leben nur noch als höfliche Simulation, die sich mit ihrem scheincharakter schon fast abgefunden hat - fast. Das wird lustvoll und opulent erzählt, und je alltäglicher eine Szene beginnt, je vernünftiger die Motive der Person zuerst wirken, desto tiefer und skurriler gerät der zwangsläufige Absturz. ...«
Nicole Henneberg (Frankfurter Rundschau, 14.11.2007)

»... Vielleicht liegt das Unheimliche dieses Buches darin, daß jeder Schrecken mögliche scheint. Nur eine kleine Drehung, nur ein leicht modifizierter Klang und aus Freund wird Feind. Die Frage, was Innen- und was Außenwelt sein kann, ist hier endgültig obsolet. ... Das Buch ist hart und melancholisch, bedrohlich und witzig, psychologisch unbestechlich, kulturkritisch. Es öffnet einen Gobelin des Altwerdens in einer beschleunigten endzeitlichen Gesellschaft, in der die Verfallsdaten für Häuser, Ehen und Landschaften immer kürzer werden und die sich eine Erneuerung aus dem Altsein - und das hieße ja auch Anderssein, Langsamsein, Bewahren, Treue - nicht mehr leisten kann.«
Angelika Overath (Neue Zürcher Zeitung, 31.10.2007)

Buchempfehlung von Wolfgang Herles im ZDF-Morgenmagazin (7.12.2007)

»... ein raffiniertes Spiegelkabinett mit märchenhaften Abgründen ... Es ist eine besondere Fähigkeit von Brigitte Kronauer, eine Sprache zu finden, die unsere geschlossene Welterfahrung aufbricht. Diese eigenwillige Sprache ignoriert soziale Zuordnungen und ist mit Naturmetaphern gespickt. Sie changiert zwischen höchstem Ton und profaner Alltäglichkeit und treibt, wie Kronauer in ihrem Essayband "Zweideutigkeit" einmal ausgeführt hat, das Lebendige hervor durch Ambivalenz, gegenpolige Gleichzeitigkeit sowie den Rückbegriff auf Magie und Mythen.«
Wend Kässens (Der Tagesspiegel, 16.9.2007)

Weitere Rezensionsausschnitte finden Sie unter "Rezensionen".

Alle Bücher von Brigitte Kronauer bei Klett-Cotta finden Sie auf der Autoren-Seite zu Brigitte Kronauer.

Zuletzt erschienen:

Feuer und Skepsis. Einlesebuch
Anläßlich der Verleihung des Georg-Büchner-Preises an Brigitte Kronauer am 5. November 2005 hat der Verlag eine Auswahl aus diesem großen Werk vorgelegt, das sprachlich kühn und künstlerisch präzise ist wie kaum ein anderes in der deutschen Gegenwartsliteratur.
Hrsg. von Elisabeth Binder Klappenbroschur, zwei s/w-Abbildungen 232 Seiten, ISBN: 978-3-608-93728-2

Verlangen nach Musik und Gebirge. 
»Brigitte Kronauer ist eine der gebildetsten, sprachmächtigsten und ambitioniertesten Schriftstellerinnen im deutschen Sprachraum. «
Peter Mohr (Augsburger Allgemeine Zeitung, 02.10.2004)

Eine »Literatur, deren ... Formulierungskunst in der deutschsprachigen Literatur nichts Vergleichbares hat.«
Andrea Köhler (NZZ, 11.9.2004)
Roman
2004 Fadenheftung, Leinen mit Schutzumschlag 389 Seiten, ISBN: 978-3-608-93571-4

Teufelsbrück. 
»... Seit langem gehört die Schriftstellerin Brigitte Kronauer zu den bedeutendsten Gegenwartsschriftstellern. ...«
Andrea Köhler (Neue Zürcher Zeitung, 9.9.2000)
Roman 5. Aufl. 2000 Leinen mit Schutzumschlag 512 Seiten, ISBN: 978-3-608-93070-2

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