Heute (05.05.12) feiert Robert Spaemann seinen 85. Geburtstag. Zu diesem besonderen Anlass erscheint im Verlag Klett-Cotta seine Autobiografie in Gesprächen: »Über Gott und die Welt«.
Robert Spaemann, geboren am 5. Mai 1927 in Berlin, studierte Philosophie, Romanistik und Theologie in Münster, München undFribourg, promovierte 1952 in Münster, war Verlagslektor und wissenschaftlicher Assistent und habilitierte sich 1962 fürPhilosophie und Pädagogik in Münster. 1962 bis 1992 lehrte er Philosophie an der TH Stuttgart und den Universitäten Heidelberg undMünchen, wo er 1992 emeritiert wurde. Er hatte zahlreiche Gastprofessuren inne und erhielt mehrere Ehrendoktorwürden. Träger desKarl-Jaspers-Preises 2001 der Stadt und der Universität Heidelberg.
Bereits im Vorfeld wurden in den Medien Interviews mit Robert Spaemann zu seinem 85. Geburtstag geführt.
Hier finden Sie eine Auswahl:
Die ZEIT | 03.05.2012 | von Alexander CammannKonservativ und glaubensstark: Der Philosoph Robert Spaemann hat seine Autobiografie in Gesprächen vorgelegt.
>> Lesen Sie das ganze Interview auf www.zeit.deStuttgarter Zeitung | 02.05.2012 | von Stefan KisterEigentlich würde Robert Spaemann gerne schöne Dinge tun und nicht mehr die Last des Schreibens auf sich nehmen. Und doch äußert sich der in Stuttgart-Botnang lebende Philosoph immer wieder zu drängenden Zeitfragen. Seinen Geburtstag wird er in der Abgeschiedenheit eines Klosters verbringen. Zuvor jedoch war er bereit zu einem Gespräch.
>> Lesen Sie das ganze Interview auf www.stuttgarter-zeitung.deHessischer Rundfunk / Doppel-Kopf | 02.05.2012 | von Ruthard StäbleinAm Tisch mit Robert Spaemann, "Spätaufklärer" Zum 85. Geburtstag: Der Philosoph hat ein Menschenbild entwickelt, in dem der Mensch nicht mehr im Zentrum steht, sondern seine Verwandtschaft mit denTieren und den anderen Wesen. Aus seinem Glauben leitet er eine zielgerichtete Ethik ab: Der Mensch ist zum Guten berufen.
>> Hören Sie das ganze Gespräch (45:23 Min) auf www.hr-online.deRobert Spaemann
Über Gott und die WeltEine Autobiographie in Gespräche
Er ist wie Günter Grass, Martin Walser und Joseph Ratzinger 1927 geboren, Zeitgenosse von Habermas und Enzensberger und sein Lebenverlief so spannend wie kein zweites seiner Generation. Die Mutter war Tänzerin bei Mary Wigman, sein Vater Kunsthistoriker. Seine Eltern waren links, atheistisch und lebten in der Berliner Bohème der Zwanziger Jahre. 1942, nach dem Tod seiner Mutter, wird der Vater zum katholischen Priester geweiht. 1944 ist Spaemann bei einem Bauer untergetaucht, er ist Deserteur im eigenen Land. Entdeckt man ihn jetzt, wird er sofort erschossen. Heute ist Robert Spaemann der bedeutendste konservative Philosoph im In und Ausland. In einem langen Gespräch mit Stephan Sattler resümiert er sein Leben, ganz unter der Maxime der Suche nach dem, »was in Wahrheit ist«.