Familiendynamik

Heft 03 / Juli 2015

Transkulturelle Perspektiven

Das könnte Sie interessieren

Kopfschmerzkinder

Was Eltern, Lehrer und Therapeuten tun können

Junge Väter in seelischen Krisen

Wege zur Stärkung der männlichen Identität

Bindung und Jugend

Individualität, Gruppen und Autonomie

Balanceakt Familiengründung

Paare begleiten mit dem »Regensburger Familienentwicklungsmodell«
Diese Ausgabe erwerben
26,00 EUR
broschiert (zum Abonnement)
Versandkostenfrei nach D, CH, A; hier inkl. Mwst. - >> Lieferinformationen - Einzelheiten zu Ihrem Widerrufsrecht finden Sie in den >> AGBs. - >> Akzeptierte Zahlungsmittel
Klaus J. Bade

Zwanzig Jahre »Manifest der Sechzig: Deutschland und die Einwanderung« (1993) . Erinnerungen des Herausgebers

« zurück zum Inhalt

Zusammenfassung:

Der Weg zur Akzeptanz von Einwanderungsland und Einwanderungsgesellschaft wurde in Deutschland im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts erschwert durch die politische Grundsatzdebatte, ob Deutschland ein »Einwanderungsland« sei, während sich im Alltag des gesellschaftlichen Lebens bereits unverkennbar eine kulturell vielfältige Einwanderungsgesellschaft entfaltete. In den letzten Jahren hat sich dieses Missverhältnis zwischen öffentlicher Wahrnehmung und politischer Gestaltung umgekehrt: Unter dem Druck des demographischen Wandels und dem daraus abgeleiteten Erfordernis starker Zuwanderungen ist die migrationsrechtliche Öffnung für Zuwanderung der öffentlichen Wahrnehmung davongeeilt, was erneut zu starken Irritationen führt. Die Erhaltung des kulturellen und sozialen Friedens in der Einwanderungsgesellschaft in Deutschland hängt mit davon ab, dass es gelingt, die sozialen und mentalen Folgeprobleme des schweren Wegs zu Einwanderungsland und Einwanderungsgesellschaft zu begrenzen. Nicht minder wichtig ist es, die Akzeptanz für die auch künftig nötigen starken Zuwanderungen zu sichern. Sie werden vor allem aus Drittländern fernab Europas und damit auch aus anderen Kulturräumen stammen. In Kreisen der Mehrheitsbevölkerung aber grassieren Sozial- und Kulturängste. Deshalb ist hier viel Informations-, Vermittlungs- und Überzeugungsarbeit nötig. Die Politik hat ihre dazu nötige Bringschuld damals wie heute nur bedingt erfüllt.

Summary:

Germany and the Immigration – The editor of »Manifest der Sechzig« (1993) remembers
In the last third of the 20th century, acceptance for the idea of Germany as an »immigration country« or »immigration society« was impeded by a fairly abstract political debate on the question of whether or not Germany should be labelled as such. At the same time, Germany was clearly developing into a culturally diversified society. In the last few years, this discrepancy between public perception and political intention has undergone a volte-face. Under the pressure of a rapidly aging society and the call for a strong influx of incomers, the legal position with regard to immigrants now provides for much more latitude than many German citizens find immediately palatable. Cultural and social harmony (peaceability) in Germany as an immigration society depends partly on the degree of success achieved in keeping a rein on the social and mental problems occasioned by progress towards acceptance of immigration as an integral part of society. Strengthening this acceptance is doubly important in view of the high immigration figures that will definitely be required in the future. Those immigrants will be coming here largely from third countries far away from Europe and hence from very different cultures. This causes social and cultural apprehension in the majority of the population, necessitating a great deal of sociopolitical information, intermediary work and convincement activity. Today, as in the past, politicians have done less than they might in this respect.

Résumé:

Familiendynamik Jahrgang 40, Heft 03, Juli 2015
broschiert
ISSN: 0342-2747

Autoren in dieser Ausgabe

Dorett Funcke, Wolfgang Loth, Inge Singer-Rothöft, Arist von Schlippe, Cornelia Oestereich, Kenneth J. Gergen, Thomas Hegemann, Patricia Fernandes Da Silva, Klaus J. Bade, Haim Omer, Dan Dolberger, Marius Metzger, Ilona Reinhard, Livia Wettach, Till Jansen, Haja Molter,


Unser Service für Sie

Zahlungsmethoden
PayPal (nicht Abos),
Kreditkarte,
Rechnung
weitere Infos

PayPal

Versandkostenfreie Lieferung
nach D, A, CH

in D, A, CH inkl. MwSt.
 
weitere Infos

Social Media
Besuchen Sie uns bei


www.klett-cotta.de/im-netz
Facebook Twitter YouTube
Newsletter-Abo

Klett-Cotta-Verlag

J. G. Cotta’sche Buchhandlung
Nachfolger GmbH
Rotebühlstrasse 77
70178 Stuttgart
info@klett-cotta.de