Familiendynamik

Heft 03 / Juli 2017

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Angelika Eck

Von der Paradoxie des Wollenwollens zum sex worth wanting . Therapeutische Alternativen zur Lustpille für die Frau

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Zusammenfassung:

Mit der Zulassung des Medikaments Addyi (Flibanserin) hat die Pharmaindustrie nach jahrelangem Bemühen einen Erfolg in der Medikalisierung der weiblichen Lustlosigkeit zu verzeichnen. Die Kritik daran bietet einen willkommenen Anlass zu fragen, welche sexualtherapeutischen Alternativangebote gemacht werden können. Sexuell lustlose Frauen formulieren zu Beginn einer Therapie häufig den paradoxen Wunsch: »Ich will/soll wollen.« Diesen Widerspruch aufzulösen bedeutet, eine Wahlmöglichkeit zwischen »Nein« und »Ja« wiederherzustellen. Um wählen zu können, gilt es zunächst, die Lustlosigkeit zu bejahen und die Unlust zu differenzieren, um dadurch Raum für Selbstbestimmung zu etablieren. Daraufhin kann ergebnisoffen erkundet werden, was die Frau will, was sie als lustvoll erlebt und wie sie sich flexibel zwischen Unlust und Lust bewegen kann. Interventionen gehen dabei weit über das Sexuelle hinaus und beziehen selbstbestimmte Aktivitäten, sinnlichen Genuss und Körpererleben der Frau mit ein. Das Ziel eines solchen Prozesses ist es nicht, sexuell wieder zu »funktionieren«, sondern sich für oder gegen eine Qualität von Erotik entscheiden zu können und eine eigene Erotik zu entwickeln, die es wert ist, gewollt zu werden.

Summary:

From the Paradox of Wanting to Want to Sex Worth Wanting – Therapeutic Alternatives to Libido Pills for Women
After years of effort, the approval of Addyi (flibanserin) represents the pharmaceutical industry’s first success in medicalising female sexual disinterest. Criticisms levelled at this decision provide a welcome opportunity to enquire into the alternatives that sex therapy has to offer. At the beginning of therapy, women with sexual desire deficiencies frequently say that they »want to want« or they feel that they should be more interested in sex. Resolving this contradiction means re-establishing an option between yes and no. The first imperative is to affirm the lack of desire and differentiate reluctance so as to establish a space for self-determination. Then it will be possible to embark without pressure on the exploration of what women want, what they find pleasurable, and how they can alternate flexibly between desire and disinterest. The therapeutic interventions go far beyond sexuality itself and encompass self-determined activities, sensual enjoyment, and body experience for women. The aim of such a process is not for women to »function« sexually but to be able to decide for or against a species of eroticism that is worth wanting.

Résumé:

Familiendynamik Jahrgang 42, Heft 03, Juli 2017
broschiert
ISSN: 0342-2747

Autoren in dieser Ausgabe

Ulrike Borst, Helke Bruchhaus Steinert, Helke Bruchhaus Steinert, Angelika Eck, Peter Fraenkel, Hans Brunner, Josef Heck, Christian Roesler, Bruno Hildenbrand, Sheila McNamee, Britta Went, Hans Rudi Fischer,


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