PSYCHE

Heft 04 / April 2011

In den Labyrinthen der Kunst: Der Ariadnefaden der Psychoanalyse

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Reimut Reiche

Das Tabu der Schönheit und der Vorrang des Objekts in der Analyse von Kunstwerken

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Zusammenfassung:

Es ist schon lange tabu, ein Kunstwerk schön zu nennen oder überhaupt im Kunstdiskurs von einem Schönen zu sprechen. Dieses Tabu ist nicht nur historisch begründet, es ist auch die Frucht einer Vermeidung. Deren Zentrum liegt darin begründet, dass alle Menschen schöne Dinge sehen und alle Künstler schöne Werke herstellen möchten – und dass die Sache (Hegel) dem einen Widerstand entgegenbringt. Dieser Widerstand kann immer nur für den sich andauernd wieder entziehenden Moment, den Moment der Schönheit eben, überwunden werden. Bei dem hier vorliegenden Text handelt es sich um einen Vorabdruck aus Reimut Reiches Buch Mutterseelenallein/Zwei, das im Frühjahr 2011 im Stroemfeld Verlag erscheinen wird. Darin arbeitet Reiche unter Berufung auf die ästhetische Theorie von Hegel und Adorno aus, warum die Psychoanalyse einen ihr eigenen Zugang zur ästhetischen Erfahrung, zur künstlerischen Form und zur Schönheit hat.

Summary:

The taboo on beauty and the precedence of the object in the analysis of artworks. – There has long been a taboo on referring to an artwork as beautiful or even talking about beauty in the discourse on art. This taboo is not merely a product of history but also the result of an evasion. The heart of this evasion lies in the fact that all individuals want to see beautiful things and all artists want to produce them – but Hegel’s »real matter« (die Sache) puts up resistance to this. This resistance can only be overcome for a moment, the moment of beauty, a moment that recedes as soon as it has materialized. The text printed here is an extract from Reimut Reiche’s book Mutterseelenallein/Zwei to be published by the Stroemfeld Verlag in the spring of 2011. In it, Reiche draws upon the esthetic theories of Hegel and Adorno to explain why psychoanalysis has an approach all its own to esthetic experience, artistic form, and beauty.

Résumé:

Le tabou du beau et la priorité de l’objet dans l’analyse des œuvres d’art. – Dire d’une œuvre d’art qu’elle est belle ou ne serait-ce qu’évoquer le beau dans un discours sur l’art est tabou depuis longtemps. Les raisons de ce tabou ne sont pas uniquement, c’est aussi le fruit d’une stratégie d’évitement. Son fondement: tout le monde voit de belles choses et tout artiste désire produire de belles œuvres – la chose (Hegel) y oppose une résistance. Cette résistance ne peut être surmontée que le temps d’un moment, précisément l’instant du beau qui sans cesse se dérobe . Le texte présenté ici est une préédition du livre de Reimut Reiche Mutterseelenallein/Zwei dont la publication aux Éditions Stroemfeld est prévue pour le printemps 2011. En se référant aux théories esthétiques de Hegel et d’Adorno, Reiche expose pourquoi la psychanalyse a sa propre approche de l’expérience esthétique de la forme artistique et du beau.

PSYCHE Jahrgang 65, Heft 04, April 2011
broschiert
ISSN: 0033-2623

Autoren in dieser Ausgabe

Reimut Reiche, Marie-Jeanne Augustin-Forster, Alba Polo,


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