MERKUR

Heft 09 / September 2014

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Wolfgang Krieger weiß, warum Kontrollgremien gegen Geheimdienste wenig ausrichten können. Der Jurist Florian Meinel sieht den Begriff der »Legitimation« kritisch. Auf die Theorieszene der Siebziger und Achtziger blicken Ulrich Raulff und Philipp Felsch zurück. Werner Plumpe hält nichts von Wachstumskritik. Und Anatol Stefanowitsch verteidigt die feministische Linguistik.

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Im Aufmacher des Septemberhefts (Nr. 784) warnt Wolfgang Krieger in Sachen Geheimdiensten davor, große Hoffnungen in die Wirksamkeit von parlamentarischen Kontrollgremien zu setzen. Als Taschenspielertrick kritisiert der Jurist Florian Meinel die Rede von der »Legitimation«, wenn sie als Gegenbegriff zur »bloßen« Legalität eingesetzt wird. Zum Abschluss des Essayteils zwei Rückblicke auf die intellektuelle Szene der siebziger und achtziger Jahre. Philipp Felsch bewegt sich im Umfeld des Merve-Verlags. Ulrich Raulff berichten von den »wilden Siebzigern« in Paris.

In seiner Ökonomiekolumne hat Werner Plumpe wenig für Thomas Pikettys Ungleichheitstheorem übrig und erklärt außerdem die Aporien der »Wachstumskritik«. In der Filmkolumne untersucht Simon Rothöhler Desktop-Gegenwartsbilder der Vergangenheit und – am Beispiel des jüngsten Transformer-Films – der Blockbuster-Zukunft.  In der letzten Folge der Reihe »Neues aus der Alten Welt« geht Uwe Walter zurück ins ganz frühe Rom. Die erste Biografie von und weitere Neuerscheinungen zu Paul de Man hat Ekkehard Knörer gelesen.

Antiautoritäre Vorschläge zum Umgang mit Meisterdenkern kommen von McKenzie Wark. Kathrin Röggla orientiert und desorientiert sich von Lanzarote aus geografisch. Der Linguist Anatol Stefanowitsch erwidert auf Daniel Scholtens Gendersprech-Kritik. Taylor Parkes ist ein Hardcore-Fan von Monty Python – und gerade deshalb wenig erbaut von der höchst erfolgreich absolvierten Reunion der britischen Komikertruppe. Stephan Herczeg setzt sein Journal fort.

MERKUR Jahrgang 68, Heft 784, Heft 09, September 2014
103 Seiten, broschiert
ISSN: 0026-0096

Autoren in dieser Ausgabe

Wolfgang Krieger, Florian Meinel, Philipp Felsch, Ulrich Raulff, Werner Plumpe, Simon Rothöhler, Uwe Walter, Ekkehard Knörer, McKenzie Wark, Kathrin Röggla, Taylor Parkes, Anatol Stefanowitsch, Stephan Herczeg,


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