MERKUR

Heft 06 / Juni 2011

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Invasion der Barbaren

Die Entstehung Europas im ersten Jahrtausend nach Christus

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Thomas Speckmann

Wie unheroisch ist der Westen? . Eine historische Rückschau

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Zitate:

Allenthalben wird dem Westen nachgesagt, seine Gesellschaften scheuten den Krieg, seine Bürger seien nicht länger willens zu sterben für Volk und Vaterland − geschweige denn für die Verteidigung von Freiheit und Demokratie außerhalb der eigenen Landesgrenzen. Die westlichen Demokratien zeigten sich kriegsmüde, verweichlicht und hedonistisch verdorben. Größere Opfer in gewaltsamen Konflikten wollten sie sich nicht mehr zumuten. Kaum ein Tag verging in den letzten Jahren, an dem das Kriegsgeschehen in Afghanistan oder im Irak nicht durch diese Brille gesehen wurde. Die These vom einstmals heroischen Westen jedoch basiert vor allem auf Mythen und Legenden. Die historische Rückschau birgt eine grundlegend andere Erzählung. Athens Blütezeit begann mit einer politischen Dummheit: Im Jahre 500 vor Christus beschlossen die ionischen Städte in Kleinasien, vom Perserreich abzufallen. Sie baten die Griechen um militärischen Beistand. Sparta lehnte ab. Athen, das ebenfalls gegen die persische Hegemonie rebellierte, entsandte die erste Angriffsflotte in der Geschichte der Demokratie. Nach anfänglichen Erfolgen endete das Unternehmen in einer vernichtenden Niederlage. Athens Volksversammlung lehnte fortan jedes weitere Hilfsgesuch vom Kriegsschauplatz ab, so verzweifelt die Anfragen auch waren. Militärisch war die athenische Expeditionsstreitmacht zwar nicht besonders ins Gewicht gefallen. Politisch reichte ihre Entsendung aber aus, um die Perser zu einer Strafaktion gegen die Ionier und ihre Verbündeten zu veranlassen. Die Perserkriege gegen das griechische Festland waren die Folge. Erst jetzt, da sich die Athener von Angreifern in Übersee zu Verteidigern ihrer Heimat wandelten, konnten sie die Perser besiegen und selbst zur antiken Supermacht aufsteigen − ein für Griechenland doch noch glückliches Ende, das der Anfang des heutigen Europa war.

MERKUR Jahrgang 65, Heft 745, Heft 06, Juni 2011
95 Seiten, broschiert
ISSN: 0026-0096

Autoren in dieser Ausgabe

Bernhard Schlink, Heinz Theisen, Uwe Simson, Nidra Poller, Wolfgang Kemp, Karen Horn, Thomas Speckmann, David Goodhart, Harald Seubert, Thomas Frahm, Joaquín García-Huidobro, Jochen Rack,


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