Informationen zum Autor und seinen Büchern:
»Ein Standardwerk, aber keine leichte Kost. Für wen? Leserinnen, die Tiefer in die Psychologie der Bindungen einsteigen möchten.« emotion, 04/2010
»...Er gilt als "Nestor der deutschsprachigen Psychotherapie für die ältere Generation" und befasste sich nicht zuletzt mit Themen, die den Erfahrungshintergrund seiner eigenen Generation betreffen.« (Psychosoziale Gesundheit) »Seit einigen Jahren schon - und dies ist vor allem Hartmut Radebold zu verdanken - wird alten Menschen auch in der Therapie eine Chance eingeräumt. Dies ist nicht zuletzt eine Folge der bedrohlich auf den Kopf gestellten Alterspyramide ... Hartmut Radebold hat sich in seinem neuen Buch einen ganz speziellen Aspekt herausgesucht, unter dem er Psychotherapie, Pflege, Beratung und Seelsorge älterer und ganz alter Menschen sehen will: den Aspekt der Zeitgeschichte. Eine gute Kenntnis der Zeitgeschichte sei nötig, um die spezifischen Probleme und teilweise auch Traumatisierungen etwa der 1925 bis 1929 Geborenen von denen der Kriegs- oder der Nachkriegskinder unterscheiden zu können ... Das Buch ist klar geschrieben, bezieht, so weit verfügbar, andere Studien mit ein und gibt damit einen Überblick über viele Varianten von zeitbedingten Störungen.« Eva Jaeggi (Psychologie Heute, September 2005) »... Radebold stellt Fragen, die sich viele Menschen fragen werden, und er führt den Leser anhand dieser Fragen durch sein Thema: Dürfen wir Deutsche uns mit diesem Teil unserer Geschichte befassen? Wer war betroffen, wer nicht? Wie reagierte die Gesellschaft nach dem Krieg? Kann es Spätfolgen bei über 60jährigen geben? Und muss man dann über die alten Geschichten sprechen? In seinen Antworten fasst er auf gut lesbare Art die Ergebnisse älterer und neuerer wissenschaftlicher Untersuchungen zusammen, zum Beispiel zu den Langzeitfolgen, die das Erlebnis der Bombennächte oder der Vertreibung haben. ... Nimmt Radebold in der ersten Hälfte seines Buches den Leser mit in die Welt, die die Kriegskinder erlebten, so wendet er sich in der zweiten Hälfte mehr an Menschen, die als Berater, Pfleger, Ärzte oder Psychotherapeuten mit alten Menschen zu tun haben. Hier wird das Sachbuch zu einem, allerdings allgemein verständlichen Fachbuch, von dem auch die profitieren können, von denen es handelt: die alten Menschen. ...« (DeutschlandRadio Kultur, April 2005) »... Hartmut Radebold, Jahrgang 1935, ist angetreten, einen Mythos zu zerstören: die in der fachlichen wie der allgemeinen Öffentlichkeit vorherrschende Auffassung, das Erlebnisse von Kriegskindern weder akute noch langfristige Folgen hinterlassen hätten. ...« (Evangelische Sonntagszeitung, 24.04.2005) »Radebold legt gründlich dar, wie nicht nur die durch die Kriegsereignisse erzeugte äußere Not Spuren hinterließ, welche nun in den Altersheimkohorten nach 2000 immer unübersehbarer destabilisierend sich nach oben spülen, sondern wie nationalsozialistische Erziehungs- und Rollen-Bilder bis fast in die Gegenwart hinein ihre ungute Nachwirkung zeigen: Frauen waren zunächst für ihre eigenen Eltern eingespannt, sodann (man denkt fast an den Islam) für das Wohlergehen des eigenen Ehemannes zuständig, nach dem Gebären für die Aufzucht der Kinder, anschließend für die Betreuung der Enkelkinder. ... Das Grauen, das als Resümee am Lebensende auftaucht als Einsicht in das, was man alles NICHT gehabt hat, ist von Ärzten und Pflegern nur schwer zu bewältigen. Das Buch versucht bei diesem Prozeß eine Hilfe zu sein für Patienten als auch für beruflich Verstrickte: indem es aufzeigt, dass nur ein klares "Beim-Namen-Nennen" babylonisch großer politischer Fehler ein durch Verstehen zustande kommendes Entlasten bewerkstelligen kann. Man hofft, dass diese Publikation in die Hände vieler Menschen gerät - und sich der dort vertretene Standpunkt erfolgreich in die öffentliche Diskussion mischen möchte...« Dietmar Fritze
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