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Auflage: 3. Aufl. 2009
Ausstattung: gebunden mit Schutzumschlag, ca. 10 Tabellen
Seiten: 278
ISBN: 978-3-608-94182-1
Fachbuch
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Karl Heinz Brisch
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Theodor Hellbrügge
(Hrsg.)
Kinder ohne Bindung
Deprivation, Adoption und Psychotherapie
Fehlende Bindungserfahrungen und trotzdem Heilung
Die international renommierten Autoren diskutieren die Folgen von schwerwiegender Vernachlässigung im frühen Kindesalter und die möglichen positiven Veränderungen für die betroffenen Kinder durch Pflege- und Adoptiveltern.
»... Für unsere nachwachsenden und vielfältig bedrohten Kinder wollen wir hoffen, daß dieses Buch von möglichst vielen beruflich und politisch Verantwortlichen gelesen und beachtet wird!« Kurt Eberhard (www. agsp.de, Februar 2006)
Die Untersuchungen von René Spitz zum Hospitalismus haben gezeigt, daß ausreichende Ernährung und Versorgung allein nicht ausreichen: Kinder brauchen für eine gesunde psychische Entwicklung auch Bindungspersonen, die ihre emotionalen Bedürfnisse befriedigen. Vor dem Hintergrund der Bindungstheorie von John Bowlby konnte die Bindungsforschung nachweisen, daß eine Vernachlässigung der frühen emotionalen Bedürfnisse eines Säuglings Schädigungen in der Hirnreifung zur Folge hat.
Diese sind eine Ursache für die Entwicklung von schweren psychopathologischen Auffälligkeiten, die wir auch als Bindungsstörungen diagnostizieren. Wenn die elterlichen Fähigkeiten zur Förderung der emotionalen Entwicklung ihres Kindes nicht ausreichen oder sich schädigend auswirken, wird oft eine Fremdbetreuung des Kindes in einer Pflege- oder Adoptivfamilie erwogen. Dies kann zu neuen, »heilenden« Bindungserfahrungen des Kindes führen.
Die Beiträge erläutern die rechtlichen Zusammenhänge und Fragen wie etwa Besuchskontakte, betreuter Umgang oder Rückführung des Kindes in seine Ursprungsfamilie unter bindungs dyna mischen Gesichtspunkten.
Mit Beiträgen von: Theodor Hellbrügge, Stephen J. Suomi, Kim A. Bard, Mechthild Papoušek, Michael Rutter, Zdenek Matejcek, Jaróslav Šturma, Ludwig Salgo, Dana E. Johnson, Miri Keren, Angie Hart, Karl Heinz Brisch.
Stimmen zum Buch
»... Es ist ein äußerst empfehlenswertes Buch, das vor allem in die Hände derer gehört, die sich mit der Betreuung von Pflege- und Adoptivkindern befassen und in therapeutische Maßnahmen für diese Kinder einbezogen sind. ...« Liselotte Ahnert (socialnet, 28.2.2006)
»Das von Brisch und Hellbrügge vorgelegte Werk erwirbt sich mehrere große Verdienste: es ist im besten Sinne international, weil es sich nicht auf amerikanische Importe beschränkt; es ist von erheblicher wissenschaftshistorischer Bedeutung, weil es die erste Generation europäischer Deprivationsforscher und deren Schüler zu Wort kommen läßt; es ist interdisziplinär angelegt, weil die Autoren aus unterschiedlichen Fachrichtungen kommen; es ist praxisorientiert, weil die meisten Autoren aus der Praxis stammen und weil es in klarer, sehr lesbarer Sprache geschrieben ist. Für unsere nachwachsenden und vielfältig bedrohten Kinder wollen wir hoffen, daß dieses Buch von möglichst vielen beruflich und politisch Verantwortlichen gelesen und beachtet wird!« Kurt Eberhard (www.agsp.de, Februar 2006) (ansehen)
»Die Bindungsforschung hat sich mit ihrem britischen Pionier John Bowlby (1907-1990) seit der Nachkriegszeit kinderpsychiatrisch etabliert. Reale frühkindliche Erlebnisse in der Beziehung zu den Eltern bestimmen demnach die Entwicklung eines Kindes grundlegend. Bindungstheorie ist ein sozialpsychologisches und psychoanalytisches Konzept, mit dem das enge emotionale Verhältnis erklärt wird, das sich zwischen Kleinkind und Mutter entwickelt. Mit der Psychoanalyse hat sie gemein, dass frühkindliche Erlebnisse ein Schlüssel zur Erklärung der gesamten weiteren Entwicklung eines Menschen sind. Dabei werden sowohl die förderlichen wie mangelhaften Bindungen untersucht. In diesem Band geht es um die Mangelsituation, die Deprivation. Als (emotionale) Deprivation oder Deprivationssyndrom bezeichnet man in der Kinderheilkunde die mangelnde Umsorgung bzw. Vernachlässigung von Babys und Kleinkindern. Dauert die Deprivation länger an, kommt es zu psychischem Hospitalismus und fatalen Folgen fehlender Bindungserfahrungen. Die Beiträge dieses Buches beleuchten diesen Sachverhalt aus verschiedenen Perspektiven, zeigen aber auch Möglichkeiten der Heilung auf.« Jens Walter (www.lehrerbibliothek.de, Januar 2006)
»Dieses Werk zeichnet sich durch eine Fülle von Information, stimmigen Aufbau, eine klare Sprache und eine breite, schulenübergreifende Perspektive aus. Es liefert eine Fülle von Anregungen für die Praxis auf der Grundlage breiten empirischen Wissens und ist unverzichtbar für alle, die in Sozialarbeit und Heilpädagogik, Jugendhilfe, Pädiatrie, Psychologie, Psychiatrie ... für Kinder mit einer schwierigen Geschichte Verantwortung tragen.« Franz Wienand, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse
Alle Rezensions-Zitate finden Sie über Rezensionen.
Karl-Heinz Brisch im Gespräch mit Wolfgang Heim in SWR1 »Leute« (anhören auf swr.de)
Von Karl Heinz Brisch und Theodor Hellbrügge bei Klett-Cotta:
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Bindung und Trauma. Risiken und Schutzfaktoren für die Entwicklung von Kindern
Die Beiträge dieses Bandes führen die teilweise auf unterschiedlichen Wegen entstandenen Erkenntnisse der beiden Richtungen zusammen. Eines wissen wir ganz sicher: Eine sichere Bindungserfahrung in der Kindheit – wenigstens eine! – ist ein ganz wichtiger Schutz gegen das Aufkommen psychopathologischer Symptome nach einem traumatischen Erlebnis.
Mit Beiträgen von Anni Bergman, Lutz-Ulrich Besser, Marc H. Bornstein, Arne Hofmann, Klaus E. Grossmann, Gerald Hüther, Mechthild Papousek, Peter Riedesser u.a. 3. Aufl. 2009 gebunden mit Schutzumschlag 270 Seiten, ISBN: 978-3-608-94061-9
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Bindung und seelische Entwicklungswege. Grundlagen, Prävention und klinische Praxis
Die heute weltweit führenden Bindungsforscher aus den USA, aus England und aus Deutschland berichten in aktuellen Beiträgen über den derzeitigen »State of the Art« ihres Faches.
Mit Beitr. v. Mary Main, Inge Bretherton, Peter Fonagy, Beatrice Beebe, Karlen Lyons-Ruth u.a. 3. Aufl. 2010 gebunden mit Schutzumschlag 382 Seiten, ISBN: 978-3-608-94353-5
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Bindungsstörungen. Von der Bindungstheorie zur Therapie
Ein Bestseller und Standardwerk, das Strategien weist für Diagnostik, Therapie und Elternschaft: Karl Heinz Brisch entwickelt in dieser vollständig überarbeiteten Ausgabe der »Bindungsstörungen« die integrative therapeutische Praxis um John Bowlbys Paradigma der Bindung weiter und eröffnet neue Perspektiven des Helfens und der Prävention.
»Probably the fullest account on how attachment theory may be used to guide treatment methods when dealing with attachment-related problems is that provided by Brisch (2002) .« Sir Michael Rutter (Implications of Attachment Theory and Research for Child Care Policies, in: Handbook of Attachment, New York, London 2008, S. 965)
10. Aufl. 2010 gebunden mit Schutzumschlag 378 Seiten, ISBN: 978-3-608-94532-4
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