Theater hassen

Eine dramatische Beziehung

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Wer das Theater liebt, darf das Theater hassen.

Damit das Theater bleiben kann, was es war, muss es sich ändern. »Theater hassen« ist eine Streitschrift gegen und für das Theater, eine Totenrede und ein Liebesbrief, eben Ausdruck einer dramatischen Beziehung.

»So mitreißend und klug und dramatisch und überraschend und temperamentvoll wie das Theater selbst in seinen guten Momenten.«
Niklas Maak, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 27.11.2016

Fahle Gespenster schleichen über die Bretter, die früher die Welt bedeuteten, heute aber nur mehr morsch knarzen. Das Theater verrennt sich in einer Nische, die niemanden interessiert. Verzweifelt holt es Flüchtlinge auf die Bühne oder zwingt die Zuschauer zum Mitmachen. So verkommt es zum Kabarett und zum Kindergarten. Außerdem ist es enorm unpraktisch: abhängig von Subventionen, trotzdem teuer, unverwandt elitär, nur heuchlerischer als früher, unbequem – weder kann man Popcorn essen noch auf die Toilette gehen. Es gibt jede Menge Gründe, das Theater zu hassen. Man ist es ihm sogar schuldig, besonders, wenn man es liebt.

»So mitreißend und klug und dramatisch und überraschend und temperamentvoll wie das Theater selbst in seinen guten Momenten.«
Niklas Maak, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 27.11.2016

»Er nennt das Theater ein "Geisterhaus toter Avantgarden", verlogen, langweilig, selbstgefällig und feige. Ich küsse seine Füße, denn er hat Recht und tut, was ein Kritiker tun muss: Er spricht die bittere Wahrheit aus.«
Uwe Wittstock, Focus, 1.10.2016

»So ist seine Streitschrift auch ein zorniger Streifzug durch die jüngere Theatergeschichte und gibt natürlich bald zu erkennen, dass es dem Theaterhasser eigentlich um die Liebe geht, um seine Leidenschaft für ein Theater, das nicht posiert, nicht behauptet, keinen Moden, Schulen, Ideologien folgt, sondern intelligent, unterhaltsam, mutig und vor allem mit künstlerischer Sturheit und ästhetischem Eigensinn nach neuen Ausdrucksweisen für die Bühne tastet.«
Dorothee Krings, rp-online.de, 21.12.2016

»Jan Küvelers Buch "Theater hassen" ist kurzweilig und klug, man bekommt auf leichtfüßige Art und Weise die wichtigsten Diskurse der Gegenwart erklärt.«
Profil, 7.11.2016
Tropen
E-Book basiert auf der 1. Auflage 2016 der Print-Ausgabe, 160 Seiten in der Print-Ausgabe,
ISBN-epub: 978-3-608-10053-2
autor_portrait

Jan Küveler

Jan Küveler, 1979 geboren, lebt in Berlin und leitet im Feuilleton von »Welt« und »Welt am Sonntag« das Theaterressort. In den Nullerjahren hielt er...



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