»Massimo Carlotto ist in seiner Heimat längst ein Star. Bei uns ein noch zu entdeckender.« (ARD-ttt, titel, thesen, temperamente, 17.08.08)
Oktober 2008 auf der KrimiWelt-Bestenliste von WELT, ARTE und Nordwestradio (Weitere Informationen mit den Jury-Rezensionen unter: www.arte.tv/krimiwelt)
»Wie die Erfahrung des Todes den Blick aufs Leben verändert. ... Massimo Carlotto hat einen packenden Roman mit trostlosem Happy-End geschrieben.« Christoph Haas (Süddeutsche Zeitung, 24.10.08)
»Carlotto beschreibt diese Gewalt und ihre Auswirkungen auf die psychische Ökonomie der Betroffenen präzise und erschütternd.« (NZZ, 25.09.08)
»... in "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" spart der italienische Autor Massimo Carlotto keinen menschlichen Abgrund aus. Die Grenzen zwischen Täter und Opfer verschwimmen, Vergebung wird von Hass aufgefressen. ...« (FAZ, 29.08.08)
»Die dunkle Unermesslichkeit des Todes« erzählt von zwei Männern und einem brutalen Verbrechen, das die beiden untrennbar miteinander verbindet. Zwei Lebensgeschichten werden raffiniert verwoben zu einer wütenden Anklage gegen eine Gesellschaft, in der es keine Wiedergutmachung und keinen Trost geben kann. Eine große Geschichte über Rache und Vergebung.
Silvio Contin, Weinhändler in einer venezianischen Kleinstadt, führt ein unbeschwertes Leben mit seiner hübschen Frau und einem kleinen Sohn. Doch eines Tages nehmen zwei Männer bei einem Raubüberfall Frau und Sohn als Geiseln und töten sie kaltblütig. Der Verlust lässt Contin tief fallen, bis ihn 15 Jahre nach der Tragödie ein Gnadengesuch des inhaftierten und mittlerweile schwer kranken Mörders, Raffaello Beggiato, erreicht. Langsam begreift Contin, dass dies die Chance seines Lebens ist: Rache. »Die dunkle Unermesslichkeit des Todes« ist ein Roman von erzählerischer Radikalität und rasender Spannung.
Das Hörspiel zum Buch wurde im Rundfunk des NDR am 4.4.2009 ausgestrahlt.
Weitere Stimmen zum Buch
KrimiWelt-Bestenliste von WELT, ARTE und Nordwestradio Oktober 2008 (Weitere Informationen mit den Jury-Rezensionen unter: www.arte.tv/krimiwelt)
»"Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" von Massimo Carlotto besticht durch die beiläufige Kälte.« (3sat-buchzeit, 16.10.2008)
»Massimo Carlotto ist in seiner Heimat längst ein Star. Bei uns ein noch zu entdeckender. ... Wenn er auftaucht sinkt der Illusionsspiegel schlagartig. ... In seinen düsteren Kriminalromanen ist der Tod allgegenwärtig. ... Er ist der unsentimentale Chronist eines anderen, geheimen, schwarzen Italien. ...« (ARD-ttt, titel, thesen, temperamente, 17.08.2008, ansehen bei www.daserste.de)
»Dabei interessiert ihn nicht die übliche Frage nach dem Zustandekommen von Gewaltexzessen. Es geht vielmehr darum, wie ein Leben nach dem Einbruch der Gewalt aussieht - einer völlig entideologisierten Gewalt. Carlotto beschreibt diese Gewalt und ihre Auswirkungen auf die psychische Ökonomie der Betroffenen präzise und erschütternd. Und weil er weniger räsoniert als vielmehr das Räsonnement in Handlung auflöst, ist "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" ein so rasantes wie verstörendes Stück Literatur über das Verzeihen und das Recht auf Gerechtigkeit, über Schuld und Busse, Täter und Opfer.« (Neue Zürcher Zeitung, 25.09.2008)
»... dramaturgisch grandios installiert, psychologisch packend, von beklemmender Intensität ...« Hendrik Werner (Die Welt, 29.08.2008)
»Contin soll das Gnadengesuch befürworten, doch der Mord an seiner Familie hat sein Leben ruiniert, er denkt nur an Rache. Und dafür wird er böser, als Begiato es je war. Carlotto beweist sich mit dem Roman wieder als Experte für niederträchtige Zeitgenossen.« Marianne Wellershoff (Der Spiegel, Kulturspiegel, 25.8.2008)
»"Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" ist ein Kriminalroman von geradezu alttestamentarischer Wucht - und darüber hinaus ein verstörend hellsichtiger Roman über die Macht der Normalität, mit der Menschen sich über die Tragödie ihres Daseins hinwegtäuschen.« Kolja Mensing (Der Tagesspiegel, 26.10.2008)
»Carlotto ... bricht das schlichte Täter-Opfer-Thema nach und nach systematisch auf. ... Nun demonstriert er erneut, dass die imaginäre Grenze zwischen anständigen Bürgern und der Welt des Verbrechens, zwischen "Normalen" und Schurken, in Wahrheit nicht existiert.« Brigitte Preissler (Berliner Zeitung, 18.10.2008)
»Die Eiseskälte dieser Figuren wird grundiert durch das politische Klima Italiens, dessen gesellschaftlicher Umgang von Gleichgültigkeit und Härte geprägt ist. In dieser Welt gibt es weder Mitleid noch Gerechtigkeit.« Thomas Schaefer (Hannoversche Allgemeine Zeitung, 07.10.2008)
»Spannender als bei Carlotto kann man die abgründigen Seiten an sich selbst kaum kennen lernen.« Berliner Zeitung
Giorgio Pellegrini, in Italien wegen politischer Verbrechen gesucht, ist nach Mittelamerika geflüchtet, wo er in einem Camp mit anderen europäischen Ex-Terroristen lebt. Als er die Gelegenheit bekommt, mildernde Umstände zu erwirken, indem er seine ehemaligen Kameraden verrät, kehrt er in die Heimat zurück und stellt sich dort der Justiz. Nach ein paar Jahren Haft und einem Deal mit einem korrupten Kommissar kommt er frei. Von den politischen Idealen seiner Jugend, an die er nie richtig geglaubt hat, ist nur noch ein grausames Zerrbild übrig. Sein oberstes Ziel ist es nun, ein anerkanntes Mitglied der Gesellschaft zu werden. In der zynischen und kalten Welt, in die er entlassen wird, gibt es für ihn nur ein Mittel, dieses Ziel zu erreichen: Mord.
Roman Aus dem Italienischen von Hinrich Schmidt-Henkel gebunden mit Schutzumschlag 192 Seiten, ISBN: 978-3-608-50094-3
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