Familiendynamik

Heft 02 / April 2017

Die Kraft des Zweifelns

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Volkmar Aderhold

Das Un-Wesen psychischer Krankheiten . Über den aktuellen Zerfall von Krankheitskonstruktionen und den phänomenalen Nutzen der Konstruktionslücke

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Zusammenfassung:

In dem vorliegenden Beitrag wird zunächst aufgezeigt, welche Fehlentwicklungen in der psychiatrischen Diagnosestellung zu verzeichnen sind. Die mit den Versionen der Diagnosemanuale fortschreitende De-Kontextualisierung psychischer Störungen zieht eine Biologisierung der Psychiatrie nach sich, die letzten Endes eher der Pharmaindustrie als den PatientInnen dient. Die Befundlage der biologischen Psychiatrie ist dabei alles andere als ermutigend, gerade weil die diagnostischen Kategorien zu wenig valide sind. Das neue System der Research Domain Criteria (RDoC), was von funktionellen neuronalen Teilsystemen des gesunden Gehirns ausgeht, könnte die Neurobiologie weiterbringen. Ob dies gelingt, ist nicht absehbar. Klinische Diagnosen dagegen sollten in erster Linie dem Verstehen und der Verständigung dienen. Da sie grundsätzlich Ergebnis eines sozialen Konstruktionsprozesses sind, sollte ein dialogisches Ko-Konstruieren mit den bedeutungsvollen Anderen in der sozialen Welt des Betroffenen im Zentrum stehen. Notwendig und unhintergehbar ist dabei eine innere und äußere Polyphonie dieser Wirklichkeitskonstruktionen. Psychiatrisches Expertenwissen ist Teil dieser Polyphonie.

Summary:

The Non-Entity of Psychic Disorders – On the Present Disintegration of Illness Constructions and the Phenomenal Perks of the Construction Gap
The article begins by indicating misdevelopments in psychiatric diagnosis. The progressive decontextualisation of psychic disorders from one diagnosis manual to the next involves a biologisation of psychiatry that in the last analysis benefits the pharmaceutical industry more than the patients. Because the diagnostic categories are not sufficiently valid, the diagnostic showing of biological psychiatry has not been very encouraging. The new Research Domain Criteria (RDoC) system proceeding on the basis of functional neuronal part-systems in the healthy brain may represent an advance in neurobiology. In the near future there is little hope of establishing whether or not this is so.
Clinical diagnoses, by contrast, should primarily serve understanding and communication. As in fundamental terms they are the outcome of a social construction process, their chief concern should be co-construction based on dialogue with the Significant Others in the social world of the patient in question. Necessary and irreducible is the internal and external polyphony of these reality constructions. Expert psychiatric knowledge is part of that polyphony.

Résumé:

Familiendynamik Jahrgang 42, Heft 02, April 2017

ISSN: 0342-2747

Autoren in dieser Ausgabe

Hans Rudi Fischer, Ulrike Borst, Agnes Heller, Allen Frances, Volkmar Aderhold, Christina Hunger, Laura Klewinghaus, Friederike Küsche, Dorett Funcke, Oliver König, Bruno Hildenbrand, Kurt Lüscher,


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