Familiendynamik

Heft 04 / Oktober 2013

Pflegefamilien

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Anika Unterberg, Martin Schröder, Tania Pérez, Alain Di Gallo, Marc Schmid

Der Zusammenhang von elterlichem Stress, Bindungsproblemen und psychischer Belastung von Pflegekindern

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Zusammenfassung:

Pflegekinder gelten als Hochrisikogruppe für die Entwicklung psychischer Störungen und Bindungsprobleme, was zur Überforderung von Pflegeeltern führen kann. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Entwicklung der Pflegekinder. Um zu untersuchen, inwieweit sich psychische Belastungen und Bindungsprobleme der Pflegekinder mit dem pflegeelterlichen Stress wechselseitig bedingen, wurden Fragebogendaten von 165 Pflegekindern und ihren Pflegeeltern analysiert. 53,4 % der Pflegekinder erreichten einen Wert bezüglich der Bindungsauffälligkeit, welchen nur 10 % der Allgemeinbevölkerung aufweisen. Für 69,1 % der Pflegekinder wurde eine psychische Belastung angegeben, die im klinisch auffälligen Bereich liegt. Die Bindungsauffälligkeit, die hohe psychische Belastung, deren Interaktion, die interpersonell traumatischen Erlebnisse und die Anzahl der Betreuungswechsel klären zu 30,7 % die Varianz des pflegeelterlichen Stresserlebens auf. Demgegenüber klären der pflegeelterliche Stress und die genannten Prädiktoren gemeinsam 56,2 % der Varianz der psychischen Belastung der Pflegekinder auf. Dieser Wechselwirkungsprozess unterstreicht die Notwendigkeit systemisch anzusetzender Prä- und Interventionen, die sowohl Pflegekinder als auch deren Pflegeeltern einbeziehen sollten.

Summary:

Relationship between parental stress, relationship problems, and mental stress among foster children
Foster children are considered a high risk group for the development of mental disorders and attachment disorders, which can lead to excessive demands for foster parents. This in turn has an influence on the development of foster children. To investigate the bidirectional relationship between mental stress and relationship problem of foster children and parental stress of foster parents, the questionnaire data of 165 foster families was analysed. The results of multiple regression analysis show, that the high amount of relationship problems with 53.4 % of the foster children reaching a score only 10 % in the general population did, the high psychological burden with 69,1 % of the foster children reaching a clinically relevant score, the interpersonal traumatic experiences and the number of foster family changes accounted for 30.7 % of the variance of parental stress in foster parents. On the other hand 56.2 % of the variance of the foster children’s stress is explained by parental stress and the aforementioned predictors. This bidirectional relationship emphasizes the need for a systematic use of prevention and intervention programmes, which include both foster children and their foster parents.

Résumé:

Familiendynamik Jahrgang 38, Heft 04, Oktober 2013
broschiert
ISSN: 0342-2747

Autoren in dieser Ausgabe

Ulrike Borst, Klaus Wolf, Marc Schmid, Anika Unterberg, Martin Schröder, Tania Pérez, Alain Di Gallo, Gabriele Buss, Elisa Schmidt, Wiebke Ahrens, Lena Grones, Mira Willnath, Johannes Jungbauer, Jeanne Rademacher, Wolfgang Lehmann, Daniel Menzel, Renè Lampe, Peter Kaiser, Arist von Schlippe, Hans Rudi Fischer, Ulrike Borst, Barbara Kalckreuth, Wolfgang Kalckreuth, Christiane Wiesler, Patrick Fassbind,


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