MERKUR

Heft 08 / August 2014

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Wolfgang Kemp schreibt über die Oligarchen und ihre Jachten. »Bin ich links?« – und wenn ja, was heißt das, fragt Remigius Bunia. Ute Sacksofsky sieht keinen Reformbedarf beim Bundesverfassungsgericht. Die Idee des Nationalstaats ist vielleicht doch nicht bloß »Unfug«, meint Philip Manow. Und Silvia Bovenschen schreibt über ihr Leben, ihre Krankheiten, ihre Bücher.

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Im Aufmacher des Augusthefts (Nr. 783) nähert sich der Kunsthistoriker Wolfgang Kemp der Figur des Oligarchen und stellt fest: Nicht zuletzt an ihren Jachten sollt ihr sie erkennen. Um die Probleme der Liberalen mit privater – im Gegensatz zu staatlicher – Macht geht es in einem Essay von Rainer Hank. Remigius Bunia hat eine einfache Frage: »Bin ich links?« Im Versuch einer Antwort skizziert er das ganze politische Koordinatensystem, und kommt doch zu keinem klaren Ergebnis. Eindrücke aus Sarajevo vermitteln die Aufzeichnungen von Leander Steinkopf, der einige Monate in der Stadt lebte.

Die Juristin Ute Sacksofsky – zuletzt selbst eine der Kandidatinnen für eine nachzubesetzende Stelle am Bundesverfassungsgericht – stellt in ihrer Kolumne Überlegungen zu möglichen Reformen des Gerichts an, die aus der Politik gelegentlich angemahnt werden. In seiner Politikkolumne fragt Philip Manow angesichts aktueller Sezessionsbestrebungen, ob die Idee des Nationalstaats wirklich nichts als »Unfug« (Jürgen Habermas) ist. Der Archäologe Stephan Seidlmayer denkt in der Reihe »Neues aus der Alten Welt« über Implikationen – nicht nur – pharaonischer Felsinschriften im ägyptischen Aswan nach. Der Sinologe Kai Marchal wirft einen kritischen Blick auf das Werk des Philosophen François Jullien, dessen Thesen beträchtlichen Einfluss auf das westliche Bild des chinesischen Denkens haben.

Auf ihr Leben, ihre Krankheiten, ihre Bücher blickt Silvia Bovenschen mit Clemens Brentano zurück. Wolfgang Matz stellt Überlegungen zum Sieg des Front National bei der Europawahl an. Adrian Lobe schreibt über neue Aufmerksamkeit für den lange von der Rechten vereinnahmten Literaten Charles Péguy, der vor hundert Jahren im Ersten Weltkrieg fiel. Günter Hack schreibt über die Goldammer. Und Stephan Herczeg setzt sein Journal fort.

MERKUR Jahrgang 68, Heft 783, Heft 08, August 2014
91 Seiten, broschiert
ISSN: 0026-0096

Autoren in dieser Ausgabe

Wolfgang Kemp, Remigius Bunia, Rainer Hank, Leander Steinkopf, Ute Sacksofsky, Philip Manow, Stephan Seidlmayer, Kai Marchal, Silvia Bovenschen, Wolfgang Matz, Adrian Lobe, Günter Hack, Stephan Herczeg,


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