Familiendynamik

Heft 02 / April 2009

Das Baby in der Familie

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Ludger Lütkehaus

Von der schweren Geburt der Geburtsphilosophie

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Zusammenfassung:

Übersicht: Anders als in der christlich-abendländischen Tradition, die den Menschen auf den Tod hin zu verstehen versucht, stellt der Autor seine Philosophie der Geburt vor. Gerade weil man die Geburt oft nicht als »Geschenk des Lebens«, sondern als Anfang eines leidbehafteten Lebens betrachten muss und vollends in letzter Zeit, seit die Fortschritte der Bio-, Gen- und Medizintechnologie die Geburt als »optional« erscheinen lassen, ist eine Philosophie der Gebürtlichkeit notwendig. In Auseinandersetzung u. a. mit Hannah Arendt und Peter Sloterdijk wird dargelegt, dass durch das Faktum der Natalität durch jeden von uns ein Anfang in die Welt kommt, der uns zugleich die Gabe verleiht, einen Anfang zu setzen. Dennoch ist es der Inbegriff der Fremdbestimmung, in die Welt hineingeboren zu sein. Je technischer, je willentlicher die Herstellung, umso deutlicher wird die Willenlosigkeit der Existenz. Die alten Leitmetaphern (das »Geschenk des Lebens«, das Erblicken des »Lichtes der Welt«) taugen nicht mehr zur Rechtfertigung, dass es gut war, zu erzeugen. Das Verhältnis der Schöpfer zu den Geschöpfen, der Eltern zu den Kindern muss neu bestimmt werden. Es obliegt der Welt, die »Neuankömmlinge« willkommen zu heißen; und es ist die Verantwortung der Erzeuger, ihre unmündigen Kinder zur Mündigkeit zu befähigen.

Summary:

Unlike the western Christian tradition that attempts to understand human life in terms of its culmination in death, the philosophy proposed by the author is geared to birth. In recent times in particular, now that progress in biotechnology, genetic engineering, and medical technology have made birth into an »option,« one is often forced
to regard birth not as »the gift of life« but rather as the beginning of an
existence overshadowed by suffering. Accordingly, a philosophy of natality is necessary. Engaging with ideas by such philosophers as Hannah Arendt and Peter Sloterdijk, the author argues that the very fact of natality means that, with each of us, a new beginning comes into the world that at the same time bestows on us the gift of making a beginning. Yet being born into the world is the quintessence of alien determination. The involuntary nature of our arrival on this earth is pointed up by the extent to which existence is »engineered« by the use of technology and the exercise of will. The old conventional metaphors (the »gift of life,« seeing »the light of the world«) are no longer adequate as a justification for the idea that giving birth is a good thing. It is time to redefine the relationship between creator and creatures, parents and children. It is incumbent on the world to welcome the »new arrivals.« And it is the responsibility of parents to help their untutored children come of age.

Résumé:

Familiendynamik Jahrgang 34, Heft 02, April 2009
broschiert
ISSN: 0342-2747

Autoren in dieser Ausgabe

Ulrike Borst, Ludger Lütkehaus, Elisabeth Fivaz-Depeursinge, Gerhard J. Suess, Manfred Cierpka, Dorett Funcke, Martin F. Weckenmann, Alain Schmitt, Arist von Schlippe, Hans Rudi Fischer, Ulrike Borst, Ulrich Zulauf, Doris Straus, Wilhelm Rotthaus, Michael B. Buchholz, Hans Rudi Fischer, Robert Wäschle, Günther Emlein, Tina Maurer, Alen Vukovic,


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