»Robert Spaemann zu lesen ist und bleibt ein großes Vergnügen. Ein stets lehrreiches ohnehin. Wie vielleicht sonst nur Jürgen Habermas und Dieter Henrich beherrscht Spaemann die Form des philosophisch- politischen Essays ...« Christiane SchlüterFrankfurter Rundschau, 14.10.08)
Rousseaus Werk und seine Existenz repräsentieren alle Hoffnungen, alle Nostalgien und alle Widersprüche des modernen Bewusstseins. »Er ist unser aller Vater«, schreibt Claude Lévi-Strauss: Revolution und Restauration, liberaler Rechtsstaat und populistische Diktatur, antiautoritäre Pädagogik und Totalitarismus berufen sich auf ihn.
Aller Streit um den »wahren« Rousseau ist vergeblich. Für jede Verirrung Rousseaus gibt es auch eine Kritik, die sich bei Rousseau selbst findet.
Das spätmoderne Individuum wurde schon von Rousseau unnachsichtig entlarvt. Und dennoch stilisierte sich der »arme Jean-Jacques« wie kein Zweiter vor oder nach ihm als zerrissene Persönlichkeit. Diesen fundamentalen Widersprüchen im Denken Rousseaus und seiner Persönlichkeit geht Robert Spaemann auf den Grund. Rousseau wurde zum Vorläufer des modernen Menschen, der auch das 21. Jahrhundert bestimmen wird.
»Es gibt kein Heilmittel, es sei denn eine große Revolution, die fast ebenso zu fürchten ist wie das Übel, das sie heilen soll, die herbeizuwünschen nicht erlaubt, vorauszusehen aber unmöglich ist ... Lasst deshalb Wissenschaften und Künste gewähren, wenn sie die Wildheit der Menschen mildern, die sie zuvor verdorben haben.« Jean-Jacques Rousseau
»Robert Spaemann zu lesen ist und bleibt ein großes Vergnügen. Ein stets lehrreiches ohnehin. Wie vielleicht sonst nur Jürgen Habermas und Dieter Henrich beherrscht Spaemann die Form des philosophisch- politischen Essays, der kurzen, eindringlichen, dabei stets vorzüglich geschriebenen Intervention. … Uns so ist Spaemanns jüngst bei Klett-Cotta erschienenes Büchlein "Rousseau - Mensch oder Bürger" keine Sammelstelle für die wohl unvermeidlichen Gelegenheitsarbeiten eines Wissenschaftlers. Vielmehr eine Fundgrube: Es finden sich hier vier Aufsätze zu Jean-Jacques Rousseau, die bisher nur verstreut und zum Teil schwer auffindbar veröffentlicht wurden.« Christiane Schlüter (Frankfurter Rundschau, 14.10.2008)
»Spaemanns Texte sind philosophisch, kenntnisreich, essayistisch. Von trockener Gelehrtendiskussion keine Spur. Er verliert sich nicht in Fußnoten, Zitaten und Verweisen. Solche Texte sind heute selten geworden. Umso größer ist die Freude, sie zu lesen.« Anneke Meyer, Philosophisches Jahrbuch, 01/2010
Im Juli 2007 auf der Bestenliste »Sachbücher des Monats« von SZ, NDR, Buchjournal und Börsenblatt
»...souverän beherrscht Robert Spaemann auch die Kunst, sich der Macht des Zeitgenössischen zu entziehen ...« (Henning Ritter, FAZ, 05.05.2007)
»... Da begegnet der verblüffte Leser einem alten Bekannten, der längst vom Zweifel der Moderne zermalmt schien: einem Gott, der den Tod besiegt. ...« (Mathias Schreiber, Der Spiegel, 15/07, 7.4.2007)
»Ein gutes Ethik-Lehrbuch war dringend nötig.« Alexander Riebel (Die Tagespost, 20.5.2006)
Gibt es Bedingungen für ein glückliches Leben? Und wenn es sie gibt, wie lauten sie? Gibt es Grundvoraussetzungen und Maßstäbe guten Handelns? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt dieses Lehr- und Lesebuchs zur Ethik, das sich an alle Philosophieinteressierten wendet – an Schüler und Lehrer der Oberstufe ebenso wie an Lehrende und Studierende an Universitäten.