Eine Darstellung von Marcel Reich-Ranickis Zeit in Polen anhand unbekannter Fotos und bisher unzugänglicher Dokumente
Marcel Reich-Ranicki in Polen - dramatische Ereignisse und wichtige Stationen von 1938 bis 1958 leben auf: Aus Zeitzeugenberichten, bisher unbekannten Fotos und verschollenen Dokumenten erhalten diese ›weißen‹ Jahre Konturen: das Wechselspiel von Schatten und Licht einer Jahrhundertgestalt.
»Gerhard Gnaucks gut recherchiertes Buch über Marcel Reich-Ranickis Jugend in Polen zeigt den großen Literaturkritiker als Opfer und Täter.« Vladimir Vertlib (Die Presse, 21.03.09)
»... ein äußerst lesenswertes und ausgewogenes Buch, in dem Reich-Ranickis Selbstpräsentation mit neuen Quellendokumenten verglichen wird.« Ulrich M. Schmid (NZZ, 11.03.09)
Jahre der Todesangst: Ausweisung nach Polen 1938, Warschauer Ghetto 1940, Flucht auf dem Weg zur Deportation 1943, Unterschlupf bis September 1944 ... In höchster Not entkommen Marceli Reich und seine Frau Teofila; sie tauchen unter und können ein neues Leben beginnen. Er arbeitet ab Oktober 1944 für den polnischen Geheimdienst in Kattowitz, Berlin, London, Warschau. 1958 verlässt er seine erste Heimat Polen in Richtung Bundesrepublik, wo ihm eine unvergleichliche Karriere als Literaturkritiker gelingt. Seither nennt er sich Marcel Reich-Ranicki.
Mit »Wolke und Weide« ist dem Warschauer Journalisten Gerhard Gnauck ein einfühlsames Porträt geglückt: Facettenreich skizziert er eine Jahrhundertgestalt und erzählt von Polen in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, einem Land, in dem sich die europäische Geschichte wie kaum an einem anderen Ort kristallisiert. Auf Anregung Gerhard Gnaucks hin erhielt die Familie Gawin, bei denen Marcel Reich-Ranicki und seine Frau untertauchen konnten, die Auszeichnung »Gerechte unter den Völkern« und eine Rente der Bundesrepublik.
»Ich bin ein halber Pole, ein halber Deutscher und ein ganzer Jude.« Marcel Reich-Ranicki
Pressestimmen
»Es ist das Verdienst Gerhard Gnauck, des Welt-Korresondenten in Warschau seit 1999, die polnischen Jahre Reich-Ranickis (1938-1958) mit bisher nicht da gewesener Genauigkeit untersucht zu haben.« Karl Corino (Die Zeit, 25.06.2009)
»Marcel Reich-Ranickis Leben kann gar nicht oft genug erzählt werden, es ist genauso abenteuerlich wie exemplarisch für das zwanzigste Jahrhhundert.« Gerrit Bartels (RBB Kulturradio, 06/09)
»... ein äußerst lesenswertes und ausgewogenes Buch, in dem Reich-Ranickis Selbstpräsentation mit neuen Quellendokumenten verglichen wird. Vor allem vier weiße Flecken in Reich-Ranickis Biografie stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit: sein Verhalten im Warschauer Ghetto, seine Aktivität in Oberschlesien im letzten Kriegswinter, sein Aufenthalt im besiegten Berlin und die Geheimdiensttätigkeit in der Londoner Botschaft der Volksrepublik Ende der vierziger Jahre. ... Gnaucks Nachforschungen führen nicht nur zu einer Neubewertung von Marcel Reich-Ranickis Biografie, sondern bieten auch ein Lehrstück für die schwierige Selbstaufklärung eines Intellektuellen über seine eigene problematische Vergangenheit. Wohltuend ist, dass Gnauck Marcel Reich-Ranicki nicht mit dem ausgestreckten Zeigefinger dem öffentlichen Gespött preisgibt. Dichtung und Wahrheit des Feuilleton-Olympiers sind bei Gnauck von viel Einfühlungsvermögen getragen.« Ulrich M. Schmid (Neue Zürcher Zeitung, 11.03.2009)
»Gerhard Gnaucks gut recherchiertes Buch über Marcel Reich-Ranickis Jugend in Polen zeigt den großen Literaturkritiker als Opfer und Täter. ... Diese traumatischen Erfahrungen in der NS-Zeit werden von Gnauck einfühlsam und detailgetreu beschrieben. Sie machen Reich-Ranickis späteren Lebensweg emotional und psychologisch verständlich, ohne seine Verwicklungen in die Verfolgungsmaschinerie des kommunistischen Regimes entschuldigen zu wollen. « Vladimir Vertlib (Die Presse, 21.03.2009)
Dieses Werk ist Sachlexikon und Handbuch, Gesamtdarstellung und Kompendium zugleich, ein unentbehrliches Hilfsmittel für alle, die sich mit Nationalsozialismus und Drittem Reich beschäftigen.
Endlich auf Deutsch erscheint das Aufsehen erregende Buch, das vor über 30 Jahren in den USA erstmals veröffentlicht wurde. Es stellt die erschütternde Frage, wie es einzelnen Menschen gelingen konnte, diese Hölle der Todeslager zu überleben.
»...Die Bedeutung von Des Pres’ Arbeit liegt unter anderem darin, den Fokus auf den "bloß" Überlebenden gerichtet zu haben. Der Autor zieht die analytische Schlussfolgerung aus der Vielzahl der Überlebensberichte. ... Des Pres’ "Überlebender" ist in Deutschland noch zu entdecken. ...« Ralf Altenhof (Der Tagesspiegel, 29.12.2008)
Mit einem Nachwort von Arno Gruen, aus dem Amerikanischen von Monika Schiffer (Orig.: The Survivor. An Anatomy of Life in the Death Camps) 1. Aufl. 2008 gebunden mit Schutzumschlag 248 Seiten, ISBN: 978-3-608-94420-4
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