MERKUR

Heft 11 / November 2012

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Der schwedische Autor Steve Sem-Sandberg hat mit seinem Roman Die Elenden von Lodz über das Getto von Litzmannstadt viele Kritiker und Leser sehr beeindruckt. In seinem Essay Realität des Holocaust und Spielraum der Fiktion , mit dem das Novemberheft aufmacht, setzt er sich nun aber mit grundsätzlichen Einwänden gegen sein Verfahren auseinander. Er antwortet dabei vor allem auf Fragen danach, wie weit sich ein Romanautor beim Thema Holocaust von der historisch belegten Wahrheit entfernen darf, was seine Lizenzen sind und wo deren Grenzen liegen.

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Zwei Aufsätze widmen sich der daueraktuellen Debatte um Krise, Gegenwart und Zukunft der Europäischen Union. Der Jurist Christian Joerges sieht die große Gefahr, dass in der Krise an die Stelle rechtlich strukturierten Handelns die Perpetuierung des Ausnahmefalls mit situativ-souveränen Entscheidungen tritt: Der Verweis auf Carl Schmitt ist dabei ausdrücklich – Joerges allerdings plädiert ganz im Gegenteil für die mit dem Namen Jürgen Habermas markierte Position der Verrechtlichung und Vereinheitlichung. Ausdrücklich gegen die von Christoph Schönberger im Januarheft des Merkur ausgesprochene Forderung nach einer deutschen Hegemonie in Europa wendet sich der Politologie Werner Link. Außerdem blickt der Doyen der deutschen Architekturkritik Wolfgang Pehnt auf Großbauprojekte der Nachkriegszeit zurück.

Zur Eröffnung seiner Designkolumne setzt sich Christian Demand unter anderem mit pornografischen Utopien auseinander. Jürgen Kaube fragt in der Soziologiekolumne, ob die Rede von der Wiederkehr der Religion überhaupt den mindesten Sinn hat. Patrick Eiden-Offe untersucht in einem Rezensionsessay Friederich Engels als Unternehmer und Projektemacher, während Cord Riechelmann die Rückbindung neuerer Demokratietheorien an den jungen Karl Marx untersucht.

Scharf kritisiert Konrad Adam die jüngsten Versuche staatlich angeleiteter akademischer Exzellenproduktion: Er sieht das Problem dabei nicht in den Zielen, sondern in den Mitteln – vor allem im »Kinderglauben an die Verlässlichkeit von objektiv genannten Messzahlen«. Der Philosoph Marc Rölli untersucht die Wurzeln nationalsozialistischer Ideologie in der philosophischen Anthropologie des 19. Jahrhunderts. Außerdem porträtiert Kay Ehling den christusgleichen Kaiser Konstantin, und Günter Hack hat einen funkelnden kleinen Essay über die Amsel verfasst.

MERKUR Jahrgang 66, Heft 762, Heft 11, November 2012
broschiert
ISSN: 0026-0096

Autoren in dieser Ausgabe

Steve Sem-Sandberg, Wolfgang Pehnt, Christian Joerges, Werner Link, Christian Demand, Jürgen Kaube, Patrick Eiden-Offe, Cord Riechelmann, Konrad Adam, Marc Rölli, Kay Ehling, Günter Hack, Ekkehard Knörer,


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