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Das November-Heft von Trauma und Gewalt Thema Kriegstraumatisierungen aus interdisziplinärer Sicht

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2011 jährte sich der deutsche Einmarsch in die Sowjetunion mit der nachfolgenden Ermordung ganzer Bevölkerungsgruppen zum 70. Mal. Grund genug, sich in der kommenden Ausgabe dem Thema Kriegstraumatisierungen aus interdisziplinärer Sicht  zu widmen.

Der Medienwissenschaftler Hannes Fricke setzt sich mit der animierten Dokumentation „waltz with bashir“ auseinander, in der der israelische Regisseur Ari Folman Trauma und PTSD nach dem Libanonkrieg mit dem Medium des Comics kreativ zu verarbeiten sucht.

Tobias Glück stellt eine österreichische Arbeit zu den Weltkriegstraumatisierungen in seinem Land vor, die insbesondere eine epidemiologische Traumalandkarte skizziert, wobei unterschiedliche Traumatisierungsraten in den ehemaligen vier Besatzungszonen nachweisbar werden.

Heide Glaesmer diskutiert die bislang publizierten Arbeiten zu dem aktuell in den Brennpunkt gerückten Thema der transgenerationellen Weitergabe von Kriegstraumatisierungen („Kriegsenkel“, Sabine Bode). Aus der unzureichenden Datenlage ergibt sich die Forderung nach einer umfangreichen epidemiologischen Untersuchung möglicher transgenerationaler Effeke im Hinblick auf Weltkriegstraumatisierungen.

Außerdem eine Kasuistik der Bundeswehr zu Somatisierung und PTSD eines Soldaten nach Balkaneinsatz, eine Untersuchung aus Hamburg-Eppendorf zu traumatischen Belastungen geflohener Kriegskinder in Deutschland und Rezensionen zu belletristischen bzw. wissenschaftlichen Büchern, in denen Kriegserfahrungen die gemeinsame Hintergrundfolie bilden.


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