Familiendynamik

Heft 04 / Oktober 2017

Sprache, Kultur, Denken

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Wolfgang Dillo

Anders-Verstehen und Assoziieren . Wie das Gehirn unsere Kreativität hervorbringt

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Zusammenfassung:

Therapeutisches Arbeiten kann als kreativer Prozess verstanden werden, in dem es Menschen gelingt, bisher scheinbar unlösbaren Problemen mit neuen, kreativen Lösungsansätzen zu begegnen. Es ist daher interessant zu verstehen, wie Kreativität entsteht, wie sie verhindert und wodurch sie gefördert wird. Im folgenden Beitrag wird eine Brücke geschlagen von neurobiologischen Überlegungen zum alltagspraktischen Vorgehen. Schnelle Lösungen, die möglicherweise kurzfristig sinnvoll sind, und gut gemeinte Ratschläge verhindern oft Kreativität, weil sie die Gedanken voreilig in eine Richtung lenken und es so überflüssig erscheinen lassen, Alternativen zu erwägen. Grundlage für Kreativität ist eine Haltung, die originelle Lösungen erlaubt und nicht negativ sanktioniert. Übertragen auf Kontexte, in denen Kreativität gewünscht ist bzw. gefördert werden soll, bedeutet dies, eine Atmosphäre zu schaffen, die von Sicherheit, Geduld, Vertrauen und Zuversicht geprägt ist – eine Atmosphäre, in der sich Menschen eingeladen fühlen, auszuprobieren und keine Angst vor Fehlern zu haben.

Summary:

Understanding and Associating from a Different Angle – How the Brain Engenders Our Creativity
Therapeutic work can be regarded as a creative process in which people are able to tackle seemingly intractable problems with new creative approaches. Consequently, it is vital to understand how creativity emerges, what prevents it and how it can be stimulated. In the following article, the author builds a bridge between neuro-biological considerations and practical approaches in everyday life. Quick and easy solutions, which might make sense in the short term, often hinder creativity because they prematurely steer our thinking in one direction. Such solutions make alternatives seem superfluous. The fundamental premise of creativity is an attitude which accepts original solutions without negative preconceptions. When applied to contexts in which creativity is desired or should be supported, this means creating an environment characterised by security, patience, trust and confidence – an atmosphere in which people feel encouraged to think outside the box without fear of making mistakes.

Résumé:

Familiendynamik Jahrgang 42, Heft 04, Oktober 2017
broschiert
ISSN: 0342-2747

Autoren in dieser Ausgabe

Arist von Schlippe, Ulrike Borst, Günther Emlein, Jürgen Kriz, Michael B. Buchholz, Wolfgang Dillo, Walter Grasnick, Barbara Ollefs, Matthias Ochs, Sebastian Baumann, Markus W. Haun, Erhard Wedekind, Bernhard Moritz, Jürgen Kriz, Wolfgang Tschacher, Kurt Lüscher,


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