Familiendynamik

Heft 01 / Januar 2017

Therapie mit Menschen mit Fluchterfahrungen

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Kleine Charakterkunde für alle, die sich selbst und andere besser verstehen wollen
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Elise Bittenbinder, Nimisha Patel

Systemische Praxis in globalen Zusammenhängen – zwischen Solidarität und Abwehr

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Zusammenfassung:

In diesem Artikel beleuchten die Autorinnen einige Herausforderungen in der psychosozialen Versorgung von Menschen, die Krieg, Folter und andere Menschenrechtsverletzungen überlebt haben. Die Zusammenarbeit mit entwurzelten Menschen, die Gewalt erfahren haben, gefoltert wurden, auf der Flucht oder bereits geflohen sind, fordert allen beteiligten Fachkräften sehr viel ab. In Europa, wohin viele der Menschen fliehen, bildet der »Trauma-Diskurs« weiterhin den Schwerpunkt der Diskussionen. Flüchtlinge gelten gemäß dieser Sichtweise als traumatisiert und therapiebedürftig. In jenen Regionen, in denen kriegerische Konflikte andauern, dominiert eher der Diskurs »MHPSS und humanitäre Intervention«. Der vorliegende Artikel untersucht diese beiden Ansätze hinsichtlich ihrer Grenzen wie Auswirkungen. Zudem fordert er eine Abkehr vom vorherrschenden Trauma-Diskurs und stellt einige praktische Leitlinien in der Arbeit mit Überlebenden vor, die auf systemischem Denken basieren und den Menschenrechten verpflichtet sind. Abschließend plädieren die Autorinnen dafür, Überlebende nicht in vorgefertige, westlich geprägte Konzepte von Leid, Symptom und psychiatrischer Erkrankung zu pressen, sondern auf die Begegnung als Katalysator für Veränderung zu fokussieren.

Summary:

Systemic Approaches in Global Systems – Between Solidarity and Defense
This paper explores some of the challenges in developing an approach to working with survivors of war, torture and other human rights violations, and offers some broad principles based on the experience of two colleagues working in this field for nearly three decades but based in different countries. The work with people that have been uprooted, violated, tortured and are in or after flight is highly demanding for health workers involved. In Europe, the dominant discourse remains the ›trauma discourse‹, depicting refugees as traumatized, damaged and in need of expert psychological therapy. In regions where these conflicts continue, the dominant discourse amongst health practitioners is the discourse of ›MHPSS and humanitarian intervention‹. This article looks at both of these discourses, their limitations and consequences, and it calls for a change in the »trauma paradigm« as well as looking at the specific questions that the German professional therapeutic community is facing. Some broad principles based on systemic thinking, including a human rights framework, are suggested as a useful way forward for practitioners in health and social care. We should not shoe-horn survivors into our pre-existing, Western notions of suffering, symptoms and psychiatric disease – but focus on the encounter as a catalyst for change.

Résumé:

Familiendynamik Jahrgang 42, Heft 01, Januar 2017
broschiert
ISSN: 0342-2747

Autoren in dieser Ausgabe

Arist von Schlippe, Leonie Teigler, Elise Bittenbinder, Esther Mujawayo, Dima Zito, Esther Kleefeldt, Elise Bittenbinder, Nimisha Patel, Ariane Brenssell, Anna Hartmann, Bruno Thebaldi, Désirée Waterstradt, Leonie Teigler, Laurine Froidevaux, Günther Emlein, Wolfgang Loth,


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